DDR Punktschweißzange löst Sicherungen aus

Auf vielfachen Wunsch - jetzt mit neuen Funktionen

Moderatoren: Putzkolonne, ZWF-Adminis

Wartburgbauer
Abschmiernippel
Beiträge: 3258
Registriert: Samstag 10. Dezember 2011, 11:12
Mein(e) Fahrzeug(e): 190er Benz 1988 (Alltagsauto)
Jawa 555 1959 (Alltagsmoped)
Wartburg 312 Camping 1967
B1000 Bus im Aufbau
Wohnort: bei Dresden

DDR Punktschweißzange löst Sicherungen aus

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 23. April 2016, 09:38

Schon länger suche ich nach einer Punktzange, nun ist mir eine zugelaufen. Allerdings ist diese defekt, schmeißt die Sicherungen raus. Bei meinem Elektronikmann (der den Fehler ausnahmsweise mal nicht gefunden hat) hat sie sogar die 35A Haussicherung zerlegt...

IMGP4628.jpg

Sie ist einphasig angeklemmt, im Stecker sind nur N und eine Phase sowie der Schutzleiter belegt.

IMGP4627.jpg

Die Sicherung kommt, sobald man mit dem Schalter den Schütz im Zeitbegrenzer anziehen lässt. Kabelbrüche oder sonstige einfache Fehler konnte ich nicht finden.

IMGP4626.jpg

Hat jemand eine Idee ?
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
Mein erstes Projekt: Der Camping!
Mein Barkas Bus im Aufbau

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3280
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: DDR Punktschweißzange löst Sicherungen aus

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 23. April 2016, 12:17

Eigentlich steht doch schon alles auf dem Typenschild. Bei 9 kVA, 230V und einem mal angenommenen Leistungsfaktor von 0,8 ergibt sich nach P=U x I x cosPhi ein Nennstrom von knapp 50 A, keine Wunder, dass es die 35A Sicherung herausgehauen hat.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
WABUFAN
Betriebs-Elektriker
Beiträge: 7733
Registriert: Sonntag 12. März 2006, 12:12
Mein(e) Fahrzeug(e): nur 353er Tourist
Wohnort: Leipzig

Re: DDR Punktschweißzange löst Sicherungen aus

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 24. April 2016, 09:21

... und einen Einschaltstrom in Spitze von ca. 350 A im Stromnetz !

Da die Schweissspannung von 2,3 ... 2,7 V angegeben wird und die max. Leistung von 9 kW, ergibt sich ein Schweissstrom im Bereich von 3.333,3 A bei 2,7 V ... 3.913,0 A bei 2,3 V.

Nur einen Trafo mit 7,5 kW kann man nicht so einfach tragen.

Hier im Forum war das schon einmal Thema am 23. Janurar 2012 ab 19:03 Uhr :

viewtopic.php?f=6&t=12287

Schauen wir einmal ...
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3280
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: DDR Punktschweißzange löst Sicherungen aus

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 24. April 2016, 11:12

WABUFAN hat geschrieben:... und einen Einschaltstrom in Spitze von ca. 350 A im Stromnetz !

Da braucht man dann sehr, sehr, sehr träge - also überaus faule Sicherungen :shock:
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Wartburgbauer
Abschmiernippel
Beiträge: 3258
Registriert: Samstag 10. Dezember 2011, 11:12
Mein(e) Fahrzeug(e): 190er Benz 1988 (Alltagsauto)
Jawa 555 1959 (Alltagsmoped)
Wartburg 312 Camping 1967
B1000 Bus im Aufbau
Wohnort: bei Dresden

Re: DDR Punktschweißzange löst Sicherungen aus

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 24. April 2016, 22:28

Hat sich offenbar erledigt.

Nach intensiver Fehlersuche und Reinigen von Kontakten usw. geht die die Zange - allerdings eben nicht an einer C16, sondern an einer 20A-Schraubsicherung. :smile:

Macht sogar richtig gute Punkte!
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
Mein erstes Projekt: Der Camping!
Mein Barkas Bus im Aufbau

Benutzeravatar
Wilfried
Abschmiernippel
Beiträge: 1899
Registriert: Montag 27. Februar 2006, 19:00
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj 1962, Wartburg 353 Erstzulassung 2/1974
Wohnort: Hönow
Kontaktdaten:

Re: DDR Punktschweißzange löst Sicherungen aus

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Montag 25. April 2016, 14:47

Versuch es mal mir einem Automaten C 16A bzw C 20A. Da sollte der Leitungsquerschnitt aber 2,5 Quadrat haben. Es kommt auf die Trägheitsklasse C an.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

Benutzeravatar
WABUFAN
Betriebs-Elektriker
Beiträge: 7733
Registriert: Sonntag 12. März 2006, 12:12
Mein(e) Fahrzeug(e): nur 353er Tourist
Wohnort: Leipzig

Re: DDR Punktschweißzange löst Sicherungen aus

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 26. April 2016, 05:54

Miss bitte einmal mit einem Ohmmeter den primären Widerstand der Wicklung.
Diesen Widerstand sieht das Stromnetz beim Einschalten.
Der Scheitelwert der 230 V~ Spannung ist 324 V~.
Für eine 16 A - Sicherung ist damit der minimalste Widerstand 20 Ohm.
Für eine 20 A - Sicherung ist damit der minimalste Widerstand 17 Ohm.

Schaltet man einen Trafo an das Netz baut sich erst das Magnetfeld auf. Das kann einige 100 ms dauern. Ist der Trafo dann noch belastet, dauert es noch länger.
Man muss beim Einschalten diese Spitze begrenzen.
Das Licht der Werkstatt wird kurzzeitig dunkler ...

Mit einem Nullspannungsschalter kann die Einschaltsromspitze verringert werden. Der Trafo wird dann im Nulldurchgang der Netzspannung eingeschalten.

Man kann den Einschaltstrom mit einem Widerstand vor dem Trafo verringern, der dann überbrückt wird. Das kann ein Schütz erledigen. Die Schützspule liegt parallel zum Trafo und der Schütz zieht erst bei z.B. 210 V~ an. Dabei muss aber die Sekundärseite des Trafos lastlos sein - die Schweisszange muss noch offen sein.

Im Internet habe ich die gleiche Schweisszange für 380 V~ gefunden.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter


Zurück zu „Klatsch und Tratsch- neu“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste