Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Eine Initiative von Holger + Tobias für die Freunde des Wartburg 1.3, 1300er-Umbau, etc.

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Herold
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Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Herold » Donnerstag 2. Juli 2009, 00:22

Hallo Wartburg-Fan's,

ich hatte im letzten Winter folgende Erscheinung: Ich trete ganz normal auf die Kupplung (um vor dem Haus richtig einzuparken) und plötzlich tritt die sich (etwas leichter) bis zum Anschlag (Bodenblech) durch, ohne zu trennen. Demzufolge konnte ich auch die Gänge nicht mehr schalten.

Mein erster Gedanke war: Kupplungsseil gerissen (es war finster um die Zeit). Da kein neues vorhanden war, ließ ich mir eines schicken und das Auto in eine Werkstatt schleppen.

Als der neue Bowdenzug eingebaut und eingestellt war, sagte mir der Werkstatt-Mensch: Der alte Bowdenzug war gar nicht kaputt, was ich auch sehen konnte. Anschließend fuhr das Auto wieder normal. Trotzdem ließ mir obige Erscheinung keine Ruhe, denn normal war das nicht.

Gestern gab es wieder so eine ähnliche Erscheinung, dass beim normalen Kupplungtreten plötzlich die Kupplung nicht mehr richtig trennte und ich Probleme mit dem Schalten bekam. Ich werde morgen noch mal die Stellschraube nachdrehen und dann geht es möglicherweise wieder eine Weile(?).
Ich habe noch nie das Innenleben einer solchen Kupplung gesehen.

Nun meine Fragen:
(1) Kann das sein, dass da vielleicht irgendwelche Federn drin sind, von denen eine oder zwei gebrochen sind? Am Getriebeöl wird es wohl nicht liegen, obwohl das seit Anfang an (seit fast 20 Jahren) noch dasselbe ist?

(2) Wielange kann ich das Nachstellen des Bowdenzuges noch machen? Kann es sein, dass dann bald gar nichts mehr geht?

Würde mich über Antwort sehr freuen, bitte vorrangig von jemandem, der sich wirklich gut damit auskennt!

Gruß Herold

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Herold » Donnerstag 2. Juli 2009, 08:22

Ich hatte vergessen, zu erwähnen: Es betrifft einen W 1.3, Limousine, Baujahr 01/1990

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon onkel_jens » Donnerstag 2. Juli 2009, 10:21

Die Kupplung hat eine so genannte "Tellerfeder", welche beim Kuppeln gedrückt wird. Es kann schon mal vorkommen, daß diese an einigen Stellen bricht. Wenn das der Fall ist, trennt sie nicht mehr, weil die Druckplatte nichtmehr von der Kupplungsscheibe abgehoben wird. Da hilt nur ausbauen, nachschauen und ggf. erneuern.

Mandy
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Mandy » Donnerstag 2. Juli 2009, 10:53

Herold hat geschrieben:

Nun meine Fragen:
(1) Am Getriebeöl wird es wohl nicht liegen, obwohl das seit Anfang an (seit fast 20 Jahren) noch dasselbe ist?


also wenn das noch nie gewechselt wurde frage ich mich gerade ob überhaupt noch welches drin??? da die 1.3er getriebe ja vom werk schon undicht sind... bzw. wird wahrscheinlich nur noch gelee drin sein... also schleunigst wechseln kommen 1,1 liter rein
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Herold » Donnerstag 2. Juli 2009, 11:27

Hallo Onkel_Jens,

besten Dank für Deine Antwort. Da ich nicht der typische Autobastler bin und auch keine Möglichkeit habe (fehlende Halle, Arbeitsraum), komplizierte Arbeiten selber zu machen, muss das mit der Kupplung möglichst noch ein paar Tage/Wochen irgendwie funktionieren.
Ich habe jetzt gerade an der Stellschraube noch bisschen weitergedreht, bin aber noch nicht losgefahren.

Deshalb noch mal meine Frage:
Kann das noch schlimmer werden oder bleibt dieses "Nachgeben" der Kupplung dann auf einem bestimmten Stand stehen?
Wäre Dir für eine realistische Antwort dankbar!

