Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Rahmen, Federn, Querlenker, Bremsanlage, Haupt- und Radbremszylinder, Handbremse, Reifen, Umbau

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Pearse2
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Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Montag 4. März 2019, 19:15

Hallo,

auch wenn es übertrieben sein mag, von einem generellen Problem beim 311er zu sprechen, so sind mir doch in den vergangenen Jahren einige Leute begegnet, denen irgendwann in ihrer "Wartburglaufbahn" ein Achsstumpf der Vorderachse am 311er gebrochen ist.

Ich spreche hier wohlgemerkt nicht von gebrochenen Antriebswellengelenken, sondern von einem "Abschehren" des Achsstumpfes selbst, woraufhin sich Bremstrommel und Rad "selbstständig machen".
Die Erfahrungsberichte sahen glücklicherweise so aus, das besagtes Abfallen des Rades immer erst bei ausrollendem Fahrzeug oder gar im Stand geschah. Bei voller Fahrt wäre das kaum auszumalen. Bei den (um einiges filigraneren) Achsen der F8 war das Problem wohl noch verbreiteter.

Wo liegen die Ursachen?
Falsches Anzugsdrehmoment der Achsmutter (richtig sind wohl 16+3kpm=ca. 157NM) und ein nicht mehr voll tragender Konus in der Nabe wurden in einem thematisch andersgelagerten Thread im Dezember bereits als mögliche Fehlerquellen identifiziert.

Daher nun noch einmal meine Bitte, insbesondere auch an Nutzer wie "rallye311", "bic" und "Tobias", die im Rahmen des anderen Threads bereits sehr wertvolle Informationen und Bilder bereitgestellt haben, diese Informationen und Bilder hier noch einmal gebündelt und unter der richtigen Überschrift zu sammeln.
Und vielleicht können wir im Rahmen der Diskussion hier noch weitere mögliche Schadensursachen und Präventionsmaßnahmen identifizieren.

Vielen Dank!
Marc

P.S. Interessant wären auch einmal Bilder solcher Schäden, bisher kenne ich dergleichen (glücklicherweise) nur vom Hörensagen.

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Springter
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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Springter » Montag 4. März 2019, 20:25

Ich kann zwar jetzt nichts zur eigentlichen Fragestellung beitragen, mich würde an dieser Stelle aber auch brennend interessieren, weshalb das gerade im Stand oder bei ausrollendem Auto häufig geschah. Weil einmal war ich in so einer ähnlichen Situation live dabei:
B1000 wurde nach der Wende häufig stark beladen, ab und zu auch mal mit Hänger, sehr zügig (mitunter auch von mir -roll- ) auch über längere Distanzen bewegt. Das Auto wird nach einer solchen Fahrt (>100km) auf dem Hof abgestellt, soll aber unmittelbar danach aus dem Weg gefahren werden, springt aber nicht mehr an. Beim anschließenden WegSCHIEBEN bricht ein Achsstumpf ab :shock:
Ich habe das bislang für einen absoluten Glücksfall für den Fahrer gehalten, dass das nicht unterwegs passiert ist. Wenn ich aber jetzt so lese, dass das die typischen Situationen sind verwundert mich das doch.
Übrigens, Kommentar eines alten Kfz-Meisters danach: „Ja, das kommt schon mal vor“ :lol:

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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 4. März 2019, 20:54

Jopp, ist meinem Vater beim B1000 auch passiert. Allerdings beim ersten Westausflug 1989 in Pforzheim, beim (langsamen) Abbiegen, mitten auf einer mehrspurigen Kreuzung. Allerdings war auch der B1000 mit ca. 1m verlängertem Radstand, Koffer der beidseitig 25cm über das Fahrerhaus überstand und auch einen halben Meter höher war, recht üppig gefordert, mit Rennauto, Werkzeug, Rädern, Benzin, Ecksofa, und was man sonst so braucht im Koffer.
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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Butzemann » Dienstag 5. März 2019, 05:56

Bei mir ist das anno dazumal auch passiert, beim 59er Coupe mit 900ccm Motor. Das Auto stand auf dem Hof und als ich losfahren wollte tat sich nichts.
Beim anschließenden hochleiern per Wagenheber um nachzusehen was da los ist fiel das linke Vorderrad einfach ab-Achsstumpf gebrochen.

lg Gert

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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Pearse2 » Samstag 9. März 2019, 22:18

hmm...ich denke, dieses thema wäre wohl in der "fahrwerksabteilung" besser aufgehoben gewesen, oder? kann man den thread verschieben? danke.

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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 14. September 2019, 10:27

Man macht sich zu viele Gedanken.

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Ist (offensichtlich) auch gefahren. Und nicht abgebrochen. Dass es die halbe Bremsbacke weggeschliffen hatte, weil sie vorgeklappt war und an der Trommel seitlich schliff, steht auf einem anderen Blatt...
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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 14. September 2019, 19:20

Wartburgbauer hat geschrieben:Man macht sich zu viele Gedanken.

Bild

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Ist (offensichtlich) auch gefahren. Und nicht abgebrochen. Dass es die halbe Bremsbacke weggeschliffen hatte, weil sie vorgeklappt war und an der Trommel seitlich schliff, steht auf einem anderen Blatt...

Was willst Du denn, das Teil ist doch noch brauchbar! Ein bißchen entgraten, dann trägt der Konus bestimmt noch zu 75% und dem äußeren Radlager verpasst man mit ein paar untergelegten Lagen Alufolie wieder einen festen Sitz :shock: Sag mal, was war denn das für Kollege, welcher das Teil so hingeritten hat? Gehör- und gefühlos?
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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 15. September 2019, 11:25

Keiner weiß, wer den Wagen (56er Kabrio) zuletzt geschunden hat. Offenbar noch zu DDR-Zeiten, denn umgemeldet war er nie. Große Teile des Fahrzeuges zeigten sich aber in diesem Zustand...bloß gut, dass er eine AHK hatte, so konnte das Heck beim Öffnen des Verdecks nur wenige Zentimeter absinken.
Die vorgeklappte Bremsbacke VR war soweit weggeschliffen, dass der Druckstift vom RBZ nicht mehr auf die Bremsbacke gedrückt hat, sondern daran vorbei...
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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 17. September 2019, 11:18

Wartburgbauer hat geschrieben:Keiner weiß, wer den Wagen (56er Kabrio) zuletzt geschunden hat. Offenbar noch zu DDR-Zeiten, denn umgemeldet war er nie. Große Teile des Fahrzeuges zeigten sich aber in diesem Zustand...bloß gut, dass er eine AHK hatte, so konnte das Heck beim Öffnen des Verdecks nur wenige Zentimeter absinken.
Die vorgeklappte Bremsbacke VR war soweit weggeschliffen, dass der Druckstift vom RBZ nicht mehr auf die Bremsbacke gedrückt hat, sondern daran vorbei...

Und was machst Du denn mit dem Teil jetzt? Wieder aufbauen? Bei einem Cabrio lohnt sich das doch bestimmt.
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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 17. September 2019, 12:00

Ich arbeite dem Projekt nur gelegentlich mit Kontakten und Infos zu. Aber ja, der wird wieder. :smile:
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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 17. September 2019, 13:18

Wartburgbauer hat geschrieben:... Aber ja, der wird wieder. :smile:

Das freut mich!
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Re: Gründe für abgebrochene Achsstümpfe beim 311 + wie Vorbeugen?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Dienstag 17. September 2019, 20:17

Wartburgbauer hat geschrieben:Ich arbeite dem Projekt nur gelegentlich mit Kontakten und Infos zu. Aber ja, der wird wieder. :smile:

Sehr gut! :smile:
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!


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