Bremstrommeln lackieren

Rahmen, Federn, Querlenker, Bremsanlage, Haupt- und Radbremszylinder, Handbremse, Reifen, Umbau

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mick
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Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon mick » Montag 17. Dezember 2018, 10:24

Liebe Foristi,

normalerweise bin ich ja nicht so der Optikfreak, aber wenn man es schon mal neu macht....

Am zu restaurierenden Warti wird am Rahmen alles schön mit Brantho schwarz gemalt. Die Bremstrommeln sehen schon rostig aus (außen). Daher habe ich sie jetzt bei der Phosphorparty gleich mit behandelt. Um nun diese etwas gemäßigte Optik zu erhalten, müßte man diese behandeln. Womit? Auch Brantho? Verträgt das die Hitze? Oder würde Zink Alu Spray ne Weile halten? Oder was empfiehlt der geneigte Foristi?

gruß mick
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joergs
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon joergs » Montag 17. Dezember 2018, 11:24

moin mick,

brantho korrux ist doch gut---- bei ksd liest man "hitzbestänbdig ja nach farbton von 200-300 grad und ggf farbeveränderung ab 100 grad". ich denke das ist bei schwarz wurscht... und 200-300 grad bekommste bei den trommeln eher nicht. ich habe persönlich brantho korrux genommen und keine probleme...


ciao jörg

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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 17. Dezember 2018, 21:18

VHt Spray in Eisenoptik
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 18. Dezember 2018, 00:34

Wenn man vorausetzt, dass ca. 90% der kinetischen Energie nicht nur einer 353er Limousine beim Bremsen in Wärme umgesetzt wird, ergeben sich bei bei einer Vollbremsung mit vollbesetztem Fahrzeug aus der Höchstgeschwindigkeit bis zum Stillstand nach

f1.JPG

welche zur Temperaturerhöhung der Bremstrommeln führen. Nimmt man dann mal weiter an, dass ca. 2/3 der Energie über die Vorderachse in Wärme umgesetzt werden, ergibt sich dann je Rad einer Energie von 254,3kJ zu "Beheizung" der Trommel. Dies führt dann nach

f2.JPG
f2.JPG (9.42 KiB) 1326 mal betrachtet

zu einer Temperaturerhöhung (!) von

f3.JPG
f3.JPG (13.66 KiB) 1326 mal betrachtet

je VA-Bremstrommel. Als von wegen "200-300 grad bekommste bei den trommeln eher nicht" :shock: :shock: :shock:
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon Mossi » Dienstag 18. Dezember 2018, 09:46

Weil du es selbst nicht rechnen kannst? ;-)

PS: Sandstrahlen und dann Hochtemperaturlack.....
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon toppimoppi » Dienstag 18. Dezember 2018, 09:55

Sind die Insassen:
- fünf sehr schlanke Männer,
- fünf kräftigere Frauen oder
- ein Hetero-Pärchen und eine Dreier-Beziehung (mit Frauen-Überschuss)?

Wie komme ich denn auf die Gewichtsangabe bei Vollbesetzung?

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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 18. Dezember 2018, 10:14

toppimoppi hat geschrieben:Sind die Insassen:
- fünf sehr schlanke Männer,
- fünf kräftigere Frauen oder
- ein Hetero-Pärchen und eine Dreier-Beziehung (mit Frauen-Überschuss)?

Wie komme ich denn auf die Gewichtsangabe bei Vollbesetzung?

Suchs Dir aus - Hauptsache Du kommst auf insgesamt 400kg - eigentlich nur 380kg, denn 20kg hatte ich schon weggemogelt -nixwissen-
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 18. Dezember 2018, 11:11

Da ich weiss, das Mick der Lowbudget-Fraktion angehört, würde ich empfehlen, die Trommeln
(im Zuge der Bearbeitung der anderen Teile) strahlen zu lassen und mit Hochtemperaturlack zu spritzen oder auch anzustreichen.
(reicht ja auch aus, an Pinselstrichen an Fahrgestellteilen sollte sich nun wirklich niemand stören)
Laut Wartburgpeter soll aber auch primitiver Heizkörperlack für solche Spielereien ausreichen. In seinem Fall handelte es sich zwar
um die Bremssattel, aber die werden ja auch bloss heiss.
Das wichtigste an der ganzen Geschichte ist lediglich, dass die Trommeloberfläche wirklich rostfrei ist.

Einfach mal ausprobieren und nicht gleich jedes Mal das Tafelwerk heraussuchen und irgendwas berechnen wollen.
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 18. Dezember 2018, 12:43

Thilo.K hat geschrieben:Einfach mal ausprobieren und nicht gleich jedes Mal das Tafelwerk heraussuchen und irgendwas berechnen wollen.

Aha - da sitzen wir alle vor irgendwelchen Kisten mit einer von selbst leuchtenden Fläche, auf welcher komischer Weise so ein kleiner Pfeil hin- und her huscht, wenn man ein an ein Nagetier erinnerndes Gerät auf dem Tisch verschiebt. Kaum einer weiß wie das funktioniert (aber alle nehmen es hin und nutzen es sogar), aber meinst Du denn, dies wäre nach der "trial and error" Methode zustande gekommen? Da wird wohl schon mal jemand das Tafelwerk herausgesucht und irgendwas berechnet haben.

Also, was spricht denn eigentlich nun wirklich dagegen, wenn z.B. eine solche Frage wie nach einem hitzebeständigen Lack für die Bremstrommeln auftaucht, den Bregen mal einzuschalten und sich zu fragen, tja - wie heiß können die Dinger denn eigentlich werden? Ist man erst einmal so weit, kann man sich auch an den Physikunterricht der 9. Klasse (!) erinnern und das Ganze zumindest mit brauchbarer Genauigkeit überschlagen und dann gleich einen geeigneten Lack auswählen. Man kann natürlich auch nach der "trial and error" Methode mit dem Tuschkasten anfangen und ratlos sein, wenn es dann nicht funktionert :smile:



Ps. @ alle - Ich staune nur immer wieder, wie in unserer heutigen, hochtechnisierten und komplexen Welt, in der nun überhaupt nichts mehr ohne "Tafelwerk" und Berechnung möglich ist, die Menschen diesen Umstand zunehmend und beständig negieren, bzw. diesen sogar herabwürdigen - also quasi das Denken an sich als Lösung für irgendwelche Probleme ablehnen - zumindest dann, wenn es weiter reichen muss, als das gewohnte von Zwölfe bis Mittag :oops: .
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Dienstag 18. Dezember 2018, 14:41

Ich habe die Trommeln strahlen lassen und 1K Bremssattellack (0815) aus der Dose genommen.
Schlechter als die DDR Rostschutzfarbe kann der auch nicht sein...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon Mossi » Dienstag 18. Dezember 2018, 14:56

Wobei der Bremssattel in erster Linie mit Strahlungswärme konfrontiert wird, während die Bremstrommel selbst das wärmeführende Teil ist. Da wäre das Ankerblech noch eher ein Äquivalent.

Einfach mal den Großglockner runterhuschen (da reichen auch Personen Besetzung) und dann am nächsten Tag mal kucken, was der gerippte Bremsheizkörper so sagt....

Generell hält Lack auf korrodierten Oberflächen nur schlecht. Und auf rostigen, z.T. Hochtemperaturkorrosion ausgesetzten Teilen noch weniger.

Ich habe zwei mein Tabellenbuch noch in Handreichweite stehen, frische aber am Physikunterricht der der weiterführenden Schule der Kinder Dinge auf, die ich nicht nur lange vergessen, sondern auch schon schön verdrängt habe.
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon mzler-gc » Dienstag 18. Dezember 2018, 15:06

Hier kann ich auch mal was beitragen :smile:

Ich hab am Skoda "Schwarzer Peter" von Eckard genommen https://goo.gl/images/2g4r4e Einsatz bis 140°C. Hab ich aber offensichtlich noch nicht erreicht, da seit vielen 1000km dort keine Blasen oder ähnliche Spuren zu sehen sind. Funktioniert auch gut auf rostiger Oberfläche, die nur mit der Drahtbürste saubergemacht wurde...

Brantho Kurrux scheint aber auch zu gehen laut Datenblatt. Hab es noch nicht probiert.

Kann mir aber vorstellen, dass durch die hohe Schichtdicke der Lack bei Temperatur zu schmieren anfängt und das Anzugsmoment der Radschrauben verloren geht... Dann doch lieber die dünne Schicht vom Schwarzen Peter...

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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon mick » Dienstag 18. Dezember 2018, 16:36

nun wie immer gibt es viel Meinungen und wie immer muß jetzt der "arme Zivilist" selbst entscheiden, worüber die Fachleute sich nicht einigen können.

Da ja vorher garnix drauf war und es abgesehen von der Optik (die unter den Felgen eh niemand sieht) keine Probleme gab, werd ich es im allgemeinen Brantho-Rausch halt dünn mit anmalen.

Danke fürs Feedback

Gruß mick
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Tobias
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Re: Bremstrommeln lackieren

Ungelesener Beitragvon Tobias » Dienstag 18. Dezember 2018, 21:49

Brantho-Korrux kannste ruhig nehmen. Hält am Trabant schon ewig. ( auch nach 300km Fahrt zu Treffen mit Wohnanhänger und Gepäck)
Was nicht passt,wird passend Poliert


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