Heizregister defekt und einige Änderungen

Kühler, Thermostat, Luftaustausch, Innenraumbelüftung etc...

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WABUFAN
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Heizregister defekt und einige Änderungen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 21. Februar 2007, 18:13

Heute wollte ich in die Werkstatt und was ist das für ein Pfütze unter dem Warti ( Inkonstinenz ... ) ?
Der Ausglichsbehälter ist leer und eine grüne Spur am Zulauf des Heizregisters.
Also in den Keller und das neue Register geholt und destilliertes Wasser.
1,5 Liter eingefüllt und nach 10 km waren noch einmal 1 Liter nötig.
In der Werkstatt dann alles demontiert. Aber wie komme ich an die Muttern an der Stirnwand, wenn ich den Deckel vom Wärmetauschergehäuse abschraube ?
Dann das Register angesehen. Alles Klar, ein Fall für den Lötkolben.

Heizregister_defekt.jpg

Nun da das Register herraus war, ergab sich gleich die Möglichkeit einer Änderung.
Mir war aufgefallen, das die Heizleistung viel stärker ist, wenn das Gebläse ab 40 km/h nicht mehr läuft. Die Gelegenheit genutzt und die beiden Bleche entfernt.

BlecheDrin.jpg

Wenn das Gebläse läuft, wird nur die Wärme des mittleren Teiles des Registers genutzt ( ca. 50 % ), da das Gebläse die Luft nur aus diesem Teil ansaugt. Um die gesammte Länge des Heizregisters zu nutzen mussen die Bleche weg. Bedenken hatte ich wegen der Stabilität des Wärmetauschergehäuses - aber mit dem Heizregister ist es Stabil.

BlecheWeg.jpg

Die Flecks ( oder Flexs ? ) erledigte das in 5 Minuten.
An den Enden des Registers habe ich dann Streifen 1 cm breit von Schaumpolistrol um das Register gelegt, damit bei Erschütterungen die Blechkanten des Gehäuses nicht an dem Register schaben.
Dann alle montiert, beschlaucht und die Luft mit Kühlerbrühe ersetzt.
Auch die 3 PC-Lüfter sind wieder an ihrem Platz. Obenauf kommt noch das Schutzgitter.

TauscherFertig.jpg

Dann zur Probefahrt. Und ich habe den Eindruck, es ist eine Besserung eingetreten. Man riecht die stärker erhitzte Luft ...
Bei ca. + 5°C Aussentemperatur hatte ich den Eindruck, das im Stand und vollen Touren des Gebläses die Luft wärmer wurde. Auf den 20 km Rückfahrt wurde mein Eindruck auch bestätigt.
So sollte es auch sein.
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Tobias Yello' Thunder
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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Mittwoch 21. Februar 2007, 18:45

Wenn Du das gelötet kriegts, biste gut! Aber als Betriebselektriker sollte man ja mit dem Lötkolben schon fast verheiratet sein... :lol:
Mir ist es damals [tm] nicht gelungen, das Leck dicht zu kriegen. Vielleicht habe ich den Kram nur nicht richtig trocken gekriegt.
Wegen der Lüftung: Das entfernen der Bleche im Heizungstauschergehäuse ändert am Luftdurchsatz meiner Meinung nach nichts, weil Du ja ohnehín schon die drei Lüfter auf dem Lufteinlauf sitzen hast. Beim Originallüftermotor könnte das schon anders aussehen.
Die ganze Geschichte ist meiner Meinung nach ohnehin total am Leben vorbeikonstruiert, weil die Hälfte der Luft vom Wärmetauscher nur durch Staudruck durch die äußeren Teile des Verteilerkastens bewegt wird.
Ich habe das damale mit einem Golflüfter und einem selbstgebasteltem Trichter gelöst. Auch nur suboptimal, weil da ja der Querschnitt auch recht eng ist, aber immerhin funzt es einigermaßen. Kann man sich bei Peter auf der Homepage ankucken.

Tobias
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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 21. Februar 2007, 20:53

Tobias,

[ Wäre ich mit dem Lötkolben verheitatet, dann müsste ich " vorher die Strassenseite wechseln " ! Der Lötkolben ist mein Freund mit manch heisser Begegnung - nicht mehr .... ]

Eigendlich ist die Löterei kein Problem, würde da eine neue Vorschrift seit 01.01.2007 zur Verwendung von bleifreiem Lötzinn nicht ein Stolperstein sein ....
Die 3 PC-Lüfter nutze ich eher beim Stillstand. Sie sind leise und der Luftstrom reicht für eine beruhigende Zigarette - die fällt aber wohl auch demnächst weg ....
Der gewonnen Platz im Gehäuse wäre ja nun mit einem Walzenlüfter auszufüllen. Schauen wir einmal, aber wie ich schon schrieb, die Luft ist eindeutig heisser.

[ Dieser Beitrag entstand mit Hilfe heisser Luft .... ]
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Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Donnerstag 22. Februar 2007, 07:40

Kinder betet! Vater lötet!

meine Kühler und Heizungskühler löte ich mit weicher Flamme und ganz normalen Stangenzinn den es zu DDR Zeiten gab. Als Lötwasser hatte ich letztens welches, das Dachdecker nehmen für Kupferdachrinnen, das ging einwandfrei. Nur sauber muß der Untergrund sein.

Wenn das Lötzinn dem Ende entgegenkommt, kann es aber mal riechen nach Horn wie beim Hufbeschlag, weil die Fingernägel nicht unbedingt wärmeresistent sind :D
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
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Lötkolben Delta R 80 von 1980

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 22. Februar 2007, 10:25

Gehört eher in - zur musealen Technik ...

Im Jahre 1980 brachte die DDR einen elektronisch geregelten Lötkolben DELTA R 80 herraus. Die maximale Leistung war 50 W. Die Temperatur lies sich von 200°C ... 400°C einstellen. Die Anheizzeit war mit 45 Sekunden sehr kurz. Der Kaufpreis 135,00 Mark ( EVP ).

Ltkolben_DeltaR80.jpg

Die Regelelektronik ist auf einer Leiterplatte im Griff untergebracht.
Eine LED zeigte die Heizphase an. Um die Temperatur zuhalten, leuchtet sie aller 5 Sekunden auf.
Damit habe ich Telefonverteiler gelötet. Das waren 80 Lötstellen in Folge. Ein 60 W Lötkolben schaffte das gerade so.
Meiner funktioniert heute noch und die Temperatur steht auf 300°C.
Hier noch einmal die Leiterplatte. Alles konventionelle Technik und jederzeit zu reparieren. War aber bis heute nicht notwendig.

Ltkolben_DeltaR80_LP.jpg
Zuletzt geändert von WABUFAN am Donnerstag 22. Februar 2007, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitragvon Nordmann » Donnerstag 22. Februar 2007, 12:22

He schön den Lötkolben habe ich auch !!! Und er geht bis heute- war eben doch nicht alles so schlecht was in der DDR hergestellt wurde :smile:
Aber zum Heizungskühler. Mein 353er hat auch immer mal ein Pfützchen gemacht. Ausgebaut, nachgeschaut - in einem Wort: morsch ! Er hatte mehere kleine Stellen die undicht waren weil bei der Verarbeitung mit Zinn gespart wurde. Dewegen habe ich meinen hier zu einer Firma gebracht die sich auf die Reperatur von allem was mit Kühlern zu tun hat hingebracht.
Als Hilfe: Firma Bosemann in Rostock /Strandstraße für die Leute die hier im Großraum HRO / DBR ansässsig sind... .
Naja hat zwar 55 Euro gekostet aber dafür ist anständig (mit Garantie) gearbeitet worden und sogar neuer Lack in schwarz ist raufgekommen :smile: . Vielleicht gibt es bei Euch ja auch so eine Firma. Spart jedenfalls 'ne Menge Zeit... .
Für ein Menschen, der weiß, welches Ziel er anstrebt, gibt es immer einen günstigen Wind.

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Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Donnerstag 22. Februar 2007, 17:52

Schön, dasses bei Dir noch jemanden gibt, der so was kann. Die heutigen "Kühlerdienste" (ich schreib das mal mit Absicht in Gänsefüßchen) können ja vielleicht maximal noch einen Plastikkühler wechseln. Dann hört es aber auch ganz schnell auf. Löten - könn' wir nich, ham wir noch nie gesehen.
Leider ist Rostock dann doch etwas weit für die schnelle Notreparatur.