=========================================

Hallo Mandy,

ich danke auch für Deine Antwort. Ja, das mit dem Öl ist wahrscheinlich bisschen Schlamperei gewesen. Mir sagte früher mal einer aus einer Werkstatt, dass beim Wartburg das Getriebeöl eigentlich nie gewechselt werden muss.
Aber es wird schon so sein, wie Du schreibst. Schließlich ist der Motor untenrum immer irgendwie ölverschmiert.

So, nun habe ich das noch nie gemacht. Du schreibst, dass dort 1,1 Liter rein müssen. Soweit ich jetzt die Vorstellung habe, gibt es dort keine Füllstandsanzeige. Was ist, wenn die 1,1 Liter jetzt zuviel sind und ich das erst dann merke, wenn es oben überläuft?? Den Überschuß kriege ich doch nicht mehr raus! Den Auslauf unten vielleicht irgendwie öffnen zu müssen, ist eine große Schweinerei und ich komme dort ohnehin schlecht ran.
Ich habe keine Hebebühne und auch sonst keine Möglichkeiten für größere Arbeiten am Auto (Fahrzeug steht auf Parkfläche im Wohngebiet, mit 150 Fenstern ringrum und bis zu 150 "Rüsseln", die dort raushängen können).

Frage also:
Was für Öl muß ich da kaufen? (Sorte/Typ)
Wie kriege ich das mit dem Ölstand-prüfen am besten hin?


Freue mich über Antwort!

Gruß Herold

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Mandy » Donnerstag 2. Juli 2009, 12:20

http://forum.wartburg13.de/viewtopic.php?t=72 kannste dir mal durch lesen... ist aus dem nachbarforum...
dann brauch das alles nicht nochmal schreiben...
naja ist schon besser wenn man wenigstens eine garage hat... (wegen den 150 fenstern usw...)
oder in so größeren garagenkomplexen sind doch meist solche auffahrrampen wo man mal was machen kann unterm auto
ansonsten werkstatt deines vertrauens....
ach getriebeöl sollte eigentlich alle 5 jahre gewechselt werden bzw. alle 45.000km
dann viel erfolg
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Herold » Donnerstag 2. Juli 2009, 13:05

Hallo Mandy,

danke auch für diese Hinweise. Auch die genannten Artikel sind sehr interessant.
Trotzdem bleibt die mir im Moment wichtigste Frage noch offen, die ich zwar an "Onkel_Jens" gerichtet hatte, aber ich weiß natürlich nicht, wann er wieder hier reinschaut:

"Kann das noch schlimmer werden oder bleibt dieses "Nachgeben" der Kupplung dann auf einem bestimmten Stand stehen?"

oder mit anderen Worten:

"Kann ich mich damit noch von zu Hause fort getrauen und wie lange hält diese Nachstellung noch?"
(Natürlich, bis das Gewinde am Bowdenzug zu Ende ist, aber das ist natürlich nicht meine Frage)

Ich würde dann mal zu einer Werkstatt fahren und das Getriebeöl vollständig wechseln lassen.
Trotzdem muss ich aber erstmal bis dorthin kommen.

Kannst Du dazu noch etwas schreiben??

Gruß Herold

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Mandy » Donnerstag 2. Juli 2009, 15:02

wie lange das hält wird dir wohl keiner beantworten können...
also ab in de werkstatt kupplung neu und getriebeöl neu(wird sicherlich auch einiges kosten)
bevor dir dann noch der halter für´s kupplungsseil abbricht... weil durch das nachstellen der ja auch mehr druck bekommt....(und dann kommen noch schweißarbeiten dazu)
wieviel haste denn jetzt runter???
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Herold » Donnerstag 2. Juli 2009, 15:39

Hallo Mandy,

danke für die Hinweise. Ich war jetzt gerade (mit Fahrrad) in meiner Werkstatt fragen.
Also, die Kupplung hat mit dem Getriebeöl nichts zu tun. Das sind getrennte Kammern. Der Monteur hat mir an einem ausgebauten teilweisen offenen Motor (allerdings eines anderen Herstellers) gezeigt, wie eine Tellerfeder aussieht und dass die zur Mitte hin mehrere "Nasen" (Zungen) hat. Wahrscheinlich sind bei mir einige abgebrochen. Wenn ich also nachstelle, werden die restlichen umso mehr belastet und brechen dann zwangsläufig noch schneller ab.

