Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

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Hanner
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Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Hanner » Montag 23. Mai 2016, 22:23

Hallo,

Hatte meine Bremsen mit Bremsenreiniger bearbeitet, dabei haben auch die Beläge etwas abbekommen.
Sie waren mit Bremsflüssigkeit benetzt.
Trotz gründlicher Reinigung haben sich die Beläge nach kurzer Zeit zersetzt. Ich war ganz schön erschrocken.
Deshalb wollte ich das mal mitteilen und fragen, ob das bekannt ist?
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Montag 23. Mai 2016, 23:19

Hanner hat geschrieben:.... und fragen, ob das bekannt ist?

ja.
bremsbacken, die mit bremsflüssigkeit oder öl oder ähnlichem kontakt hatten lassen sich nicht reinigen.
klingt komisch, ist aber so...

gruß

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Tobias
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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Tobias » Montag 23. Mai 2016, 23:22

Früher hat man die zur Not ins Feuer gelegt damit das Öl verbrennt wenns mal keine Neuteile gab. Gottseidank ist sowas heute nicht mehr nötig.

Wenn Bremsbacken mit Öl, Fett oder Bremsflüssigkeit benetzt wurden müssen Sie ersetzt werden
Was nicht passt,wird passend Poliert

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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Dienstag 24. Mai 2016, 16:43

Mir hat die hintere Radbremszylindern often geleckt. Die Leckage habe Ich mit geschleifte Zylindern gestoppen, und mit Papiere die Bremsbakken abgetrocken und mit Schleifpapiere der Oberfläche geschlieft. Natürlich gibt es noch Bremsflüssigkeit darin. Dafür wechselte Ich ein Bremsbacke von links zum recht, und gewöhlich habe damit gelunget der TUV zu bekommen. Man sollte alle Bremsbakken mit Schleipapiere schliefen, da ein geschliefte Bakken haben grössere Friktion als ein eingelaufene.

Natürlich sind das am besten neue Bremsbakken montieren.
Stig
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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon olaf » Dienstag 24. Mai 2016, 18:35

Tach

Bremsenreiniger wirt nicht zur Zerstörung (auflösung) füren.!!
Das ist mir in meiner über 30 Jährigen Schrauberzeit noch nicht vorgekommen.
Beim abbrennen werden die Beläge hart (verglasen) und können nicht mer richtig bremsen.
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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 24. Mai 2016, 22:02

Warre 1000 hat geschrieben:Mir hat die hintere Radbremszylindern often geleckt. Die Leckage habe Ich mit geschleifte Zylindern gestoppen, und mit Papiere die Bremsbakken abgetrocken und mit Schleifpapiere der Oberfläche geschlieft. Natürlich gibt es noch Bremsflüssigkeit darin. Dafür wechselte Ich ein Bremsbacke von links zum recht, und gewöhlich habe damit gelunget der TUV zu bekommen. Man sollte alle Bremsbakken mit Schleipapiere schliefen, da ein geschliefte Bakken haben grössere Friktion als ein eingelaufene.

Natürlich sind das am besten neue Bremsbakken montieren.


Zur Schleiferei sei erwähnt, dass die DDR-Bremsbacken fast alle Asbesthaltig sind und damit auch der Abrieb Asbest mit den allerbesten Voraussetzungen zur Krebserzeugung enthält, da schön zermalen und in optimaler Aufwirbel- und Einatemkonsistenz...

Ich nehme die Backen selbstverständlich trotzdem, achte aber darauf, das Zeug nicht aufzuwirbeln sondern spüle es ab. Schleifen und Feilen an den Belägen verkneife ich mir daher - wenn, dann unter Wasser.
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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Dienstag 24. Mai 2016, 22:16

Wartburgbauer hat geschrieben:...Zur Schleiferei sei erwähnt, dass die DDR-Bremsbacken fast alle Asbesthaltig sind und damit auch der Abrieb Asbest mit den allerbesten Voraussetzungen zur Krebserzeugung enthält, da schön zermalen und in optimaler Aufwirbel- und Einatemkonsistenz...

