w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Die Fachbeitäge zum Thema Getriebe sind hier zu finden.

Moderator: ZWF-Adminis

Marian
Rostumwandler
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 6. April 2018, 20:06
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj. 1964

w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Marian » Dienstag 14. Mai 2019, 18:59

Hallo liebe Wartburg- Gemeinde,

vor kurzem hatte ich das Getriebe zur Überholung zu einer Werkstatt gebracht (Namen möchte ich erstmal nicht nennen) Diese befindet sich in der Nähe von Erfurt und ist ein Fachbetrieb für Wartburgs, kennt sich also damit aus. Hatte aber bisher keine Erfahrungen mit der Werkstatt und suchte eine über das Internet, die sich mit Wartburgs auskennt, da ja hier in der Nähe von München sich keine Werkstatt damit auskennt.

Sie baute das Getriebe aus, überholte es samt Kupplung und ich fuhr wieder nach München (Wartburg auf dem Anhänger)
Als ich dann am Wochenende wieder mit dem Wartburg gefahren bin, viel mir nach der Ausfahrt auf, dass mein Unterboden ziemlich mit Getriebeöl voll war. Ich habe den Ölstand des Getriebes geprüft und da war am Messstab nur noch an dem unteren Ende Getriebeöl dran. Anschließend suchte ich, wo das Getriebeöl rauskommt. Es kommt definitiv am Freilaufhebel raus. Allerdings nicht im Stand scheinbar bei laufendem Motor sondern scheinbar nur während der Fahrt und dann verteilt es sich über den Unterboden.

Auf Nachfrage bei der Werkstatt wurde mir gesagt, dass da eigentlich kein Öl rauskommen kann und es da auch keine Dichtung oder gibt. Das sei normal bei alten Getrieben, dass diese Öl verlieren und ich mir da keine Sorgen machen soll. Der Messstab würde nur zu einem kleinen Teil ins Getriebe ragen und wenn unten noch Öl dran ist, fehlen lediglich 20 % Getriebeöl und das sei kein Problem.

Nun habe ich allerdings kein gutes Gefühl dabei und möchte das neue Getriebe nicht gleich wieder ruinieren. Mit dem alten Getriebe hatte ich den Ölverlust auch nicht. Ist das also nun normal? Gibt es da wirklich keine Dichtung? Und bleibt immer Getriebeöl drin, was dann völlig ausreicht? Aber wozu gibt es sonst den Messstab und die Markierung? Wie ist eure Meinung dazu?

Vielen Dank schonmal für die Antworten.

Benutzeravatar
W311/58
Verzinker
Beiträge: 377
Registriert: Freitag 16. September 2016, 10:24
Mein(e) Fahrzeug(e): Oldtimer
Wohnort: An der Oder

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Dienstag 14. Mai 2019, 20:33

Auch gut so etwas mit den %. Wenn bei einer Fahrt 20% fehlt sind das bei 5 Fahrten dann 100% :?: Was ist da für ein Hebel bei Dir verbaut, mit angeschraubten oder angeschweißten Hebel?
Gruß Andreas

Benutzeravatar
pinokio
Triebwerkmeister
Beiträge: 660
Registriert: Freitag 25. Mai 2012, 22:10
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj.1961
Trabant 500/2K Bj. 1962
Wiesel-Roller Bj. 1956
Simson Star Bj. 1969
Wohnort: Landsberg Sachsen-Anhalt
Kontaktdaten:

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon pinokio » Dienstag 14. Mai 2019, 20:57

Bei den starren Hebel kommt da ein Nullring drunter , ist aber zu viel spiel am Hebel kann es schon vorkommen das das Öl austritt, da es durch die Freilauftrommel hochgeschleudert wird . Es kann aber auch gut sein das es aus dem Tachoantrieb kommt .
Ich verbaue seit einiger Zeit immer einen dickeren Nullring , da ich das Problem zu gut kenne.

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3842
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 14. Mai 2019, 21:19

An anderer Stelle im Forum hatte ich schon einmal geschrieben:

Ein 311 Getriebe leckt in der Regel:
  • an den Gehäusetrennstellen wenn hier nur Papier dazwischen ist, hiergegen hilft moderne Flüssigdichtung
  • an der Ölablaßschraube, hier hilft ein Nachsetzten der Dichtflächen + ein neuer Alu-Dichtring
  • am Tachoantrieb wenn dieser verschlissen ist, hier hilft nur ein neuer Antrieb
  • und zu Hauptsache an den inneren Weitwinkelgelenken, wenn die Lagerung der Kegelräder im Differentialgehäuse verschlissen sind und die Kegelräder plus der in diesen verschraubten Gelenke ein zu großes Radialspiel aufweisen. Hier hilft dann nur ein neues Differential (oder ein Ausbuchsen), denn auch neue Simmerringe halten bei der vergrößerten Radialluft nicht lange

Und siehe da, vom Freilaufhebel steht da nichts. Allerdings sitz da hinten auch der Tachoantriebund dieser kann durchaus undicht sein.

Was mich auch wundert, ist die Menge des Öls, welches durch den Freilaufhebel flöten gegangen sein soll - vielleicht hast Du dich hier nur verguckt. Denn auch das von Ablaßschraube oder den Antrieben leckende Öl sammelt sich an der Unterseite und wird beim Fahren nach hinten getrieben, so dass es dann so aussieht, als würde das Getrieb am hinteren Bereich lecken. Wenn dann tatsächlich nun auch noch der Tachaontrieb undicht ist, kann schon mal der Eindruck entstehen, der Freilaufhebel würde lecken. Prüfe dies bitte noch einmal --> siehe auch den Beitrag von Pinokio, wobei ich selbst das Problem so nicht kenne (die älteren Getriebe hatten hier ohnehin keinen Dichtring). Auf jeden Fall kann die Welle des Freilaufhebel gar nicht so viel Spiel haben und damit so undicht sein, dass nur durch das vom Freilauf abgeschleuderte Öl während einer Fahrt 20%, daher 0,5l verschwinden. Da liegt etwas anderes im Argen (vielleicht der Fachbetrieb für Wartburgs :shock:).

PS. Was fährst Du denn eigentlich für ein Öl?
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Marian
Rostumwandler
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 6. April 2018, 20:06
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj. 1964

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Marian » Mittwoch 15. Mai 2019, 15:55

Also erstmal vielen Dank für eure Antworten.
Es ist der angeschweißte Hebel verbaut. Und ja er hat etwas Spiel nach oben und unten. Als Getriebe Öl habe ich das 80W90 EP von Aral.

Die Möglichkeit mit der Tachowelle hatte ich mir auch schon gedacht und es deshalb genau überprüft. Ich hatte das Getriebe bis zur Oberkante des Ölmessstabes voll gemacht. Bin eine kleine Runde schnell gefahren 100 km/h und habe angehalten. An der Tachowelle war alles trocken und beim Freilaufhebel floss es noch regelrecht raus und tropfte auf den Boden. Ölfleck von ca. 15 cm Durchmesser bei 10 Minuten stehen. Bei langsamer Fahrt läuft anscheinend fast nichts raus. Bei schneller Fahrt ist anschließend der ganze Unterboden voll so dass es sogar hinten am Fahrzeug beim Stand noch runtertropft. :?

Kommt da nun ein O Ring rein bei den alten Getrieben BJ 1964? Die Werkstatt meine nämlich da gibt es keine Dichtung.

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3842
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 15. Mai 2019, 16:52

Mariane hat geschrieben:....Ich hatte das Getriebe bis zur Oberkante des Ölmessstabes voll gemacht....


