w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Die Fachbeitäge zum Thema Getriebe sind hier zu finden.

Moderator: ZWF-Adminis

Marian
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w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Marian » Dienstag 14. Mai 2019, 18:59

Hallo liebe Wartburg- Gemeinde,

vor kurzem hatte ich das Getriebe zur Überholung zu einer Werkstatt gebracht (Namen möchte ich erstmal nicht nennen) Diese befindet sich in der Nähe von Erfurt und ist ein Fachbetrieb für Wartburgs, kennt sich also damit aus. Hatte aber bisher keine Erfahrungen mit der Werkstatt und suchte eine über das Internet, die sich mit Wartburgs auskennt, da ja hier in der Nähe von München sich keine Werkstatt damit auskennt.

Sie baute das Getriebe aus, überholte es samt Kupplung und ich fuhr wieder nach München (Wartburg auf dem Anhänger)
Als ich dann am Wochenende wieder mit dem Wartburg gefahren bin, viel mir nach der Ausfahrt auf, dass mein Unterboden ziemlich mit Getriebeöl voll war. Ich habe den Ölstand des Getriebes geprüft und da war am Messstab nur noch an dem unteren Ende Getriebeöl dran. Anschließend suchte ich, wo das Getriebeöl rauskommt. Es kommt definitiv am Freilaufhebel raus. Allerdings nicht im Stand scheinbar bei laufendem Motor sondern scheinbar nur während der Fahrt und dann verteilt es sich über den Unterboden.

Auf Nachfrage bei der Werkstatt wurde mir gesagt, dass da eigentlich kein Öl rauskommen kann und es da auch keine Dichtung oder gibt. Das sei normal bei alten Getrieben, dass diese Öl verlieren und ich mir da keine Sorgen machen soll. Der Messstab würde nur zu einem kleinen Teil ins Getriebe ragen und wenn unten noch Öl dran ist, fehlen lediglich 20 % Getriebeöl und das sei kein Problem.

Nun habe ich allerdings kein gutes Gefühl dabei und möchte das neue Getriebe nicht gleich wieder ruinieren. Mit dem alten Getriebe hatte ich den Ölverlust auch nicht. Ist das also nun normal? Gibt es da wirklich keine Dichtung? Und bleibt immer Getriebeöl drin, was dann völlig ausreicht? Aber wozu gibt es sonst den Messstab und die Markierung? Wie ist eure Meinung dazu?

Vielen Dank schonmal für die Antworten.

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W311/58
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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Dienstag 14. Mai 2019, 20:33

Auch gut so etwas mit den %. Wenn bei einer Fahrt 20% fehlt sind das bei 5 Fahrten dann 100% :?: Was ist da für ein Hebel bei Dir verbaut, mit angeschraubten oder angeschweißten Hebel?
Gruß Andreas

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pinokio
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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon pinokio » Dienstag 14. Mai 2019, 20:57

Bei den starren Hebel kommt da ein Nullring drunter , ist aber zu viel spiel am Hebel kann es schon vorkommen das das Öl austritt, da es durch die Freilauftrommel hochgeschleudert wird . Es kann aber auch gut sein das es aus dem Tachoantrieb kommt .
Ich verbaue seit einiger Zeit immer einen dickeren Nullring , da ich das Problem zu gut kenne.

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bic
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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 14. Mai 2019, 21:19

An anderer Stelle im Forum hatte ich schon einmal geschrieben:

Ein 311 Getriebe leckt in der Regel:
  • an den Gehäusetrennstellen wenn hier nur Papier dazwischen ist, hiergegen hilft moderne Flüssigdichtung
  • an der Ölablaßschraube, hier hilft ein Nachsetzten der Dichtflächen + ein neuer Alu-Dichtring
  • am Tachoantrieb wenn dieser verschlissen ist, hier hilft nur ein neuer Antrieb
  • und zu Hauptsache an den inneren Weitwinkelgelenken, wenn die Lagerung der Kegelräder im Differentialgehäuse verschlissen sind und die Kegelräder plus der in diesen verschraubten Gelenke ein zu großes Radialspiel aufweisen. Hier hilft dann nur ein neues Differential (oder ein Ausbuchsen), denn auch neue Simmerringe halten bei der vergrößerten Radialluft nicht lange

Und siehe da, vom Freilaufhebel steht da nichts. Allerdings sitz da hinten auch der Tachoantriebund dieser kann durchaus undicht sein.

