Transverter

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Mossi
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Transverter

Ungelesener Beitragvon Mossi » Sonntag 7. Juni 2009, 20:41

Die anderen Themen schneiden den Transverter nur an, mir gehts um 1-2 konkrete Probleme.

Ausgangssituation: um mein Handy (inkl. Navi, Kamera etc. auch Telefonie) in meinen 6V-Autos betreiben zu können, habe ich folgendes versucht:

Einen Tranverter mit einer normalen Bordsteckdose bestückt, einen Stecker an die +/- und ab damit an die Bordsteckdose. An der TZransverterdose sollten also die 12V anliegen um mittels normalem Adapter dann dann den Funkfernsprecher bei Laune zu halten (der Kamerad kann eigentlich nicht wirklich viel naschen, im Auto lädt der Kamerad stundenlang bis voll).

Die praktischen Usetzungen waren niederschmetternd. Die Transverter (T6-12 wie auch der SPT-1) liefen imTestmodus an der Batterie (mit einem wiederstand und Meßgerät) vorbildlich, sobald jedoch der der Funktioonstest lie war Feierabend. Der Tarnsverter brachte statt der erwarteten und getesteten 12V nur noch 5,3. Und zwar jeder der 4 Kandidaten.

Habe ich mich mit der Leistungsaufnahme so verfiert, das die Jungs aus Angst und Überlastung abgeschaltet haben? (Sicherungen sind intakt, die 5,3V sagen ja auch das dort noch was durchkommt). In anderen Autos schlagen die sich problemlos.... ich überlege, ob ein Statron der Aufgabe gewachsen wäre (da durch die mobile Konstruktion die Portabilität in alle Autos gewährleistet wäre). Wiederum nascht der natürlich auch reichlich große A aus der kleinen Gleichstromlima. Kostet halt aber auch Geld..... quasi was bei 60,- €uronen....

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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 8. Juni 2009, 09:19

Hallo Mossi,
Mossi hat geschrieben: ... Einen Tranverter mit einer normalen Bordsteckdose bestückt, einen Stecker an die +/- und ab damit an die Bordsteckdose. An der Transverterdose sollten also die 12 V = anliegen ...

Soweit hast Du nichts verkehrt gemacht.
Mossi hat geschrieben: ... Die praktischen Umsetzungen waren niederschmetternd. Die Transverter ( T6-12 wie auch der SPT-1 ) liefen imTestmodus an der Batterie ( mit einem Widerstand und Meßgerät ) vorbildlich, ... Der Tarnsverter brachte statt der erwarteten und getesteten 12 V nur noch 5,3 V. Und zwar jeder der 4 Kandidaten. ...

Da die Transverter eine selbständige Einschaltung haben, sind 5,3 V = am Ausgang der Zustand AUS und am Ausgang ist der Strom kleiner 0,04 A.
Mossi hat geschrieben: ... Habe ich mich mit der Leistungsaufnahme so verfiert, das die Jungs aus Angst und Überlastung abgeschaltet haben ? ( Sicherungen sind intakt, die 5,3 V sagen ja auch das dort noch was durchkommt ). In anderen Autos schlagen die sich problemlos ...

Der T 6-12 hat zum Schutz vor Kurzschlüssen nur die Eingangssicherung 6,3 A Träge.

Zum weitern Verständniss hier der Stromlaufplan des T 6-12 aus Eisenach.

KFZ_6V_12V_Schaltung.jpg

Diesen hatte ich im Beitrag 6 V und EBZA2s - das geht doch veröffendlicht. Den Beitrag findet man unter http://w311.info/viewtopic.php?p=12494".