"bis zur Oberkante des Ölmessstabes" ??? Also bis zum orangenen Pfeil auf dem Bild?:

Oelstab.JPG

Dann ist das Getriebe völlig überbefüllt und das zuviel an Öl drückt sich halt raus und Du hast Glück, wenn es sich nur am Freilaufhebel seinen Weg ins Freies sucht [smilie=hi ya!.gif] Der normale Ölpegel bewegt sich innerhalb der abgeflachten Stelle des Peilstabes (roter Pfeil), aber auch nur dann, wenn das Getriebe eine Weile gestanden hat und alles Öl nach unten in den Sumpf zurück gelaufen ist (siehe Ölstand beim Viertakter). Oder habe ich Dich nun völlig falsch verstanden?

Kommt da nun ein O Ring rein bei den alten Getrieben BJ 1964? Die Werkstatt meine nämlich da gibt es keine Dichtung.

Also ein 64er Getriebe ist nun keines der "alten", die wurden ja nur bis 65 (311), bzw. 67 (312/1) gebaut (wenn man mal von der Ersatzteilproduktion absieht). Und nein, ich kann es mir nicht vorstellen, dass da ein O-Ring hingehört (bei den wirklich alten Getrieben auf keinen Fall). Es fehlen nämlich die konstruktiven Voraussetzungen, damit ein O-Ring hier Dichtaufgaben wahrnehmen kann. Damit ein solcher dies kann, muss er "eingespannt" werden, also eine gewisse Vorspannung erhalten. Ein Unterlegen unter den Hebel erfüllt diese Voraussetzung nicht, das wird alles mögliche, aber nicht dicht. Wenn man denn etwas in dieser Richtung hätte tun wollen, dann wäre entweder die Hebelwelle oder deren Lagebuchse mit einem Einstich zum Einlegen eines Dichtringes versehen worden, das wäre dann dicht geworden, aber daran kann ich mich nicht erinnern.

Nun, ich kann mich ja aber auch täuschen, Klarheit bringt aber sicher ein Blick in einen ET-Katalog - meien sind für ein 64er Getriebe zu alt, aber vielleicht findet sich ja ein anderer.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
pinokio
Triebwerkmeister
Beiträge: 660
Registriert: Freitag 25. Mai 2012, 22:10
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj.1961
Trabant 500/2K Bj. 1962
Wiesel-Roller Bj. 1956
Simson Star Bj. 1969
Wohnort: Landsberg Sachsen-Anhalt
Kontaktdaten:

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon pinokio » Mittwoch 15. Mai 2019, 20:04

Nun ja Rene` so unrecht hast du nun nicht , aber es ist so das ich schon einige Getriebe zerlegt habe und bei denen war ein Nullring verbaut .
In der Hebelwelle befindet sich dafür im oberen Teil ein Einstich bzw. Nut . Im ETK. konnte ich auch nichts finden , da meine auch zu alt sind .
Ich hatte aber auch schon Wellen gehabt da war kein Nullring verbaut aber auch keine Nut vorhanden.

Aber herzhaft lachen musste ich echt ....als ich das mit dem Ol gelesen habe :D bis Oberkannte :shock: :shock: :shock:

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3842
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 15. Mai 2019, 22:07

pinokio hat geschrieben:....Aber herzhaft lachen musste ich echt ....als ich das mit dem Ol gelesen habe :D bis Oberkannte :shock: :shock: :shock:

Naja, man weiß ja nie, auf was für Ideen die Leute so kommen -roll-
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

w311klaus
Zündkerzenwechsler
Beiträge: 24
Registriert: Freitag 7. Oktober 2011, 01:04
Mein(e) Fahrzeug(e): Limousine Wartburg W311
Gruppe / Verein: Wartburgfreunde Berlin Brandenburg

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon w311klaus » Donnerstag 16. Mai 2019, 01:38

Niemals geht so viel Öl durch den Freilaufhebel verloren. Unter meinem Getriebe ist auch alles verölt. Das kommt aber von den Simmeringen der Achsantriebe, wenn die schon Luft haben.

Marian
Rostumwandler
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 6. April 2018, 20:06
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj. 1964

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Marian » Donnerstag 16. Mai 2019, 06:47

Nein natürlich habe ich das Öl nicht bis zum orangenen Pfeil aufgegossen sondern bis zur oberen Markierung der Einkerbung / Vertiefung, also roter Pfeil.