Tobias
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 1. April 2009, 18:50

Das nächste defekte Heizregister habe ich seit dem 21. Februar 2007 um 18:13 Uhr ( 451.880 Km ) heute erlebt.
Der Motor verlor Kühlwasser. Also auf den Parkplatz, der in der Nähe war.
Und wer steht dort ?

PeterEscher_010409.jpg

MDR-Fernsehen - Donnerstag 20:15 Uhr - Ein Fall für Escher - hatte einen Termin auf dem Landesgericht.

Nun also festgestellt, das das Heizregister defekt ist. Nach 5 Minuten Motorenlauf fehlten wieder 0,25 Liter Brühe.
Also das Heizregister aus dem Kreislauf genommen.
Zum Glück habe ich ein stückchen Schlauch passendem Innendurchmesser einstecken.

NotVerschlussKühlsystem_1.jpg

Aber wie die andere Seite verschliessen ?
Da war guter Rat gefragt. Mein Blick fiel auf eine Drogerie und mit dem stückchen Schlauch erschien ich dort und klapperte alle Regale ab. Nach langem Suchen habe ich für 1,79 Euro einen Verschluss erhalten. Den Rest an der Plaste verschenke ich an eine nette Dame ...

NotVerschlussKühlsystem_2.jpg

Da ich morgen in der Werkstatt bin, versuche ich den Schaden weich zu Löten. Hoffendlich klappt das.
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon fredi » Donnerstag 2. April 2009, 13:32

Ich habe das auch alles durch und für diesen Fall immer zwei Korken nebst Schlauchschellen dabei.

Hab dann das Register löten lassen. Beim Abdrücken unter Wasser mit Pressluft kam raus, dass es irgendwo noch minimal leckt, aber der Prüfdruck war mit fünf bar recht hoch und wird so in der Wartiheizung sicher nicht erreicht, kommt also beim nächsten mal wieder eingebaut.
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 2. April 2009, 19:54

Heute das Heizregister getauscht.
Erst einmal ein Probebetrieb - man weis ja nie ...

Heizregister_Probe.jpg

Dann noch einmal zur Sicherheit alles kontrolliert.

Heizregister_Trocken.jpg

Alles trocken und nun der Einbau.
Dabei habe ich den Vorlaufschlauch zum Heizregister verlängert.

Heizregister_Vorlauf.jpg

Ich verspreche mir damit, das Schwingungen vom Motor nicht mehr auf das Heizregister / Schlauchanschluss übertragen werden.
Der Kühler hinter dem Motor war da eine Stütze - beim Frontkühler gibt es die nicht.

Das defekte Heizregister habe ich dann zur Firma
Neumann - Kühlerreparatur gebracht.
In der Wiesenstrasse 1 in 04821 Polenz ist er zu finden.
Telefon : 034292 - 73490 und von 09:00 ... 16:00 Uhr zu erreichen.
Von der Autobahn A 14 Richtung Dresden Ausfahrt Kleinpösna, 7 km von der Ausfahrt entfernt.
Also sehr gut erreichbar.
Er sagte gleich - von einem 353er ....
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon unteroffizier » Freitag 3. April 2009, 21:50

Andreas, zu DDR-Zeiten gab es sowas bei Frontkühlern oft. Ganz wichtig ist hierbei ein weicher Schlauch, da sonst- wie du richtig geschrieben hast- durch die Schwingungen das Lot bricht.
Grüße aus dem Sachsenland
Allzeit gute Fahrt!
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Freitag 3. April 2009, 22:21

Was ich auch schon mal gesehen habe, ist eine Abstützung des Schlauches, die an der Halterung des Bremsverteilers mit festgeschraubt wurde. Hält sicherlich die Schwingungen auch vom Heizer weg.

Tobias
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 29. April 2009, 18:59

Heute das reparierte Heizregister in Polenz abgeholt.

Heizregister_Rep_1.jpg

Nettes Gespräch und vor meinen Augen abgedrückt / vorgeführt. Das Register ist bei 1,5 bar dicht.

Heizregister_Rep_2.jpg

Und für 35,- Euro für diese Arbeit ein solieder Preis.