Ich übernehme hier einmal :
... Ausserdem gibt es eine Stabilisierung der Ausgangsspannung, die mit der Zenerdiode VD4, VT6 und VT7 erreicht wird. Am Punkt Emitter VT6, Spule L2 und Kondensator C3 stehen ca. 13 V= bereit.
Der Transverter besitzt eine automatische Einschaltung, die mit den Bauelementen VT3, VT8, VD3 und den Widerständen R9, R10 und R6 relisiert wurde. Belaste ich den Ausgang, dann schaltet er EIN.
Dieser EIN / AUS - Zustand erfolgt nicht schlagartig. Eher weich und analog.
Die Bauelemte R 9 mit 18 Ohm und Diode D 3 sind dafür zuständig.
Der Widerstand bestimmt den Punkt an dem Eingeschalten wird. Die Diode begrenzt dabei die Spannung auf 0,7 V und ist somit unabhängig vom Ausgangsstrom, der voll durch die Diode fliesst.
Damit an R 9 mit 18 Ohm 0,7 V stehen um T8 über R 10 mit 100 Ohm anzusteuern, müssen ca. 0,04 A fliessen. Ist mein Ausgangsstrom unter den 0,04 A, dann wird ausgeschalten. Die Ausgangsspannung ist dann Eingangsspannung - Diode VD 1 / VD 2 mit 0,7 V an Kondensator C 2 mit 100 µF.
Folgender Effekt ist nicht auszuschliessen :
Der Strom ist am Ausgang grösser der 0,04 A und der Wandler schaltet EIN. Die Bedingungen ändern sich und der Ausgangstrom verringert sich unter die 0,04 A, dann schaltet er AUS. Das kann so weit führen, des der Wandler zwischen EIN / AUS schwingt - oder oszilliert.
Besonders kann dieser Effekt bei Geräten mit " getakteten Wandlern " auftreten. Bei einer niedrigen Eingangsspannung fliesst ein hoher Strom - ist die Eingangsspannung höher, verringert sich der Stromfluss.
Helfen gegen diesen Effekt könnte eine Vorlast am Ausgang.
Die Vorlast verhindert, das der Strom am Ausgang unter die 0,04 A geht.
Bei 13 V Ausgangsspannung kann das ein Widerstand von ( R = U : I ) - 13 V : 0,04 A = 325 Ohm ( Normwert = 330 Ohm ) mit eine Belastung von P = U * I = 13 V * 0,04 A = 0,52 W. Das geht an der Ausgangsleistung von 19,5 W verloren. 19,0 W hat man nur noch zur Verfügung.
Statt dem Widerstand von 330 Ohm lässt sich auch eine Lampe mit 24 V - 1,2 W Sockel BA7s verwenden.
Mossi hat geschrieben: ... Ich überlege, ob ein Statron der Aufgabe gewachsen wäre ( da durch die mobile Konstruktion die Portabilität in alle Autos gewährleistet wäre ). Wiederum nascht der natürlich auch reichlich große A aus der kleinen Gleichstromlima. Kostet halt aber auch Geld..... quasi was bei 60,- €uronen....
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Im genannten Beitrag stelle ich den für 6 V - 12 V mit 10 A Ausgangsstrom ( 120 W Belastung ) vor.
Na ja, hier noch ein Spruch :
" Man muss nicht Ingeneur sein um zu Wissen, das der Strom zum fliessen mindestes zwei Drähte braucht ... "

Ich hoffe, deine Fragen beantwortet zu haben.
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 8. Juni 2009, 10:42

Da gibt es wohl hier keinen außer Andy, der das so detailliert erklären kann :smile:
Wo Du auch immer diese Schaltpläne her hast :idea:

Prima
in diesem Sinne

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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 8. Juni 2009, 10:45

Detlef Grau hat geschrieben: ... Wo Du auch immer diese Schaltpläne her hast ...

Diesbezüglich bin ich ein Messie ....
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 8. Juni 2009, 17:25

Oder anders ausgedrückt: Die Last war zu gering :-)
Schmeiss doch mal n Lämpchen mit 5 oder 10W parallel ran @mossi.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon Mossi » Montag 8. Juni 2009, 22:12

Danke erstmal für diesen Exkurs in Sachen die ich nicht überblicke.... ;)

Ich wollte schon eine dauerhafte geschmeidige Lösung, am besten integriert in den Transverter selbst (Keramikwiderstände von Papa bräuchten aber ne Kühlöffnung die wieder Staub auf die Platine lassen würde...... extern wird schwierig wg. Kontakten.
Lampe finde ich improvisiert.....

Alles nicht so einfach.....

Haben "neue" Transverter auch die "Auslöseproblematik"?