Was mich auch wundert, ist die Menge des Öls, welches durch den Freilaufhebel flöten gegangen sein soll - vielleicht hast Du dich hier nur verguckt. Denn auch das von Ablaßschraube oder den Antrieben leckende Öl sammelt sich an der Unterseite und wird beim Fahren nach hinten getrieben, so dass es dann so aussieht, als würde das Getrieb am hinteren Bereich lecken. Wenn dann tatsächlich nun auch noch der Tachaontrieb undicht ist, kann schon mal der Eindruck entstehen, der Freilaufhebel würde lecken. Prüfe dies bitte noch einmal --> siehe auch den Beitrag von Pinokio, wobei ich selbst das Problem so nicht kenne (die älteren Getriebe hatten hier ohnehin keinen Dichtring). Auf jeden Fall kann die Welle des Freilaufhebel gar nicht so viel Spiel haben und damit so undicht sein, dass nur durch das vom Freilauf abgeschleuderte Öl während einer Fahrt 20%, daher 0,5l verschwinden. Da liegt etwas anderes im Argen (vielleicht der Fachbetrieb für Wartburgs :shock:).

PS. Was fährst Du denn eigentlich für ein Öl?
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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Marian » Mittwoch 15. Mai 2019, 15:55

Also erstmal vielen Dank für eure Antworten.
Es ist der angeschweißte Hebel verbaut. Und ja er hat etwas Spiel nach oben und unten. Als Getriebe Öl habe ich das 80W90 EP von Aral.

Die Möglichkeit mit der Tachowelle hatte ich mir auch schon gedacht und es deshalb genau überprüft. Ich hatte das Getriebe bis zur Oberkante des Ölmessstabes voll gemacht. Bin eine kleine Runde schnell gefahren 100 km/h und habe angehalten. An der Tachowelle war alles trocken und beim Freilaufhebel floss es noch regelrecht raus und tropfte auf den Boden. Ölfleck von ca. 15 cm Durchmesser bei 10 Minuten stehen. Bei langsamer Fahrt läuft anscheinend fast nichts raus. Bei schneller Fahrt ist anschließend der ganze Unterboden voll so dass es sogar hinten am Fahrzeug beim Stand noch runtertropft. :?

Kommt da nun ein O Ring rein bei den alten Getrieben BJ 1964? Die Werkstatt meine nämlich da gibt es keine Dichtung.

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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 15. Mai 2019, 16:52

Mariane hat geschrieben:....Ich hatte das Getriebe bis zur Oberkante des Ölmessstabes voll gemacht....


"bis zur Oberkante des Ölmessstabes" ??? Also bis zum orangenen Pfeil auf dem Bild?:

Oelstab.JPG

Dann ist das Getriebe völlig überbefüllt und das zuviel an Öl drückt sich halt raus und Du hast Glück, wenn es sich nur am Freilaufhebel seinen Weg ins Freies sucht [smilie=hi ya!.gif] Der normale Ölpegel bewegt sich innerhalb der abgeflachten Stelle des Peilstabes (roter Pfeil), aber auch nur dann, wenn das Getriebe eine Weile gestanden hat und alles Öl nach unten in den Sumpf zurück gelaufen ist (siehe Ölstand beim Viertakter). Oder habe ich Dich nun völlig falsch verstanden?

Kommt da nun ein O Ring rein bei den alten Getrieben BJ 1964? Die Werkstatt meine nämlich da gibt es keine Dichtung.