Die Tellerfeder müsste bestellt werden und dann hätte er einen ganzen Tag Arbeit damit, wegen der ungünstigen Einbaulage des Wartburg-Motors.

Es hat also kein Sinn mehr hier noch etwas versuchen zu wollen, zumal auch noch einige andere Mängel bestehen, die wieder immense Kosten verursachen würden.

Mein Entschluss steht also fest, das Fahrzeug zu veräußern, sofern sich dafür noch jemand findet. Wenn nicht, muss es verschrottet werden.

Ich hatte bereits am 30.06. hier im Forum unter "Biete" einen Text eingestellt. Finde es nur echt schade, dass von den vielen Fans bisher Keiner Interesse gezeigt hat. Ich setze demnächst noch ein paar Bilder rein und gebe alle wichtigen technischen Angaben an.

Danke nochmal für Deine Mühe!

Gruß Herold

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Donnerstag 2. Juli 2009, 16:41

Hallo!

Wenn du den Wagen verkaufen willst, so ist das Deine Entscheidung. :smile:
Aber ich verstehe nicht, das du so schnell aufgibst. Brauchst du keinen PKW?
Sind ja wirklich minimale Mängel. Und zumindest gebraucht bekommt man für den 1.3er noch viele
günstige E-Teile (Ok,gute Blechteile weniger,aber da muß man halt korrosionsschutztechnisch vorarbeiten
...am vorhandenen Material.)Trotz allem ist der 1.3er ein sehr günstiges Fahrzeug.
Außerdem verstehe ich nicht, das bei irgendwelchen Defekten immer so minimal Geld ausgegeben wird wie nur möglich. :evil:
Defekte,verschlissene Kupplung > einzelne Tellerfeder und am besten noch den alten Automaten nehmen und bloß neue Kupplungsbeläge
selbst draufnieten :idea:
Da käme man doch günstiger,z.B bei ausgebauten Motor gleich eine komplette neue Kupplung zu verbauen und vorsorglich gleich
ein anderes Getriebe/Antriebe rein (gebraucht).Dann sind wieder einige Tausend Kilometer sicher und du kannst mindestens wieder
erstmal 2 Jahre damit fahren.Was danach ist weiß keiner, aber ich denke mal du weißt wie ich das meine.
Oder liegt das Problem primär an den fehlenden Räumlichkeiten zum Montieren/Werkzeug/ oder das du nicht so bewandert bist
mit der Montiererei?

Gruß Thilo
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Donnerstag 2. Juli 2009, 19:36

Hm. Sehe ich ähnlich.
Ein weiterer Denkansatz: Kann es sein, daß der Hebel, an dem das K-Seil angreift, locker auf seiner Welle sitzt? So'n Phänomen hatte ich schon mal beim ollen Ford Escort. Das hat sich dann so weit entwickelt, daß dann irgendwann das Pedal auch "ins Leere" trat. Obwohl - ich habe jetzt gerade kein Getriebe zur Hand, nur die E-Teilliste - es sieht so aus, als ob der Hebel mit der Welle verschweißt sei.
Könnte der sich trotzdem lösen?

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Donnerstag 2. Juli 2009, 23:00

Letztendlich ist alles orakeln :smile: zu der von Tobias beschriebenen Variante käme ja auch ein an- oder ausgebrochener Ausrückhebel (also die Gabel, die das Ausrücklager betätigt) gelöster Kupplungsbelag, eine herausgefallene Torsionsfeder der Mitnehmerscheibe oder, oder, oder

ausbauen, sichten, befunden und wechseln :smile:

Für das Geld eines Kupplungswechsels kriegste sicherlich kein anderes vergleichbares Auto, oder {kratz}

Aber :!: Du entscheidest! Wir können nur unsere Sicht der Dinge darlegen. Ich persönlich fänd es schade ein Auto zu verschrotten wegen einer defekten Kupplung. Mein 1.3er hat 50,-Euro gekostet und hatte eine rutschende Kupplung. Auch mit Zahnriemenwechsel am ausgebauten Motor (mit Wasserpumpe) und einem Ölwechsel blieb der Preis für einen guten Wagen mit 36000km und vollem Tank höchst angenehm in meinen Augen.

Außerdem, was soll an einem Getriebeölwechsel denn so teuer sein -nixwissen- Das öl kostet, ich schätze mal 15-20 Euro und der Arbeitsaufwand liegt bei einem Wagen auf der Bühne im Bereich von einer Viertelstunde.