Den Schaltplan habe ich schon gesehen...... aber meinst du im Ernst sowas macht mich satt? Mein Vater ist Kybernetiker...... der hat mein Stromverständnis gemopst und mir den Klempner gelassen... :-|

Hat einer nen Plan was ein aktuelles Handy bei 12V so an Ladestrom zieht?
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 9. Juni 2009, 09:01

Hier mein Beispiel.
NOKIA 5110 - ein altes Modell.
Nokia_5110.jpg

Links das Handy, mitte der Akku 3,7 V - 1.180 mAh und rechts das Netzteil.
Nokia_5110_Netzteil.jpg

Auf dem Netzteil stehen die Spannungen und Ströme. Sollte auch bei Dir so sein.
Hier also 3,7 V bei 355 mA - Verbraucht also 1.3 W.
Aber die Leerlaufspannung gemessen beträgt 8,4 V !
Im Handy ist ein Ladeschaltkreis, der aus verschiedenen Werten den Ladestrom reguliert und die Schnelladung bei Rückgang der Ladespannung abschaltet ( sogenannte DELTA - U - Erkennung ).
Der Schnellladung ( hier mit 355 mA ) folgt die Erhaltungsladung. Dabei fliessen bei Erhaltungsladung hohe Stromimpulse, die aber zeitlich mit grossen Abständen auftreten Das ergibt einen mittleren Stromfluss von 1/256 des maximalen Ladestromes. In meinem Handy ein Erhaltungsstrom von 0,0014 mA.
Durch veringern des Stromes steigt die Spannung am Netzteil.
Um mein Handy an der 12 V - Autobatterie zu laden, sind als 2 Bedingungen einzuhalten.
1. Der Ladestrom darf 355 mA nicht überschreiten.
2. Die maximale Spannung an der Ladebuchse darf 8,4 V nicht überschreiten.
Das trifft auch auf eine Generatorspannung von 14,4 V zu.
Gelöst habe ich das mit einem programierbaren Spannungregler LM 317, dessen Ausgangsspannung auf 8,4 V eingestellt ist. Vor diesem Spannungsregler kommt ein Widerstand, der den maximalen Strom begrenzt. Der Widerstand hat 18 Ohm bei einer Belastung von 2,5 W. Ersatzweise kann man eine Standlichtglühlampe mit 12 V / 4 W nehmen - da fliessen ca. 0,33 A.
Ist der Akku voll, dann verlöscht sie.

Hier das Schaltbild :
Nokia_KFZ_Ladung.jpg

Die beiden Widerstände am LM 317 zwischen OUT ( 3 ), ADJ ( 2 ) und Masse bestimmen die Leerlaufspannung von 8,4 V für das Handy. Diese Werte muss man ausmessen oder zusammen stellen. Einstellregler wären einfacher, aber im Betrieb ändern sie die Werte und damit die gewollte Ausgangspannung.
Die Kondensatoren bestimmen das Verhalten des Schaltkreises LM 317 und stabilisieren seine Arbeit.
Die Dioden verhindern Folgen von kritischen Betriebszuständen am Eingang ( Verpolung ) und am Ausgang ( Rückspannung ) aus dem Handy. Bei Verpolung der Spannung am Eingang wird die Diode nach Masse durchlässig und die Glühlampe wirkt als Sicherung - sie leuchtet voll auf und schützt den Schaltkreis. Ebenfalls bei Kurzschluss am Ausgang.
So zu sagen eine " Idiotensichere Schaltung " ....

Um den leeren Akku von 1.180 mAh komplett aufzuladen, braucht man insgesamt 1.652 mA ( 1.180 x 1,4 ). Das entspricht einer Leistung von 6,1 W.
Die Ladeschaltung entnimmt der Autobatterie einer Leistung von 19,8 W.
Das entspricht einem Wirkungsgrad von 30,1 % ....
Dabei werden bis zu Volladung des leeren Handyakkus ( 1.180 x 1,4 : 355 ) maximal 4½ Stunden benötigt.
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Dienstag 9. Juni 2009, 11:23

mache mal das auto an und gebe gas..........dann liefert der transverter wieder die volle leistung........
wollte mal nen 12v cd radio in meinen 311er mit 6v einbauen..........
das radio funktionierte nur bei höheren drezahlen des motors weil dann scheinbar die lichtmaschine-transverter auf voller last arbeiteten
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Mittwoch 10. Juni 2009, 00:05