Heizregister_Rep_3.jpg

Gleich noch ein wenig über den Sinn philosophiert, den Zulauf zum Register unter den Rücklauf und Absperrhahn zu verlegen und dazwischen eine Kupferplatte einzubauen.
Seiner Meinung nach würde das nun im Gegenstromprinzip arbeitende Heizregister erheblich mehr Wärme umsetzen. So beim 1.3er Wartburg realisiert.
Der Vorlaufschlauch ginge dann vom Motor um den Luftfilter unter den Absperrhahn und neuen Zulauf des Registers.
Das wäre kein Problem sagte Herr Neumann. Ein weiters Register übergeben. Umbaupreis : ca. 60,- Euro. Dieser Versuch ist mir das Geld wert.
Über die Vergleichsmessungen werde ich weiter berichten.
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 15. Dezember 2009, 13:18

Heute das geänderte Heizregister abgeholt.
Preis : 35,- €

Heizregister_Umbau_0.JPG


Heizregister_Umbau_1.JPG


Die rechte Seite und der gewohnte Zulauf fehlen. Die Entlüftung bleibt am gewohnten Platz.

Heizregister_Umbau_2.JPG

Man sieht die Änderung.
Zur Verbesserung der Heizleistung ist ein Gegenstrom der Kühlerbrühe günstiger.
Somit musste der Zulauf vom Motor auf die andere Seite verlegt werden. Der Zulauf fand Platz unter dem Absperrhahn.
In der Mitte zwischen Absperrhahn und Zulauf ist ein Trennblech.
Die Kühlerbrühe flisst vom Zulauf unten ( dort wird das Register am wärmsten ) nach rechts und die schon etwas abgekühlte Brühe erwärmt die einströmende Luft beim fluss nach links.
Herr Liebig hatte ja schon den Liebigkühler erfunden und das war meine Grundlage.

Sollte mein Versuch positiv sein, wäre das auch im Hochtemperatursommer vorteilhaft ....
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Dienstag 15. Dezember 2009, 18:53

Hallo,

paßt denn das Heizregister vom 1.3er?Dann könnte man sich ja die Umbaurbeiten sparen.Habe mich damit noch
nicht beschäftigt.
Zuletzt geändert von Hanner am Mittwoch 1. Februar 2012, 10:24, insgesamt 1-mal geändert.
Freundliche Grüße
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Dienstag 15. Dezember 2009, 22:45

Paßt nicht. Komplett anderes Format.

Tobias
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon Hanner » Dienstag 15. Dezember 2009, 23:06

Hallo,

Danke.
Zuletzt geändert von Hanner am Mittwoch 1. Februar 2012, 10:24, insgesamt 1-mal geändert.
Freundliche Grüße
Hanner



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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 18. Dezember 2009, 19:50

Heute waren -10°C in Leipzig.
Nach getaner Arbeit musste ich vor Ort bleiben.
Und was lag da näher, die Temperaturen zu messen.
Nicht sehr genau, aber erst einmal ein Anhaltspunkt.
Den Motor auf Betriebstemperatur gebracht. Das dauert ....

TemperaturNormal.JPG

Bei den Temperaturen dauerte das ca. 25 min !
Die einströmende Luft über der Motorhaube hat -10°C. Gemessen habe ich die ausströmende Luft in den Fussraum. Dabei habe ich +40°C gemessen.
Eine Temperaturdifferenz von 50°C bei hoher Gebläsedrehzahl und den entfernten Trennblechen im Wärmetauschergehäuse.
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 20. Dezember 2009, 07:35

Gestern hatte ich den Temperaturfühler für mein VOLTKRAFT Multimeter ME - 22 TrueRMS ( und für PC-RS 232-Anschluss geeignet ), mitgenommen.
Nun wollte ich es genau wissen.
Zuerst den Motor auf Betriebstemperatur gebracht.

TEMP_MOTOR_IST.JPG

Ich messe neben dem Thermostat 90°C. Dabei ist die Schraube des Thermostat nach links bis Anschlag gedreht. Das Temperaturmessgerät ( Bild im vorherigen Beitrag ) zeigt das an. Wird also stimmen ...
Dann die Zulauftemperatur der Kühlerbrühe am Heizregister gemessen.

FÜHLER_HZREG_VORLAUF.JPG

Dabei messe ich eine Temperatur von 89°C. Verlust am Schlauch oder Anzeigewert ± 1 Digit ?

TEMP_HZREG_VORLAUF.JPG

Gleich den Rücklauf gemessen.
Hier der Fühler - leider von mir etwas " verrissen " ....

FÜHLER_HZREG_RÜCKLAUF.JPG

Und die Temperatur ergibt 76°C.

TEMP_HZREG_RÜCKLAUF.JPG

Ich musste mich beeilen. Die Temperatur in den Fussraum habe ich mit 55°C festgestellt.

LUFTAUSTRITT_FUSSRAUM.JPG

Dabei läuft der Motor bei ca. 2.000 U/min und das Gebläse auf vollen touren.
Während ich diese Werte aufschreibe, sehe ich auf die Temp - Uhr ...

TEMP_70°C.JPG

... und lese nach ca. 5 Minuten 70°C ab !
So viel Leistung zieht das Heizregister an Motorenwärme ab. Da staune ich selber. Wie gesagt, bei - 10 °C Lufteintrittstemperatur am Heizregister !

Unter diesen Bedingungen hat das Register die - 10 °C kalte Luft auf 55 °C aufgeheizt, was einer Temperaturdifferenz von 65°C entspricht. Dabei hat die Kühlerbrühe sich von 89°C auf 76°C abgekühlt. Das sind 13°C.
Denkt man an die Sätze der Thermodynamik ( siehe http://www.pctheory.uni-ulm.de/didactic ... LT/HS1.HTM ), dürfte man hier die Aussage der zu geringen Luftmenge durch das Register feststellen. Und das heisst, alle Querschnitte für die Luftdurchströmung vergrössern. Dann erst hat die Rücklaufbrühe in etwa 55°C.
Das Register kann mehr - wird aber nicht vollständig genutzt.

Diese Messung werde ich wiederholen, wenn das umgebaute Heizregister eingebaut ist.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Detlef Grau
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 21. Dezember 2009, 09:58

Hochinteressant Andreas :smile:

Und! Man sieht, im Dienste der Wissenschaft muß man auch manchmal eine Dicke Jacke anziehen ( bei den Außentemperaturen!) .

Danke für diesen Beitrag
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 21. Dezember 2009, 17:12

Die dicke Jacke brauchte ich heute.
Einbau des umgebauten Heizregisters.
Bei -10°C Aussentemperatur macht das nicht viel Spass ... !
Dafür waren die Messbedingungen identisch.
Also das Teil eingebaut.

Motorraum_2.JPG

Gewöhnungsbedürftig die rechte Seite - irgend wie fehlt da ein Schlauch.

Motorraum_1.JPG

Der originale Schlauch war zu verlängern und der neue Schlauch liegt zu Hause - also die derbe, russische Methode von einem 2.500,- Euro-Auto ...
Dann die Brühe drauf und erst einmal den Motor beim Mittagessen warm laufen lassen.
Die Heizung war öffen und somit grösstenteil entlüftet. Die Restluft herraus.
Dann die Messungen :

- Luftansaugtemperatur : -10°C
- Motortemperatur : 90°C
- Gebläse hohe Drehzahl.
- Motor auf 2.000 U/min mit Handgas

Gleich die alte Zulaufseite gemessen und ...

Temperatur_HRegist_Rechts_73.JPG

... was nicht verwundert.
Also den Rücklauf im Absperrhahn gemessen ...

Temperatur_HRegist_Rücklauf_55.JPG

... und es werden 55°C angezeigt !

Gleich mal noch die Luftaustrittstemperatur im Fussraum anzeigen lassen :

Temperatur_Fussraum_65.JPG

Nicht zu glauben : Ein Gewinn von +10°C im Vergleich vor der Änderung !

Und die Temp-Anzeige geht noch schneller in Richtung kälter.
Auf der Rückfahrt und bei einer roten Ampel genau zu sehen. In 3 Minuten von 90°C auf 70°C fällt der Zeiger ....

Das Ende der Fahnenstange erreicht ?

N E I N !


