Zündungs/ Startprobleme

Zündung, elektronisch oder mechanisch, EBZA, Steini und ähnliche Systeme

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Udo311
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Zündungs/ Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Freitag 30. Mai 2014, 20:05

Hallo Gemeinde,
Ich bin mit meinem Latein nun nahezu am Ende.
Nach der Komplettlackierung bin ich am Zusammenbauen. Elektrick... Vergaser..alle Dichtungen... Motor startet gut und läuft super rund (1000ccm, 6V). Springt auch nach längerer Standzeit gut an bis zum Mittwoch. Starte und fahre den Wagen vor die Halle und stelle den Motor wieder ab.( Batterie abgeklemmt) Vier Stunden später springt er nur wiederwillig und auch nur auf einem Zylinder an. Eine kurze Überprüfung ergab, kein Zündfunken an den Zündspulen. Drei neue Zündspulen eingebaut und keine Besserung. Grundplatte gereinigt,Unterbrecher geprüft,und gereinigt, eingestellt, Zündung zum gefühlt tausensten mal eingestellt, Kerzen getauscht, Stecker erneuert( die richtigen) Zündkabel erneuert...
Vergaser überprüft, Motor sogar angegossen genuddelt, genuddelt, genuddelt. Außer einer krachenden Fehlzündung kein zucken.
Ich habe die Kabel geprüft . sind richtig angeschlossen und auch die Zündkabel sind nicht vertauscht.Da die Batterie jetzt runter ist habe ich abgebrochen.Vieleicht hat jemand noch einen guten Tip.

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Tomtom
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Re: Zündungs/ Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 30. Mai 2014, 20:32

Schwierig schwierig.

Erstmal generell.
Wenn Du an der Zündspule den Anschluß (1) nach Masse verbindest und dann trennst, muss ein Zündfunke kommen.
Das entspricht dem Öffnen des Unterbrechers. Klappt das? Wenn nicht, Spannung an (15) messen...
Es könnte das Zündschloß sein.

Der letzte Eingriff lautete:
"Batteriekabel abgeklemmt!
Ich nehme an, neues Kabel, kein Alu? Ordentlich verpresst? Eventuell dass genau dort das Problem ist (+ Masseband Karosse Getriebe)
Würde ich aber aktuell ausschliessen.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Zündungs/ Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 30. Mai 2014, 21:43

Zündkondensatoren durchgeschlagen?! -nixwissen-
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Udo311
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Re: Zündungs/ Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Montag 2. Juni 2014, 22:53

Hallo und danke für den Tipp.
An allen Spulen liegt an 15 6v an bei eingeschalteter Zündung. Zündanlasschalter habe ich erneuert ohne Veränderung. 1 an Masse gibt an den Kerzen einen guten Funken. Auch Anlassen bei ausgeschraubten Kerzen gibt Funken. Zündung nochmals kontolliert alles in Ordnung.Vergaser steht im Sprit, aber Kerzen werden nicht nass trotz elender Jodellei. Nicht mal den Hauch einer Zündung.Auch Spritt in die Kerzenöffnungen bringt keine Änderung .Massekabel sind alle neu.Wie schon gesagt, der Moror lief bis vor kurzen noch einwandfrei. Ich werden noch einmal von vorn anfangen und alles noch einmal prüfen . Es kann doch nicht einfach so alles vorbei sein, ohne das irgndetwas verändert wurde . Zwischenzeitlich habe ich nahezu alle Teile zig mal aus-und eingebaut.Man glaubt schon nicht mal an sich selbst. Ich glaube ich lass das erst mal scken und fang mit Abstand von vorn an.Mfg posting.php?mode=reply&f=26&t=15780&sid=c237741031353506901653c945db8328#

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Re: Zündungs/ Startprobleme

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 3. Juni 2014, 19:47

Hallo Udo311, ein paar nähere Angaben zu der von Dir verwendeten Technik wären hilfreich, z.B. welcher Motor ist eingebaut, welcher Vergaser ist da dran etc.. Dann mal eine ganz dumme Frage, wie versuchst Du das Auto zu starten? Mit Choke, ohne Choke, mit Gas, ohne Gas oder gibst Du gar Gas bei gezogenen Choke?
An sonst scheinst Du ja einen Schritt weiter zu sein, gegenüber Deinem ersten Beitrag ist der Zündfunke ja wieder da, woran hat es denn gelegen? Das dieser bei ausgeschraubten Kerzen gut erscheint, ist zwar ein Indiz dafür, dass die Zündanlage grundsätzlich funktioniert, bedeutet aber leider nicht, dass auch bei eingeschraubten Kerzen unter Druck im Brennraum ein ausreichender Zündfunke vorhanden ist. Ähnliches gilt für den Vergaser, eine volle Schwimmerkammer bedeutet eben auch nicht, dass der Kraftstoff auch in den Vergaser und damit Motor gelangt, ein Krümel vor der Hauptdüse und schon war es das (denn hier muss aller Kraftstoff durch). Auch ein Angießen des Motor direkt durch die Kerzenbohrungen hilft nur durch Zufall, denn oft ist das sich dann bildende Kraftstoff-Luftgemisch hoffnungslos überfettet und nicht mehr zündfähig. So doof es sich in Deinem Fall anhört, wenn alles einigermaßen in Ordnung ist, muss der Motor anspringen - dem bleibt dann quasi nichts weiter über.
Ich würde jetzt nocheinmal streng systematisch alle möglichen Fehlerursachen untersuchen und hierbei mit den Dingen anfangen, denen Du am wenigsten traust. Und ganz wichtig, zu allererst würde ich jedoch den Motor ohne Kerzen und mit gesperrter Kraftstoffzufuhr und Vollgas (oder abgenommenen Vergaser) ordentlich durchjuckeln, um nach Möglichkeit den sich hierin durch diverse Start- und Angießversuche angesammelten Kraftstoff heraus zu bekommen, sonst bleibt das Startgemisch ewig überfettet und zündet nicht.
Ob Du Dir dann erst den Vergaser oder die Zündung anschaust, scheint egal zu sein. Den Vergaser würde ich definitiv noch einmal zerlegen, säubern (besonders die Düsen) alle Dichtflächen planen, nach dem Spiel der Drosselklappenwelle schauen und mit neuen Dichtungen auch unter allen Düsen wieder zusammenbauen (und prüfen, das keine Düsen vertauscht worden). An der Zündanlage würde ich mir als erstes noch einmal die Zündzeitpunkteinstellung mit sehr viel Zeit vornehmen, vielleicht hast Du da bisher einen Gedankenfehler gemacht. Hilfreich wäre auch ein Stroboskop, dann könntest Du gleich mehrere Sachen prüfen, nämlich ob beim Starten tatsächlich Hochspannung geliefert wird, der Zündzeitpunkt stimmt (geht mit den vorhandenen Markierungen leider nicht ganz so exakt) und ob vielleicht die Unterbrecher wegen ermüdeter Federn prellen (dies führt auch zu Startschwierigkeiten). Wenn du dann auch noch ein Schließwinkelmeßgerät hast, kannst du diesen prüfen, damit auch sicher gestellt ist, dass die Zündspulen voll geladen werden (obwohl, wenn der Unterbrecherabstand mit 0,4mm auf den höchsten Nockenstand und nicht auf OT der Kolben eingestellt ist, dann stimmt der Schließwinkel automatisch) Die Kondensatoren kannst du erst einmal vernachlässigen, wenn der Motor dann erst einmal läuft, siehst Du schon am verstärkten Kontaktfeuern, ob eine Kondensator defekt ist. Sollte der motor dann denoch nicht anspringen, fällt mir erst einmal nicht mehr ein, wobei ich eigentlcih den unbestimmten Verdacht habe, das Ding ist nur durch Deine Orgelei und Angießerei hoffnungslos abgesoffen.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

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Udo311
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Re: Zündungs/ Startprobleme

Ungelesener Beitragvon Udo311 » Samstag 7. Juni 2014, 16:22

Hallo und danke,
WSie doch ein kleines rängedängdängdäng ein Männerherz höherschlagen lassen kann. Der Tipp mit dem Vergaser war goldrichtig. Stein des Anstoßes oder besser Krümel des Verderbenswarein Irgendwas im Überströmkanal der Schwimmerkammer zur Hauptdüse.Der Motorwarnicht abgesoffen sondern verdurstet.Darauf ein.....Pils.Nebeneffekt des Warmlaufens ich konnte gleich die Druckdichtigkeit meines gelöteten Kühlers und des ebenfalls gelöteten Heizungskühler testen. Alles dicht ---Was für ein Tag----. Nochmals dnke für den Tipp.
Schööööne Pfingsten


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