Also - ich finde das eine hochinteressante Sache - wenngleich sie mich nicht direkt betrifft und ich (wie immer :sad: ) leider nur höchstens die Hälfte von dem verstehe, was Andreas schreibt ... :oops:

Andreas - deine Beispielsschaltung mit dem noxia-Telefon: Verstehe ich es richtig, dass das eine Ladeschaltung ist, die das Aufladen des Telefons an einer 12-V-Spannungsquelle OHNE Vorschaltung eines normalen käuflichen 12-V-Kabels erlaubt? - Wenn ja, wo liegt der Vorteil deiner Schaltung gegenüber einem käuflichen Kabel für 1 Euro?

Und Mossi: Hast du denn probiert, ob der Transverter "anspringt", wenn du ein Lämpchen dran klemmst? Wenn ja, könntest du doch einfach eine Kontrolleuchte (sagen wir: 12V/1,2W oder auch 2W, ist ja egal) auf/neben/über die "Steckdose" (=mutmaßlich so ein Zigarettenanzünderimitat) bauen. Die glimmt halt dann vor sich hin, wenn Zündung an ist und eben die 12V an dieser Steckdose anliegen. Schadet ja nicht; gleichzeitig wäre dieser "Starthilfelastwiderstand" sogar auch eine echte Funktionskontrolle des Transverters (zB auch bei Überlastung und ständig wiederholter Abschaltung) - und der zusätzliche Stromverbrauch sollte es ja nun nicht ausmachen. - Oder denke ich da jetzt zu naiv?

Gruß
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 10. Juni 2009, 07:22

Tommy_OAL hat geschrieben: ... Also - ich finde das eine hochinteressante Sache - wenn gleich sie mich nicht direkt betrifft und ich ( wie immer ) leider nur höchstens die Hälfte von dem verstehe, was Andreas schreibt ...

Andreas - deine Beispielsschaltung mit dem nokia-Telefon : Verstehe ich es richtig, dass das eine Ladeschaltung ist, die das Aufladen des Telefons an einer 12-V-Spannungsquelle OHNE Vorschaltung eines normalen käuflichen 12-V-Kabels erlaubt? - Wenn ja, wo liegt der Vorteil deiner Schaltung gegenüber einem käuflichen Kabel für 1 Euro ? ...

Sie ersetzt die 1,- Euro - Kabelei zur Ladung des Handy.
Die originalen KFZ - Ladeadapter waren im Jahr 2000 sehr teuer und ich " geizig und bastelwütig " ...
Vorteil meiner Schaltung : sie erzeugt keine Störstrahlung. Dafür verbraucht sie mehr Leistung.
Ein originaler Ladeadapter verbraucht zur Ladung um die 10 W ( halb so viel wie meine Schaltung ), aber dafür habe ich Störstrahlung durch den " getakteten Betrieb ".
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon Mossi » Mittwoch 10. Juni 2009, 13:35

Ich werde also die verwirrende Sparvariante "aussparen" und es nochmal mit einem Vor- bzw. Begleitwiederstand versuchen.

Das Problem mit dem West-Radio am Transverter hatte ich schon 1994 ;) ich bin irgendwann einfach zu einfachn Blaupunkten übergegangen, war einfacher und ich habe eh nur Platten und Kasetten.... ;)

Ich suche auch eine Lösung für den Stillstand, sprich ohne Spannungsansteig mittels Drehzahlerhöhung.

Andy, am besten wir schnattern in Dornburg mal, die Gören sind dann woanders, ich bringe die Baustelle mal mit und du darfst was dazu sagen... :D

Aufwandsvergütung: 1 Bier (mal sehen was es so gibt, ggf. auch Bock, wenn sowas in den Südbezirken verkauft wird). Ich bringe den Kladderadatsch (Meßgerät, Versuchsaufbau etc.) mit, wir bräuchten dann nur noch 6V-Quelle.
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Mittwoch 10. Juni 2009, 21:30

WABUFAN hat geschrieben:Sie ersetzt die 1,- Euro - Kabelei zur Ladung des Handy.

Ah - wie bin ich froh, dass ich wenigstens den Sinn richtig verstanden habe! - Immerhin etwas Licht am Ende des Tunnels meiner Ahnungslosigkeit ...
Und: naja klar, wenn die Schaltung schon etwas älter ist, dann ist es natürlich etwas anderes. Ich war halt nur von heutigen Preisverhältnissen ausgegangen - und da bekommt man die Dinger in der Bucht ja wirklich für 1Eu + Versand - also meist 2,50. Jedenfalls war das bei meinem beiden letzten so ...

Ach - und schon wieder lerne ich was dazu: Ich wusste gar nicht, dass
a) die normalen käuflichen Ladekabel getaktet funktionieren; und auch nicht dass
b) sowas immer Störstrahlung erzeugt. (Wobei: ist die Störstrahlung des Ladekabels nicht relativ unwesentlich im Vergleich zu der, die das Telefon selbst ausstößt?)

Gruß
Tommy
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 11. Juni 2009, 09:29

Tommy_OAL hat geschrieben: ... Ich wusste gar nicht, dass ... die normalen käuflichen Ladekabel getaktet funktionieren ...

Durch den Schaltbetrieb vermeidet man Verluste. Erkauft das aber mit einer höheren Störstrahlung.
Bei meiner Schaltung kann man die Verluste einfach ausrechnen.
Verlustleistung in Watt gleich Eingangspannung minus Ausgangspannung mal fliessendem Strom.
14,4 V - 3,7 V mal 0,35 A = 3,75 W. Mein Verbraucher aber benötigt 3,7 V mal 0,35 A = 1,29 Watt. Der Autobatterie werden aber 14,4 V mal 0,35 A = 5,04 W entnommen.
Der Wirkungsgrad ist damit 25,5 %. 75 % sind Verluste.
Beim getakteten Betrieb mit ca. 85 % Wirkungsgrad sind 15 % Verluste. Zu der Ausgangsleistung addiere man die 15 % Verluste ( 0,19 W ) und erhält eine summarische Leistung von 1,48 W. Diese werden der Autobatterie entnommen.
Im Vergleich : 5,04 W zu 1,48 W sagt eigendlich alles.
Tommy_OAL hat geschrieben: ... Ich wusste gar nicht, dass ... sowas immer Störstrahlung erzeugt. ...

Beim getakteten Betrieb entsteht eine Störspannung nicht nur durch die Frequenz des zerhackten Stromes. Auch die Oberwellen sind zu berücksichtigen. Zum Beispiel bei 20 kHz Taktfrequenz ist die 10. Oberwelle 200 kHz und das hört man im Radio auf Langwelle.
Tommy_OAL hat geschrieben: ... ist die Störstrahlung des Ladekabels nicht relativ unwesentlich im Vergleich zu der, die das Telefon selbst ausstößt ? ...

Wenn man von 1,5 W als Störstrahlung des Wandlers aus geht, ist die Antennenleistung nur unter 1/10tel. Anderfalls würde der Handyakku nicht sehr lange halten.
Nicht für umsonst hat der Transverte T 6-12 am Eingang und Ausgang eine Drosselspule, die genau diese Strahlung verhindert.
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon Mossi » Dienstag 4. August 2009, 23:17

Es ist jetzt ein kleiner Vorwiderstand verbaut --> er zwingt den Transverter gerade so zum Einschalten, das Handy alleine schaffts tatsächlich nicht.

Der Widerstand ist von innen an den Deckel geschraubt, die Steckdose sitzt obendrauf, alles chic......

Jetzt habe ich meine transportable 12V-Quelle und kann beruhigt mit 6V durch die Gegend brummseln.......
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Re: Transverter

Ungelesener Beitragvon Mossi » Dienstag 10. Mai 2016, 08:10

Mittlerweile hat sich das Thema mehr oder minder erledigt, ich speise die Endverbraucher direkt über die Steckdose ein. Selbst bei 6V klappt das problemlos. Alles in allem hat also USB für Entspannung an der Versorgungsfront gesorgt.
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