Wenn die Motordrehzahl über 3.000 U/min geht, legt die Heizung erst richtig los. Da könnte eine elektrische Hilfspumpe eine gute Unterstützung sein.
Und will man es noch wärmer, dann das Schutzgitter vom Wärmetauscher entfernen, die Haubendurchbrüche mit Lappen verstopfen und die Motorwärme wird angesaugt. Die Abgasanlage sollte aber geruchsfrei sein, ansonsten war es die letzte warme Fahrt ....

Weiter Änderungen :

Der Anschluss der Vergaserflanschheizung wird mit aus dem Zylinderkopf entnommen. Genau an der Stelle, wo es zum Heizregister geht. Das vermindert den Volumenstrom der Kühlerbrühe zum Heizregister.
Die Vorwärmanlage wie bei den 1982 ... 1985er Modellen mit JIKOV - Vergaser an der Motorseite entnehmen.
Den Durchfluss im gesamten Kühlsystem kann man erhöhen, wenn man die Riemenscheibe für die Wasserpumpenwelle vom 900 cm³ - Motor nimmt. Diese ist im Umfang kleiner und erhöht die Drehzahl der Pumpenwelle. Der Nachteil : Bei hohen Drehzahlen wird die Gleitringdichtung in der Wasserpumpe undicht. Es suppt aus dem Ablaufloch nach dem Lager.

Das Heizregister besteht aus 4 übereinander angeordneten quadratischen Verbindungen zwischen rechter Seite und linker Seite.
Im Gegenstrom wird die kältere Seite ( oben ) von der Unterseite zusätzlich auf geheizt. Dafür sind die senkrechten Blech verantwortlich.
Wenn die getrennt werden, unterbleibt der Wärmeaustausch.

HeizregisterUmbau_1.JPG

Hier im Bild mit einem roten Strich zusehen.

HeizregisterUmbau_2.JPG

Ich mache mir auch Sorgen, wenn die so heisse Luft an die Frontscheibe kommt.
Wärmespannungen und der Bruch der Scheibe wären nicht auszuschliessen. Nur wann passiert so ein Mahleur ?
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Montag 21. Dezember 2009, 18:38

Klasse! Das hat sich gelohnt! :lol:
Beste Grüße
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon ossiholgi » Montag 21. Dezember 2009, 18:57

WABUFAN hat geschrieben:
Das Ende der Fahnenstange erreicht ?

N E I N !


Wenn die Motordrehzahl über 3.000 U/min geht, legt die Heizung erst richtig los. Da könnte eine elektrische Hilfspumpe eine gute Unterstützung sein.
Und will man es noch wärmer, dann das Schtzgitter vom Wärmetauscher entfernen, die Haubendurchbrüche mit Lappen verstopfen und die Motorwärme wird angesaugt.



...und nach Durchführung aller änderungen dient Andys Wartburg als neues heizkraftwerk für Leipzig-Nordost!! :D

In diesem Sinne

Holger, der auch ungern im Auto friert!
Jetzt bin ich 47, aber ich habe die Kraft der drei Kerzen!

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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Mittwoch 23. Dezember 2009, 08:06

Ich mache mir auch Sorgen, wenn die so heisse Luft an die Frontscheibe kommt.

Besteht nicht eher die Gefahr, daß sich die ganzen Lüftungsteile aus Plaste verformen?
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 25. Dezember 2009, 05:27

Dachte ich zu erst auch.
Nur die Luft kann nicht heisser werden, wie maximal die Kühlerbrühe. Die hat bei mir 90°C.
Das ist damit auch die maximale Luftaustrittstemperatur.

Was mir aber noch aufgefallen ist, das nach dem Zuschalten des Heizregisters ein Schwung Kondenswasser sich an der Frontscheibe nieder schlägt.
Dem begegne ich zur Zeit, in dem ich vor dem Parken die Heizung abschalte und mindestens 5 Minuten das Gebläse auf vollen Touren laufen lasse, damit das Heizregister abkühlt. Andernfalls bildet sich Kondenswasser, was bei der nächsten Fahrt mit Heizung an der Frontscheibe zu sehen ist.
Das folgende Bild belegt das und auch die Verteilung der Luft zur Frontscheibe.

FrontScheibe_Luftführung_1.JPG

Das Bild entstand mit geschlossenen Luftdüsen ( die rechte erhält eh zu wenig Luft ) und geschlossener Klappe zum Fussraum.
Nicht sehr wirkungsvoll und der Abriss der Luftströmung deutlich zu sehen.

FrontScheibe_Luftführung_2.JPG

Besonders bei Temperaturen um die 0°C und gelaugter Strasse friert die hochgewirbelte Lauge an der Frontscheibe an, was eine wirkungsvolle Frontscheibenheizung erfordert ...
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon mario » Mittwoch 6. Januar 2010, 12:20

Interessant! Merkst Du auch in der Praxis einen Unterschied ?

WABUFAN hat geschrieben: ... Bei hohen Drehzahlen wird die Gleitringdichtung in der Wasserpumpe undicht. Es suppt aus dem Ablaufloch nach dem Lager. ...


Aber zu Deiner Aussage :
Der Nachteil : Bei hohen Drehzahlen wird die Gleitringdichtung in der Wasserpumpe undicht. Es suppt aus dem Ablaufloch nach dem Lager.
... denke ich, dass Du da mal Pech hattest. Die werden wohl nicht so grenzwertig konzipiert sein. Und die getunten Tuner fahren ja generell mit höherer Drehzahl.
Für mich interessant ist der Effekt, dass ich mich im Winter mit Heizproblemen und im Sommer mit Kühlproblemen beschäftige. Klingt erstmal logisch, nur, dass ich es so auf die lange Bank schiebe (zu kalt, zu schönes Wetter), dass das Problem bis zur nächsten Saison ausgesessen ist. Müsste eigentlich azyklisch verbessern, so dass man noch Zeit für den Feinschliff hat.
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 7. Januar 2010, 09:05

mario hat geschrieben: ... Interessant ! Merkst Du auch in der Praxis einen Unterschied ? ...

Definitiv ja. Der Innenraum wird schneller Warm.
Die Abkühlung des Heizregisters vor dem Parken ergibt wesentlich weniger Kondenswasser an der Frontscheibe beim Öffnen der Heizung.
Aber ich bemerke auch eine Abhängigkeit der Heizleistung von der Motordrehzahl.
Gleichfalls darf ich den Abspeerhahn der Heizung nicht schlagartig öffnen. Dann fällt die Temperatur von 75°C ( Zeigermittelstellung ) auf 55°C ( Zeiger mitte blaues Feld ) ab. Man muss also auch das Gebläse dosiert ein setzen.
Gleichfalls ist ein Thermostat mit Loch im Frontkühlermodell vorteilhaft. Damit fliest am geschlossenen Thermostat schon wenig Kühlerbrühe zur Wasserpumpe zurück und diese Menge Wasser wird ein wenig erwärmt. Beim Öfnnen des Thermostat fällt die Motortemperatur nicht so plötzlich ab und das könnte auch zum Pendeln der Temperatur führen. Der Zeiger schwankt von 90°C bis auf 60°C und das ständig. So etwas hatte ich bei - 18°C mit Kühler hinter dem Motor beobachtet.
Daher ist eine Pappe, die 2/3 des Kühlers verdeckt, für eine schnellere Erwärmung des Motors günstig.
Für den Lüfter und Kühler hinter dem Motor ist ein Lüfterflügel mit 2 Flügeln empfehlenswert und unter 0°C ausreichend ...
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 23. März 2010, 17:26

Der Sommer kommt und die Gedanken des Winters werden umgesezt.
Also heute erst einmal die Kühlerbrühe entfernt. Im Sommer ist das Verhältniss Glysantin zu destilliertem Wasser nur 9 : 1. Damit wird der Wärmeaustausch zwischen Motor und Kühler günstiger - die Kühlung ist effizenter.
Gleichfalls habe ich die Flanschheizung auf Modelljahr 1982 ... 1986 zurück gerüstet.
Eigendlich Unsinn und ein Rückschritt - aber warum ?
Die Flanschheizung wird ab Baujahr 1986 am Thermostat entnommen. Damit hat die Kühlerbrühe zur Flanschheizung die Motortemperatur - bei mir 90°C. Und jeder kennt trotz Pertinaxplatte zur Wärmeisolierung die Warmstartprobleme des Frontkühlermodell. Und wenn man den Anschluss am Thermostat verschliesst, erhöht sich der Wasserdurchsatz zum Heizregister, da die Flanschheizung nun vom Motorblock gespeist wird. Für den nächsten frostigen Winter eine weitere Messung wert ....
Also 2 Fliegen mit einer Klappe ....
Der Zufluss der Flanschheizung erfolgt nun wieder am Motorblock. Das Loch dafür hat meiner.

EntnahmeMotorblockFlanschheizung.JPG

Um die Brühe dort in den Schlauch zu bekommen, habe ich eine Schraube M 8 ( SW 17 ) durchbohrt mit einem 5 mm Bohrer.

SchraubeMotorblock.JPG

Da der Entnahmeanschluss am Thermostat entfällt, war das der Nippel für den Schlauchanschluss. Schraube und Nippel hart verlötet.

SchraubeNippelMotorblock.JPG

Am Thermostat eine Schraube mit Feingewinde eingedreht - den Anschluss verschlossen.

VerschlussEntnahmeFlanschheizung.JPG

Anschlissend den Rücklaufschlauch der Flanschheizung von der Wasserpumpe an den vorderen Anschluss der Heizung verlegt.

RücklaufFlanschheizungWasserpumpe.JPG

Der Vorlauf zur Flanschheizung geht vom Motorblock um den Vergaser an die Rückseite.

VorlaufFlanschheizungMotorblock.JPG

Im Bild rot den Schlauch markiert.
Also damit ist die Heizung zwischen Vergaser und Ansaugseite auch im Gegenstromprinzip.
Die heisse Kühlerbrühe ( nun ca. 70°C - die Erwärmung durch den Zylinderkopf entfällt ) strömt entgegen dem Gemischstrom. Die heisseste Seite ist am Motorblock - die abgekühlte Brühe in Vergasernähe.
Mal sehen, ob es nun noch Warmstartprobleme gibt.
Jedenfalls auf der Rückfahrt ( 25 km ) und kurzzeitigem Stand zum Einkauf bei 90°C - Motortemperatur sprang er sofort an.
Im letzten Sommer musste ich vor Abstellen des Motors das Heizregister zuschalten ...
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon mario » Dienstag 23. März 2010, 21:50

WABUFAN hat geschrieben: Und wenn man den Anschluss am Thermostat verschliesst, erhöht sich der Wasserdurchsatz zum Heizregister, da die Flanschheizung nun vom Motorblock gespeist wird.


M.E. nicht, da der Engpass am Eingang zur Pumpe ist(drinnen nur noch ca. 200qmm, entpr. einem 16er Rundloch!). Und die Flanschvorwärmung geht immernoch dort rein, muss sich den Durchgang mit dem Kühlerstrom teilen. Sehe ich aber nicht als Problem, da ich annehme, dass das "Flanschwasser" ebenfalls gut gekühlt wird.
Übrigens: Wie hast Du denn die Temp. gemessen? Hast Du Fühler, die Du in die Schläuche stichst? Mich interessiert dabei der Temperaturdifferenzvergleich im Sommer von Kühler und Wärmetauscher. D.h.: Wie stark wird im Sommer (>30°C) das Wasser im WT runtergekühlt (bei Fahrt)., wie stark im Kühler?
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Re: Heizregister defekt und eine Änderung

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 24. März 2010, 07:54

mario hat geschrieben: ... Wie hast Du denn die Temp. gemessen ? Hast Du Fühler, die Du in die Schläuche stichst ? Mich interessiert dabei der Temperaturdifferenzvergleich im Sommer von Kühler und Wärmetauscher. D.h.: Wie stark wird im Sommer ( > 30°C ) das Wasser im WT runtergekühlt ( bei Fahrt ), wie stark im Kühler ? ...

Dazu muss ich ein T-Stück für 2 x 28 mm Durchmesser und Temperaturfühler vom Motorblock anfertigen. Mit einem Umschalter kann ich dann die originale Temperatur anzeigen oder den Rücklauf vom Kühler.
Wie obe zu sehen, befestige ich den Temp - Fühler mit einer Schlauchschelle am Schlauch. Für Schätzwerte ....
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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