Die feinen Asbestteilchen setzen sich in der Lunge ab und zerstören dort das Lungengewebe. Grundsätzlich sollte man an der Bremsanlage im wahrsten Sinne des Wortes, keinen großen Staub aufwirbeln. Wer einmal erlebt hat wie Leute die Jahrzehnte lang beruflich mit Asbest gearbeitet haben nach Luft schnappen, der ist beim nächsten Bremsenwechsel sicher vorsichtiger. Sicherlich macht immer die Dosis das Gift, aber Obacht beim Umgang an der Bremsanlage schadet nicht.

Gruß Maddin

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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Mittwoch 25. Mai 2016, 16:49

Wo der Bremstrommel an der Fussboden gelegen hatte, sehen Ich immer ein Ring von Staub. Das schlechtes sind eine Trommelbremse abbläsen so der Staub virvelt überalles. Ich schleife der Brembakken bei hand. Richtig doch, das man etwas vorsichtig gewesen sollte.
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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Sonntag 12. Juni 2016, 23:45

früher haben wir Bremsbeläge, die mit Bremsflüssigkeit getränkt waren, mit warmen Wasser (80-90°C) abgewaschen. Hat mit der damals verwendeten Bremsflüssigkeit funktioniert. Fakt ist, das beim Abspülen mit warmen Wasser sicher Staubbestandteile gebunden werden. Ob die Methode bei heutigen Materialien funktioniert, habe ich auch noch nicht probiert-
in diesem Sinne

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D. Grau

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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Montag 13. Juni 2016, 17:54

Das klingt jedenfalls logisch. Bremsflüssigeit ist hygroskopisch, sie verbindet sich also mit Wasser. Wenn man sie viel Wasser aussetzt, müßte man sie wegkriegen. Ich nehme trotzdem lieber neue Backen, das ist ja kein Problem.
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!

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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Schrauber » Montag 24. Oktober 2016, 00:51

Kein Bremsenreiniger!
Warmwasser+ Geschirrspülmittel!!!
Ab ins Geschirrspülbecken mit den Teilen!
Mutti wird meckern, aber es funktioniert!!!
Hat mir ein alter Trabant-Meister empfohlen.

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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon olaf » Montag 24. Oktober 2016, 17:22

Das Risiko ist mir da zu groß :!:
Dazumal repariere ich ja auch Autos von anderen Menschen.
Man bedenke: Zu D.. Zeiten gabs ja nüscht und man war gezwungen was zu machen/zu organisieren.
Heute reicht eine Mail oder ein Anruf , und die Teile kommen .
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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 24. Oktober 2016, 17:56

Im Barkasforum fand sich vor kurzem ein Beitrag, wo geschildert wurde, dass es bei Bremsbelägen bzgl. der möglichen Reinigung einen wesentlichen Unterschied gibt. So soll Bandmaterial (von der Rolle) sich "vollsaugen" und im Gegensatz zu vorgefertigten, gepressten Einzelbeläge sich nicht wieder säubern zu lassen. Das deckt sich eigentlich mit meinen Erfahrungen von früher, wo wir durch Bremsflüssigkeit verunreinigte Backen eigentlich immer mit Waschbenzin oder heißem Wasser wieder gesäubert und nach leichtem Überschleifen problemlos weiter verwendet haben. Warum sich Bremsbacken nun bei Verwendung von Bremsenreiniger zersetzen sollten, -nixwissen-. Die chemische Zusammensetzung der einzelnen Reiniger ist je nach Produkt sehr unterschiedlich, vielleicht mal mit einem acetonfreien Produkt versuchen?

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Re: Bremsbacken mit Bremsenreiniger gereinigt

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 24. Oktober 2016, 18:44

Meines Erachtens ist der Anfangsbeitrag undeutlich geschrieben, kann man so und so verstehen.
Kann man so verstehen, daß die Bremsbeläge sich auflösen bei Kontakt mit Bremsflüssigkeit
und / oder Kontakt mit Bremsenreiniger.
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."


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