Also ein 64er Getriebe ist nun keines der "alten", die wurden ja nur bis 65 (311), bzw. 67 (312/1) gebaut (wenn man mal von der Ersatzteilproduktion absieht). Und nein, ich kann es mir nicht vorstellen, dass da ein O-Ring hingehört (bei den wirklich alten Getrieben auf keinen Fall). Es fehlen nämlich die konstruktiven Voraussetzungen, damit ein O-Ring hier Dichtaufgaben wahrnehmen kann. Damit ein solcher dies kann, muss er "eingespannt" werden, also eine gewisse Vorspannung erhalten. Ein Unterlegen unter den Hebel erfüllt diese Voraussetzung nicht, das wird alles mögliche, aber nicht dicht. Wenn man denn etwas in dieser Richtung hätte tun wollen, dann wäre entweder die Hebelwelle oder deren Lagebuchse mit einem Einstich zum Einlegen eines Dichtringes versehen worden, das wäre dann dicht geworden, aber daran kann ich mich nicht erinnern.

Nun, ich kann mich ja aber auch täuschen, Klarheit bringt aber sicher ein Blick in einen ET-Katalog - meien sind für ein 64er Getriebe zu alt, aber vielleicht findet sich ja ein anderer.
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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon pinokio » Mittwoch 15. Mai 2019, 20:04

Nun ja Rene` so unrecht hast du nun nicht , aber es ist so das ich schon einige Getriebe zerlegt habe und bei denen war ein Nullring verbaut .
In der Hebelwelle befindet sich dafür im oberen Teil ein Einstich bzw. Nut . Im ETK. konnte ich auch nichts finden , da meine auch zu alt sind .
Ich hatte aber auch schon Wellen gehabt da war kein Nullring verbaut aber auch keine Nut vorhanden.

Aber herzhaft lachen musste ich echt ....als ich das mit dem Ol gelesen habe :D bis Oberkannte :shock: :shock: :shock:

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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 15. Mai 2019, 22:07

pinokio hat geschrieben:....Aber herzhaft lachen musste ich echt ....als ich das mit dem Ol gelesen habe :D bis Oberkannte :shock: :shock: :shock:

Naja, man weiß ja nie, auf was für Ideen die Leute so kommen -roll-
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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon w311klaus » Donnerstag 16. Mai 2019, 01:38

Niemals geht so viel Öl durch den Freilaufhebel verloren. Unter meinem Getriebe ist auch alles verölt. Das kommt aber von den Simmeringen der Achsantriebe, wenn die schon Luft haben.

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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Marian » Donnerstag 16. Mai 2019, 06:47

Nein natürlich habe ich das Öl nicht bis zum orangenen Pfeil aufgegossen sondern bis zur oberen Markierung der Einkerbung / Vertiefung, also roter Pfeil.

Ich kann mir das ganze auch nicht so Recht erklären, zumal eure Antworten ja eher auf einen anderen Fehler hindeuten und ihr so einen Ölverlust aus dem Freilaufhebel wohl nicht kennt. Ich werde es noch einmal testen und genau beobachten und Bilder fertigen.

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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Mossi » Donnerstag 16. Mai 2019, 15:59

"Das kommt aber von den Simmeringen der Achsantriebe, wenn die schon Luft haben."

Dann gibt's was zu tun....
Seitenneigung ist kein Zeichen von Fahrunsicherheit!


Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre"....

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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon pinokio » Donnerstag 16. Mai 2019, 18:51

Dann gibt's was zu tun....
ein neues Diff :sad: sammt Kegelradwelle :sad:

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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 16. Mai 2019, 19:26

pinokio hat geschrieben:...ein neues Diff :sad: sammt Kegelradwelle :sad:

Kein Thema, wenn man sich vor 40 Jahren eins zurückgelegt hat :shock:
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Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 16. Mai 2019, 21:07

Vor allem auch die Arbeit REKLAMIEREN
Die werden Dir das Getriebe ja nicht für einen schönen Augenaufschlag "erneuert" haben...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!


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