Ich kann mir das ganze auch nicht so Recht erklären, zumal eure Antworten ja eher auf einen anderen Fehler hindeuten und ihr so einen Ölverlust aus dem Freilaufhebel wohl nicht kennt. Ich werde es noch einmal testen und genau beobachten und Bilder fertigen.

Benutzeravatar
Mossi
Abschmiernippel
Beiträge: 1761
Registriert: Donnerstag 9. Februar 2006, 19:50
Mein(e) Fahrzeug(e): viele
Wohnort: DichtBeiRostock - jetzt neu: LRO

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Mossi » Donnerstag 16. Mai 2019, 15:59

"Das kommt aber von den Simmeringen der Achsantriebe, wenn die schon Luft haben."

Dann gibt's was zu tun....
Seitenneigung ist kein Zeichen von Fahrunsicherheit!


Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre"....

Benutzeravatar
pinokio
Triebwerkmeister
Beiträge: 660
Registriert: Freitag 25. Mai 2012, 22:10
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj.1961
Trabant 500/2K Bj. 1962
Wiesel-Roller Bj. 1956
Simson Star Bj. 1969
Wohnort: Landsberg Sachsen-Anhalt
Kontaktdaten:

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon pinokio » Donnerstag 16. Mai 2019, 18:51

Dann gibt's was zu tun....
ein neues Diff :sad: sammt Kegelradwelle :sad:

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3842
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 16. Mai 2019, 19:26

pinokio hat geschrieben:...ein neues Diff :sad: sammt Kegelradwelle :sad:

Kein Thema, wenn man sich vor 40 Jahren eins zurückgelegt hat :shock:
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Tomtom
Schaupannenreparierer
Beiträge: 9051
Registriert: Samstag 21. Juli 2007, 22:21
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 312 300 HT
Wartburg 353W
Camping 312-500
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 16. Mai 2019, 21:07

Vor allem auch die Arbeit REKLAMIEREN
Die werden Dir das Getriebe ja nicht für einen schönen Augenaufschlag "erneuert" haben...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Marian
Rostumwandler
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 6. April 2018, 20:06
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj. 1964

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Marian » Samstag 25. Mai 2019, 18:57

So habe heute noch einmal nach ca. 1 Stunde fahrt nachgeschaut.

Getriebe tropft weiterhin, am Ölmesstab war aber unten noch Getriebeöl dran.

Nach ca. 5 Minuten war schon eine kleine Lache am Boden. Ich habe mal Bilder gemacht. Meiner Meinung nach kommt es aus dem Freilaufhebel und läuft runter. Tachowelle ist trocken...
Dateianhänge
Getriebe 7.jpg
Getriebe 5.jpg
Getriebe 4.jpg
Getriebe 6.jpg
Getriebe 3.jpg
Getriebe 2.jpg
Getriebe 1.jpg

Benutzeravatar
Wilfried
Abschmiernippel
Beiträge: 2123
Registriert: Montag 27. Februar 2006, 19:00
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj 1962 (leider verkauft), Wartburg 353 Bj 10/73 Erstzulassung 2/1974, Wartburg 312 Camping Bj 12/67, Erstzulassung 1/68.
Wohnort: Hönow
Kontaktdaten:

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Sonntag 26. Mai 2019, 19:49

Unter den Schrauben des Freilaufgehäuses sollten Dichtungen sein, Allerdings weiß ich nicht mehr, ob die aus Metall oder diese braune Pappe war.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3842
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 26. Mai 2019, 22:23

Wilfried hat geschrieben:Unter den Schrauben des Freilaufgehäuses sollten Dichtungen sein, Allerdings weiß ich nicht mehr, ob die aus Metall oder diese braune Pappe war.