Ich hätte meine Entscheidung sicher noch einmal überdacht :smile: Fahrradfahren käme für mich nur mit Hackenwärmer in Frage -roll-
in diesem Sinne

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Herold » Donnerstag 2. Juli 2009, 23:34

Hallo Thilo,

danke für Deinen Bericht. Mit "Aufgeben" bin ich mit Sicherheit nie sonderlich schnell und hänge eher an alten bekannten Dingen. So fahre ich den W 1.3 nun auch schon 12 Jahre (vorher 353, vorher Trabi).

Aber: Ich bin nicht der typische Autobastler, meine Hobbys liegen eher auf anderen Gebieten. So kenne ich auch kaum andere Wartburg-Fahrer, bin in keinem Verein und habe auch keine Möglichkeit, in einer Halle oder großem Arbeitsraum größere Auto-Arbeiten zu erledigen.

Mein Auto steht in einem der üblichen Wohngebiete auf der schmalen Parkfläche. Ich muß also für alles, was über Kleinarbeiten hinausgeht, andere Leute oder eine Werkstatt bitten und immer bezahlen, bezahlen, bezahlen...!

Irgendwann ist das Maß voll, zumal ich nur geringste Monatseinkünfte habe (ALG II)
Natürlich hätte ich nichts dagegen, gleich mal dies und das und jenes neu einbauen zu lassen…- aber wer soll das machen und bezahlen??

Du schreibst: "Sind ja wirklich minimale Mängel"?? Für mich ist das eine Katastrophe!! Und mit Ersatzteilen? Meine "Werkstatt des Vertrauens" (weil ehrlich und kostengünstig) muss jedes Wartburg-Teil irgendwo bestellen oder ich muss es selber besorgen.

Alle folgenden Mängel zusammen geben mir zur Zeit "den Rest":
(1) Das beschriebene Kupplungsproblem
(2) Zylinderkopfdichtung undicht
(3) Kaltstartvorrichtung gestört (Leerlauf läuft meist zu hoch, im Winter mehrere Kilometer unruhiger Lauf). Alle Rep.-Versuche (auch Vergaserwechsel) haben nichts gebracht.
(4) Der hintere Scheibengummi ist undicht (nicht spröde, trotzdem läuft massiv des Wasser rein). Eigentlich müssten alle Gummis neu rein.

Die Verkehrssicherheitsfunktionen (Lenkung, Bremsen…) sind völlig i.O. (Letzte HU: Mai 2008)
Alles andere sind optische Dinge. Ein neuer Lack wäre auch notwendig.
Laufleistung bisher 140 000 km.
Natürlich brauche ich auch weiterhin ein Auto. Hatte dabei an einen "Polo" oder "Golf" gedacht. Naja, mal sehen..!

Zu Deiner Frage:
"Oder liegt das Problem primär an den fehlenden Räumlichkeiten zum Montieren/Werkzeug/ oder das du nicht so bewandert bist mit der Montiererei?"

Ja, genauso ist es!

Also, eine klare Entscheidung treffe ich die nächsten Tage, denn auf Ewigkeit alles nur dem Fahrrad heranzuschaffen, macht keinen Spaß.

===========================================

Hallo Tobias Yello' Thunder,

danke auch für Deinen Denkansatz! Ja, es ist so, dass der Hebel mit der Welle verschweißt ist und er ist auch nicht abgerissen. Der Schaden ist also innen drin. Aber wie oben schon geschrieben, ist der Rep.-Aufwand riesengroß, zumal noch andere Dinge zu machen wären.

Trotzdem danke für den Hinweis!

===========================================

Hallo Detlef Grau,

ich danke auch für Deine Antwort. Ja, auch wenn innen sollte etwas anderes zerbrochen sein…, es muss trotzdem der ganze Motor raus.

Ansonsten gebe ich Dir recht - ich bin auch gegen verschrotten, weil damit immer mehr interessante Technik für immer von der Welt verschwindet. Deshalb hatte ich ja bereits hier unter "Suchen und Finden" einen Text veröffentlicht. Aber was soll ich machen, wenn sich kein Interessent findet?
Gibt es denn keinen richtigen Autosammler, der ein Riesengrundstück hat?

Ach so, es ist nicht nur die Kupplung, die repariert werden müsste. Ist noch etwas mehr (siehe oben!).

Ja, also wegen dem Getriebeöl…, das ist natürlich nicht das Problem.

Gut, ich mache morgen ein paar Bilder und gebe alle wichtigen Daten an.

Viele Grüße - Herold

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Samstag 4. Juli 2009, 14:57

Hmm... Ok,West-PKW´s werden für größere Laufleistungen und Standzeit gebaut.
Zum Beispiel sind die Bremsanlagen langlebiger und für größere Laufleistungen geschaffen,auf alle Fälle hochwertigere
Getriebe, gerade bei vielen VW´s guter Korrosionsschutz, der nicht regelmäßig wiederholt werden muß wie bei uns......
Ein gewisser Wartungsstau fällt zunächst erstmal nicht auf... -roll-
Aber wenns kommt, dann kommt´s dicke.Immer das Gleiche.Und dann versicherungsmäßig: Ganz schön happig bei Golf/Polo
ältere Typen. Als ich noch mit dem 3er 45PS-Polo(Bj.90) unterwegs war,war "Zahlemann und Söhne" angesagt. [smilie=hi ya!.gif]
Konkret: 500 Teuronen im Jahr,wohlgemerkt bei 80%! Dieser Betrag war am Jahresanfang komplett abzudrücken!

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Samstag 4. Juli 2009, 16:20

Thilo Ka hat geschrieben:West-PKW´s werden für größere Laufleistungen und Standzeit gebaut
Im Ernst?
bei vielen XX´s guter Korrosionsschutz
Hast Du ein Glück, daß Du nicht "bei..." oder gar "Bei allen..." geschrieben hast - sonst wärst Du dranne schuld, daß ich hier vorm PC vor Lachen sterbe. Ich habe da schon Fahrzeuge des Volumenmodells (dritte Baureihe) gesehen, die der Tüffer nach nicht mal zehn Jahren mit gezieltem Einsatz des Schraubendrehers am Unterboden ins Nirvana befördert hat, so durchgefault waren die...
Wartungsstau fällt zunächst erstmal nicht auf
Da hast Du allerdings recht. Das gilt aber für fast alle Autos.
So. Aber nun genug dazu. Ich habe das hier mal in die "Einsdreier-Ecke" verschoben, weils da hingehört. Zurück zum Thema:
Will der OP seine Kiste nun reparieren? Ich würde ihm dazu raten. Eventuell wäre ja auch der Besuch einer Selbsthilfwerkstatt ein guter Plan, wenn er schon keine eigene Garage hat, ist das immer eine gute Idee.

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Samstag 4. Juli 2009, 20:07

Na,bei einigen VW´s,auch bei dem Polo den ich besaß war der Korrosionsschutz gut, wirklich.
Gibt schon Ausnahmen,klar.Durchgegammelte Schweller beim 3er Golf zum Beispiel.Selber schon gesehen. Konnte
ich erst gar nicht glauben.Bei älteren OPEL`s gibts Probleme mit hinteren Kotflügeln,die durch sind. Ist sogar ein noch
größeres Problem als bei VW.
Und von der Laufleistung...Ich fuhr den Wagen von Juni `07 bis Februar diesen Jahres. (Leider) zu teuer gekauft vom
Händler (900€) mit ca. 140TKM runter. Privat war aber nichts aufzutreiben, außer irgendwelche zwielichtige Gestalten,
die nicht mal nen Brief zum Wagen hatten.Fuhr ca. 40TKM mit dem Wagen.
Bilanz: In dieser Zeit diverse Glühlampenwechsel,(Glühlampenglaskolben werden schnell schwarz= zu hohe Spannung drauf).
Kombistecker am Lampenträger schlechte Kontaktgabe= beim Bremsen geht Blinkleuchte aus/selber in Griff bekommen,
defekte Stoßdämpfer vorn (in Selbsthilfe erneuert,neue Dämpfer für ca.50€.),verschlissene Bremssteine und Bremsscheiben.
(auch in Selbsthilfe erneuert, ca.40-50€ für ein paar Scheiben und Bremssteine).
Erhöhtes Spiel der hinteren Radlager. Radlager nicht erneuert sondern nachgestellt.
Bei Km-Stand von ca. 160TKM Getriebewechsel(sehr starke Heul.-bzw. Schleifgeräusche (VW-typisch) und Späne im Getriebeöl,
Getriebe selbst war dicht und Öl war drin. Für ca, 100€ ein gebrauchtes einbauen lassen (als ich in Leipzig gearbeitet habe,
kam ich weniger zum Schrauben als jetzt) inklusive bessere gebrauchte Kupplung und Arbeitsleistung.
Und dann noch Austausch des flexiblen Kopexrohres an der Aupuffanlage hinter dem Kat und Austausch einer der beiden
Kraftstoffpumpen (bei halbvollem Tank stotterte der Motor gelegentlich und ging ohne Vorwarnung aus.Voller 5-Liter-Kanister war
somit immer mitzuführen). Diese beiden Mängel abzustellen war aber nicht weiter kostenintensiv.(Gebrauchtteile).
Die Mängel traten natürlich nicht alle auf einmal auf.Also für diese Laufleistung sind die Ausgaben noch ok,oder?
Also ich habe viel Gebrauchtteile verbaut bzw. wenn neu dann von Ibäh. Diese Teile vom Auktionshaus hatten jetzt zwar teilweise
Differenzen bezüglich der Passgenauigkeit und Qualität,aber das steht ja auf einem anderen Blatt. Das ich z.B. die Belagträger der Bremssteine mittels Schleifbock den Originalteilen anpassen mußte :idea: war weniger ok,ich weiß. Auch das ich mit diesen
Bremssteinen mehr Bremsfading hatte als mit den Originalteilen.Und wie gesagt,ganz großes Manko: die 500€ Versicherung
und das kaputte Getriebe.Wobei man sagt,ein Getriebe gehöre zu den haltbarsten Baugruppen eines PKW´s.
Der Polo hatte einen Vorbesitzer Jahrgang `43 und war nicht "runtergedreht".
PS: Mir fällt grad noch ne lustige Anekdote ein: Vorm Getriebewechsel wollte ich mal den Ölstand vom alten Getriebe
kontrollieren. Wagen vor der Garage abgestellt,keine Handbremse gezogen sondern 1.Gang eingelegt.Mache ich
meistens bei allen Viertaktern so..Dann nicht so richtig gewußt,welche Inbusschraube jetzt die Kontrollschraube ist.
Also hab ich Peter,den Lebensgefährten meiner Mutter, gefragt welche Schraube das ist. Er meinte es wäre die vorderste
Schraube.War ´ne ganz komische Schlüsselweite,ewig gesucht....War auch kein Inbus sondern so eine komische Torxschraube(?)
Schraube ging sehr schwer raus.Gewinde defekt,verschmutzt??War auch zuviel Öl drin. Bestimmt 0,5L zuviel. Und das rauslaufende
Öl enthielt viel "Goldstaub" :shock: sprich der Verschleiß befand sich schon im fortgeschrittenen Stadium :twisted: .
Als der Ölstand i.O. war schraubte ich die Kontrollschraube wieder rein. Und jetzt kommts:Wollte den Polo dann wegfahren,weil
er das Garagentor versperrte. Motor angelassen,Gang raus.....Schxxx! Schaltknüppel blieb wie angewurzelt im Ersten.
Was war passiert? Wir hatten versehentlich die Schraube für die Gangarretierung rausgedreht {Zahnlücke} ...
Normal sitzt die Kontrollschraube unverständlicherweise ganz hinten am Diff.Na für mich als 353er-Fahrer,der alles schön
mit Peilstab kontrollieren kann,ist es jedenfalls unverständlich :smile:
Ein Bekannter von uns beseitigte dann den von uns verursachten Schaden. Er meinte nur: Unter Umständen muß das
komplette Getriebe dazu zerlegt werden.. :shock: War aber zum Glück nicht notwendig.
So könnte man auch unbeliebten Polo-Fahrern einen Streich spielen... :twisted:


Gruß Thilo
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Samstag 4. Juli 2009, 22:30

Ich denke, ein anderes altes Auto für'n schmalen Taler wird mit ähnlichen Problemen aufwarten. Mit ALG wirst Du wohl kaum einen Neuwagen kaufen können. In der ADAC Zeitung steht zu lesen, daß "...mehr als 80% der befragten Antragsteller noch immer keinen Bescheid zum Erhalt der Abwrackprämie erhalten haben..."
Ist vermutlich eh keine Alternativefür Dich, Herold.

Bei allen Problemen, Verschleißmerkmale werden Dich bei allen betagten Fahrzeugen mehr oder weniger gleichermaßen einholen. Vielleicht nicht unbedingt die Kupplung, aber genügend anderer technischer Krempel - je jünger, je mehr Hightec, die dann kaputt gehen mag. Toll, wenn dann bei dem "neuen Wagen" immer wieder so eine Lampe aufleuchtet, ohne das man die Ursache findet...

Meine Frau fährt Opel Kadett, der ist mit 19 Jahren, 240.000 km wirklich betagt, hat aber in den letzten 10 Jahren wenig Arbeit gemacht. Ich habe jetzt die Zylinderkopfdichtung erneuert. Das ist an einem Tag zu schaffen, selbst mit wenig Übung und als Laternenparker. Der 1.3'er Motor ist ähnlich einfach. Die Reparatur hat mich ca. 40 Euro gekostet: Kopfdichtung, Schrauben, 4 Zündkerzen.
Ja, es sind noch ein paar Dinge mehr an dem Wagen zu machen, die ich selbst auch nicht kann (...Rost am Radkasten). Da brauche ich Unterstützung von Freunden.

Mancher meint, ich solle mir für Taschengeld ein anderes Auto zulegen, statt hier Zeit und Geld reinzustecken. Ich denke dennoch, daß es der wirtschaftlichere Weg ist. Ich muß nichts ummelden, nichts abschleppen, entsorgen. Der gewohnte, vertraute Wagen verrichtet weiter seinen Dienst. Plaketten hat er auch bis zum abwinken...

So will ich Dir Mut zusprechen. Halt den Wartburg fest. Gerade 1.3'er sind lohnenswerte Autos: selten und Wertsteigerung garantiert!

Hier haben sich immer wieder Leute im Forum zusammengefunden, um sich gegenseitig zu helfen. Da fallen mir zahlreiche Beispiele ein, ob in Hamburg, Düsseldorf, Erfurt, Dresden, Neureetz, Leipzig usw.
Also nichts übers Knie brechen, schon morgen könnte Dir geholfen sein. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, ausnahmsweise über die IFA-Pannenhilfe nette Helfer und Kontakte zu finden?!
Beste Grüße
Peter

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Samstag 4. Juli 2009, 22:54

Stimmt! ALG ist immer ´ne beschxxxx Basis für einen PKW!
Wenn sowieso so gut wie nichts aufs Bankkonto draufkommt, ist es egal ob man ein älteres wartungsaufwändiges Auto
fährt oder einen neueren,sparsameren Wagen,wenn man diesen dann monatlich finanzieren darf. Bar wird ja heutzutage
niemand mehr etwas kaufen können. Ist nicht böse gemeint,Herold. :smile: Ist halt ´ne blöde Lage.

Gruß Thilo
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Tomtom
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Samstag 4. Juli 2009, 23:28

Herold, in Pirna residiert doch Kollege Jugendtraum.
Vielleicht kann er Dir ja mal mit Hilfe und Kontakten unter die Arme greifen? Oder ruf mal den Pannenhelfer an, er wird Dir vielleicht sagen können, wer in Deiner Ecke noch einen Warti hat.
Das könnte Dir doch helfen, erstmal einen Überblick über die Situation am Wartburg zu bekommen? Wahrscheinlich ist es ein "gefühlter" Berg, der leichter wegzuschieben ist, als befürchtet? Dafür drück ich Dir die Daumen.

Und wenn Du an verkaufen denkst, mach Fotos. Die Jungs hier sind bildergeil, aber sags nicht weiter... :smile:

Achja: Der Wartburg ist schon bezahlt, ein anderer noch nicht. Und für 1000 Euro wirst Du nix kaufen können, was Dich die Werkstatt vergessen lässt. Da ist der TÜV erschlichen, die Bremsen sind kurz vor dem Ende und versteckte Unfallschäden die Regel...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Herold
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Herold » Sonntag 5. Juli 2009, 00:05

Hallo Thilo, Tobias, WartburgPeter und TomTom,

besten Dank für Eure teilweise sehr ausführlichen Beiträge und das Mut-Machen! Das hat mich doch sehr beeindruckt und ich finde es auch toll, dass es so eine nette Gemeinschaft gibt, dass Ihr regelmäßig Treffen und gemeinsame Ausfahrten macht und einige sogar einen Pannenbenachrichtigungsdienst eingerichtet haben.

Auch gefällt mir dieses Forum hier optisch, gestalterisch und bedienungsmäßig sehr gut und vor allem…, es ist ohne lästige Werbeeinblendungen. Würde mir echt schwer fallen, mich davon trennen zu müssen.

Ja gut, ich werde da mal einen Versuch starten, Wartburgfreunde aus Dresden oder nahem Umfeld persönlich kennen zu lernen. Vielleicht weiß einer eine Lösung?

Wohnt von Euch evtl. jemand in meiner Nähe? Leider ist hier oftmals der Wohnort nicht ausgefüllt.
(Wäre vielleicht für alle ganz interessant, wenn in der Mitgliederliste statt "Rang: Werkzeugsucher o.ä." die Wohnorte angegeben wären. Nur mal so als Anregung!)

Da ich wegen dem Kupplungsproblem zur Zeit besser nicht mehr fahren will, bleiben mir nur Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel übrig, um irgendwohin zu kommen.

Ich würde mich also freuen, ein paar Kontaktmöglichkeiten von (oder zu) Auto-Bastlern meiner Umgebung zu erhalten. Gern über die PN-Funktion (oder E-Mail). Bei Angabe von Telefonnummern bitte die Festnetznummer angeben.

Soviel erstmal für heute. Ich bin jetzt hundemüde. Melde mich auf alle Fälle wieder!

Tschüß und einen schönen Sonntag!

Gruß Herold

TV P50
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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon TV P50 » Montag 6. Juli 2009, 18:08

Hallo Herold

Hab mir mal alles durchgelesen. Ich gehe davon aus das es weder Automat, noch Scheibe(außer der Verschleiß), noch Kupplungsseil, dein Problem sind.
Wichtig wäre zu wissen, ob es die erste Kupplung noch ist?
Ich geh davon aus ja. Und ich bin mir fast sicher das dein Problem im Hebel liegt. Wenns Automat oder Scheibe wären, dann würde es dauerhaft kaputt sein und nicht nach nem Werkstattbesuch wieder gehen.
Haben die wirklich nichts gemacht? Ich vermute doch. Die haben das Seil ausgehangen, festgestellt das der Zug ok ist, haben den Hebel zurückgebogenund dann gings wieder, bis jetzt......

Bei 140tkm wird deine Scheibe seine Grenznutzdauer überschritten haben. Das bedeutet auch das der Hebel immer weiter zurückkommt. Der Hebel ist eine Fehlkonstruktion am Wartburg 1.3, da er bei abgenutzter Scheibe so weit nach hinten kommt, dass er beim betätigen verbiegt(u.a. weil er so kurz und so schwach ausgeführt ist). Das ist bei dir passiert. Beim treten hat sich der Hebel verbogen und du konntest bis ins Bodenblech treten ohne das die Kupplung trennt.

Man kann ihn verstärken indem man einfach nen Stahlstift hinten anpunktet. Ich hab mal einfach ne Schraube genommen, Kopf abgetrennt und jeweils oben und unten am Hebel eine angepunktet und ihn damit versteift.
Wenn der einmal gebogen ist, wird er eh weich und man kann ihn nur verstärken oder gleich ganz tauschen.
Dazu kommt natürlich das du die Kupplungsscheibe tauschen must, da die Beläge runter sind.

Da das alle von ner Werkstatt gemacht, schnell den Zeitwert des Wagens übersteigt, wird es wirklich das Beste sein Leute zu treffen mit den du gemeinsam den Schaden beheben kannst.

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Re: Kennt sich jemand mit der Kupplung aus - auch von innen?

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Montag 6. Juli 2009, 20:06

Das freut mich jetzt aber doch ein wenig, daß ich mit meinem Tip nicht ganz verkehrt gelegen haben könnte.
Wirklich erstaunen tät' mich so ein Problem nicht, am 1.3 sind viele Dinge sehr deutlich nicht für die Ewigkeit konstruiert - vorsichtig ausgedrückt.

Tobias
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