Unter den Schraubenköpfen des Freilaufgehäuses gehören Federscheiben, Dichtungen wüsste ich jetzt nicht -nixwissen- Nichtsdestotrotz kann hier zumindest an den unteren Schrauben Öl austreten, vor allem dann, wenn der Sitz eines der Köpfe verknisknadelt ist.

An sonst glaube ich immer noch nicht an den Freilaufhebel, dessen Öffnung steht nicht im Sumpf und nur vom Spritzöl kann es hier vielleicht etwas Nässen, aber so viel Öl auslaufen, dass es nachher im Stillstand quasi zur Pfützenbildung kommt, das geht einfach nicht.

Woran aber noch keiner gedacht hat, ist der Blechdeckel hinten auf dem Freilaufgehäuse, der passt auch von der Höhenlage her und würde dann die Öllache erklären - denn wenn dieser nicht richtig abgedichtet ist, ölt es hier ganz gut. Die Chance ist jedenfalls groß, denn bei den Dingern sind oft die Augen verzogen. Wenn der Deckel vor der Montage nicht gerichtet wird, bekommt man diesen nur mit der Papierdichtung nicht dicht.

Aber egal, @ Marian, Du wirst wohl mal zur Talkumdose greifen und Dein Getriebe einpudern müssen. Dann ist die Chance groß zu erkennen, wo es bei Deinem Getriebe tatsächlich leckt. Die Bilder sind übrigens nicht sehr hilfreich, ich kann jedenfalls nicht viel erkennen und schon gar nicht, ob und wo hier irgendwo Öl ausläuft {blinzel}
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Marian
Rostumwandler
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 6. April 2018, 20:06
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj. 1964

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Marian » Samstag 8. Juni 2019, 21:08

So... ja das stimmt, auf den vorigen Bildern konnte man es nicht gut erkennen. Ich habe den Ratschlag angenommen und das Getriebe komplett sauber gemacht mit Bremsenreiniger und anschließend mit Puder ordentlich eingepudert. Anschließend bin ich eine kleine Runde gefahren. Nun das Resultat seht ihr an den neuen Bildern. Das Öl kommt definitiv aus dem Freilaufhebel. Scheinbar ja selten bis Unmöglich aber bei mir ist es eben so. Und nein es ist nicht zu viel Getriebeöl drin. Ganz im Gegenteil... es ist sogar so wenig, das noch nicht einmal mehr an der unteren Spitze des Messtabes mehr Öl ist.

Gut, ich kann das auf jeden Fall nicht beheben und der Betrieb will nachbessern. Somit ist das hier nur für das Forum als Info, dass auch sowas vorkommen kann. Mir fehlt das Fachwissen um das mechanisch zu erklären.

Grüße
Marian
Dateianhänge
Neu6.jpg
Neu5.jpg
Neu4.jpg
Neu3.jpg
Neu2.jpg
Neu1.jpg

Benutzeravatar
pinokio
Triebwerkmeister
Beiträge: 660
Registriert: Freitag 25. Mai 2012, 22:10
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj.1961
Trabant 500/2K Bj. 1962
Wiesel-Roller Bj. 1956
Simson Star Bj. 1969
Wohnort: Landsberg Sachsen-Anhalt
Kontaktdaten:

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon pinokio » Sonntag 9. Juni 2019, 09:57

pinokio hat geschrieben:Bei den starren Hebel kommt da ein Nullring drunter , ist aber zu viel spiel am Hebel kann es schon vorkommen das das Öl austritt, da es durch die Freilauftrommel hochgeschleudert wird . Es kann aber auch gut sein das es aus dem Tachoantrieb kommt .
Ich verbaue seit einiger Zeit immer einen dickeren Nullring , da ich das Problem zu gut kenne.




dies hatte ich im 3 Beitrag schon geschrieben

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3842
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 9. Juni 2019, 17:53

Marian hat geschrieben:...Das Öl kommt definitiv aus dem Freilaufhebel. Scheinbar ja selten bis Unmöglich aber bei mir ist es eben so. Und nein es ist nicht zu viel Getriebeöl drin. Ganz im Gegenteil... es ist sogar so wenig, das noch nicht einmal mehr an der unteren Spitze des Messtabes mehr Öl ist....

Gut ... oder besser nicht gut :oops: Ist aber nun unzweifel- und trotzdem schleierhaft. Das Öl muss nämlich da lang:

507px-Freilauf1000b-c.jpg
geklaut aus dem Wiki ;-)

Spritzöl gegen die Hebelwelle ist klar, aber was treibt das Öl dann durch die 2-3 cm lange Lagerbuchse der Welle? "Durchspritzen" tut da nichts, es braucht schon ein wenig Druck, damit das Öl entgegen dem Gesetz der Schwerkraft da durchwandert (zumindest in diesen Mengen) und eine Förderbewegung, wie diese sich bei einer sich drehenden Welle enststehen kann, ist auch auszuschließen, die Welle steht ja i.d.R. stuhr in einer Stellung. Sehr ominös das - baut sich etwa in Deinem Getriebe Druck auf (also mehr als üblich), welcher das Öl dann durch den Spalt Welle/Buchse drückt? -roll- Berichte mal bitte, was Dein Instandsetzer feststellt.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Detlef Grau
Der Schrägverzahnte
Beiträge: 2510
Registriert: Samstag 18. Februar 2006, 11:38
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311;1.3; RT 125/3; Qek-Junior; RS09, B1000KM
Gruppe / Verein: AME - Automobilbau Museum Eisenach
Wohnort: Westeregeln

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Dienstag 9. Juli 2019, 14:56

http://wiki.w311.info/index.php?title=Freilauf Öfters mal WIKI benutzen :smile:

Spiel der Sperrwelle lässt sich meist nur ohne Feder feststellen. Wenn die Entlüftungsbohrung im Schlaltdeckel an der Schaltwelle zugesetzt ist, kann erhöhter Druck im Getriebe entstehen. Wenn man schön schnell fährt, schleudert der Freilauf das Öl in Richtung Sperrwelle. Ölverlust hinten kommt in den meisten Fällen von unzulässig hohem Spiel der Sperrwelle im Verbund mit verschlissenem/fehlendem Rundring.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3842
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 9. Juli 2019, 20:44

Detlef Grau hat geschrieben:http://wiki.w311.info/index.php?title=Freilauf Öfters mal WIKI benutzen :smile:

Spiel der Sperrwelle lässt sich meist nur ohne Feder feststellen. Wenn die Entlüftungsbohrung im Schlaltdeckel an der Schaltwelle zugesetzt ist, kann erhöhter Druck im Getriebe entstehen. Wenn man schön schnell fährt, schleudert der Freilauf das Öl in Richtung Sperrwelle. Ölverlust hinten kommt in den meisten Fällen von unzulässig hohem Spiel der Sperrwelle im Verbund mit verschlissenem/fehlendem Rundring.

Auf das Naheliegende kommt man wohl immer zuletzt :oops: Aber dass da tatsächlich ein O-Ring sitzt ist mir wirklich neu.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
pinokio
Triebwerkmeister
Beiträge: 660
Registriert: Freitag 25. Mai 2012, 22:10
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj.1961
Trabant 500/2K Bj. 1962
Wiesel-Roller Bj. 1956
Simson Star Bj. 1969
Wohnort: Landsberg Sachsen-Anhalt
Kontaktdaten:

Re: w311 Getriebe ölt nach Regeneration

Ungelesener Beitragvon pinokio » Donnerstag 11. Juli 2019, 22:13

Wilfried hat geschrieben:Unter den Schrauben des Freilaufgehäuses sollten Dichtungen sein, Allerdings weiß ich nicht mehr, ob die aus Metall oder diese braune Pappe war.



wo hast du nur diesen Unsinn gehört, es gehören NUR FEDERSCHEIBEN unter die Schrauben , so wie Rene´es schon schrieb.


Zurück zu „Getriebe (Serie und 5-Gang)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste