Mein Rundheck-Kombi

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 8. September 2014, 13:38

carsten hat geschrieben:Mal ein kleiner Zwischenstand zum Zeitaufwand bisher.

Dank der Angewohnheit immer ein Start- und ein Endfoto zu knipsen sind die Kombi-Zeiten recht gut dokumentiert.

Seit dem Oktober 2009 habe ich es 90 mal geschafft in die Garage (bzw. an den Kombi) zu kommen.

Zwischen Januar 2010 und Februar 2012 ist anscheinend nichts am Kombi passiert. Da gab es wohl andere Baustellen (z.B. Getriebe und Motor) und nicht zu vergessen, Töchterchen war noch nicht im Kindergarten.

In den 90 Tagen sind knapp 174 Stunden am Kombi dokumentiert. Dabei natürlich auch Zerlegen und Dokumentieren.

Nicht erfasst sind solche Nebenschauplätze wie Recherche, Teilesuche und -beschaffung, Material- und Werkzeugsuche/-beschaffung.



Hier mal ein kleines Update:

Zu den oben genannten Zahlen gesellen sich noch knapp 42 Stunden bei 23 Garagenbesuchen (einige davon sogar am selben Tag).

Bild Es wurden also bis heute 216 Stunden am Kombi gearbeitet. Bild
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 10. September 2014, 10:03

Paläontologische Senastion:

Einäugige Oxidschlange {sehrfreuen}
Dateianhänge
IMG_2144[1].jpg
Zuletzt geändert von carsten am Mittwoch 10. September 2014, 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 10. September 2014, 11:15

OK, es war doch nur ein Teil von Schweller und Federtunnel ; ).

Kombi Bilder Serie 78

Gestern bin ich mit meinen vorgeschnittenen Schwellerblechen, nach vorheriger telefonischer Abklärung, zu Fuß zum wenige Minuten entfernten Metallbau-Betrieb gegangen.
Ich kenne zwar die Maschinen und Anlagen die es so gibt, aber irgendwie ist es doch immer beeindruckend, wie schnell und einfach manche Arbeitsschritte sind, die bei mir wirklich lange dauern.

Da ich die Bleche noch nicht auf das Endmaß gekürzt hatte kamen diese also erst mal auf die hydraulische Schlagschere. Szzzzzzzzz…Bump. Fertig. Eine perfekte gerade Schnittkante. Dafür ist die Maschine allerdings größer als der Kombi selbst.

Nächster Schritt die hydraulische Kantbank. Die musste allerdings erst umgerüstet werden, da der Schweller für die Bank doch arg klein dimensioniert ist. Da die Schwellerbleche mit 2 m sowieso zu lang sind, wurden 5 cm abgeschnitten, um eine Probekantung vorzunehmen.

Die hydraulische Kantbank lässt sich über Digitalanzeigen super einfach einstellen und liefert absolut gerade Kanten. Auf Grund der Größenprobleme waren die Schweller noch etwas V-Förmig.

Die vom originalmaterial Ermittelten Maße sind 50 mm Innenmaß (höhe), 40 mm Außenmaß (breite) und 12 mm höhe für die Schweißstege. Gesamtbreite des Ausgangsteils ist bei 1,25 mm Blechstärke 151,5 mm.

Die Schwellerverlängerung wurde im Bereich des Schwelleranschlusses mit der Flex gekürzt. Und der Schweißsteg in dem Bereich nachgerichtet.

Da die neuen Schweller ja etwas V-Förmig waren wurden diese im Schraubstock nachgerichtet. die und wurden an der heimischen Werkbank nachgerichet.

Hierzu wurde einfach der Schweller in den Schraubstock gespannt und mit dem Aluhammer (beim zweiten Schweller mit dem Kunststoffhammer) die nun waagerechte Fläche begradigt. Ergebnis des ganzen, zwei wirklich schöne gleichmäßige Schweller.

Im direkten Vergleich mit den 1 mm Exemplaren wirken die 1,25 mm Teile wesentlich stabiler.

Nun geht es an den Bereich, an dem Schweller und Schwellerverlängerung miteinander verbunden sind. Der Schweller hat in dem Bereich eine Aussparung und die Schweißstege setzen sich am Ende fort und liegen dann als Verlängerung der Schweißstege am Radhaus an.

Die Schweißstege wurden angezeichnet, wobei das Stahllineal genau die passende Breite hat.

Nach wegschneiden des mittleren Teils wurden dann die Schweißstege mit der Faltenzange abgewinkelt und mit dem Sickenhammer nachgesetzt, damit sie bündig und winklig abschließen.

Nun konnte das Stück im Verbindungsbereich entfernt werden. Nach Messen und Anlegen der Verlängerung erscheint das Angezeichnete irgendwie zu groß. Also die Teile zusammengelegt und mit einem Filzer die Innenkante (+3 mm) abgenommen. Mit etwas Reserve den Bereich mit der Blechschere ausgeschnitten. Leider ist 1,25 mm für meine Scheren doch arg viel, so dass nur die Geradeschere eingesetzt werden konnte. Den Rest wollte ich dann mit der Schruppscheibe verschönern, wenn die Teile verschweißt sind. Theoretisch hätte man die Öffnung wohl auch weglassen können, aber wenn sie da war, dann kommt sie auch wieder hin.

Als Test für die folgende Schweißnaht zwischen Schweller und Verlängerung wurde ein 1,25 mm Reststück gekantet und ein weiteres Stück plan daneben gelegt. Dann Autogen mit Zusatzdraht verschweißt und erstaunlicherweise klapp es sogar noch ganz gut.

Es folgte nun eine gefühlte Ewigkeit (ich Echtzeit aber nur eine halbe Stunde), die damit verbracht wurde den Schweller zu fixieren und besonders fummelig die Verlängerung darauf so auszurichten, dass die Auflagefläche für das Bodenblech in einer Ebene ist und dass die Schweller Verlängerung parallel zum Schweller ausläuft.

Als dies gelungen ist werden die Teile autogen verschweißt. Dann wurde das Teil ausgespannt und die Nähte bis zum Ende durchgezogen und die Schweißstege durchgeschweißt.

Nun wollte ich eigentlich mit der Schruppscheibe die Öffnung noch etwas verschönern, aber die Flex passt leider nicht. Also mit der Feile nachgearbeitet. Sollte ich lange Weile haben bessere ich da noch mal nach, aber im Moment sieht es nicht danach aus.

Nun muss der alte Schweller aus dem Auto entfernt werden, um den neuen anzupassen. Vorne und hinten ist der Schweller noch zu lang und muss entsprechend gekürzt werden.

IMG_2195[1].jpg


Meine Schweißnaht ist zwar nicht ganz so schön, wie die originale, dafür schweiße ich aber ja auch nicht so oft wie der Kollege im Werk.
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon olaf » Donnerstag 11. September 2014, 19:07

Mensch wen du so weiter machst, bist Du ja balt nen Meister {anbeten} {top}
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Soll ich für dich noch nen Kasten Bier oder so mit bringen.?? als dankeschön

{winken}

Ich hab grad noch ma deine Mail wegen Sammstag gelesen. -roll- HH Tondorf is ja um die Ecke. !!!
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 11. September 2014, 19:32

Ich bin doch auch immer wieder begeistert, mit welcher Exaktheit und welcher Hingabe Du dich dem alten Gammel widmest! Klar, ich habe mir auch schon viel und lange alten Gammel angesehen, schließlich hat er immer ein Geheimnis, nämlich das, wie es mal aussah, und wie es wieder aussehen muss. :smile:
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 11. September 2014, 21:52

olaf hat geschrieben:Mensch wen du so weiter machst, bist Du ja balt nen Meister.


;--) Lass mal die Kirche im Dorf, wir müssen erst mal schauen, ob wie die Schürze vernünftig hinbekommen.

olaf hat geschrieben:Ich freu mich schon auf Sammstag


Ebenso, ich hoffe mein Chaos und die Enge in meiner Schrauberhöhle sind kein Schock für dich.

olaf hat geschrieben:Soll ich für dich noch nen Kasten Bier oder so mit bringen.?? als dankeschön


Ne, alles gut, irgendwann habe ich bestimmt mal was, wo ich Hilfe brauche.

olaf hat geschrieben:is ja um die Ecke. !!!{anbeten}


:smile: :smile:
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 11. September 2014, 22:25

Wartburgbauer hat geschrieben:Ich bin doch auch immer wieder begeistert, mit welcher Exaktheit und welcher Hingabe Du dich dem alten Gammel widmest! Klar, ich habe mir auch schon viel und lange alten Gammel angesehen, schließlich hat er immer ein Geheimnis, nämlich das, wie es mal aussah, und wie es wieder aussehen muss. :smile:
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;--) Wie war das noch, 110 % geben und 90 % erreichen. Schön wärs. Manschmal bin ich selber ganz erstaunt, wenn das neue Teil plötzlich wie das alte Teil aussieht.
Aber es läuft auch einiges schief und kostet Zeit, wie beispielsweise der untaugliche Versuch das 1,2 mm Blech mit dem Faltenzieher zu stauchen (und dann auch noch die Falten einzuebnen) oder durchgebrannte Löcher beim Autogenschweißen, falsche Kupferelektroden, oder oder oder. Die Stellenweise doch recht kurz gesteckten Planvorgaben, wie "Dieses Jahr sollen noch die A-Säulen gestauscht werden" :shock: aus der Anfangszeit waren auch recht naiv. Aber es geht vorwärts.

Wie ist eigentlich bei der Barkasaktion der Stand `? Ich vermisse die Blechbeiträge von Dir [Bier]
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 11. September 2014, 22:42

Heute war mal Gelegenheit ein paar L-Träger und 4 Kantrohre zu beschaffen.

Da der Schweller auf der Fahrerseite heraus muss will ich den Innenkäfig lieber noch zwischen den B-Säulen verbinden.

Noch bin ich mir nicht ganz im klaren, an welchen Stellen ich dan Schweller vom Bodenblech trenne.

Mal schauen, morgen werde ich es mal angehen.

Für das Schließen der Schwellerenden habe ich nach einigen gegrüble auch eine Lösung, die zu den Fragmenten passt und auch noch Sinnvoll ist.

Auf Bildern sieht es häufig so aus, als ob die Enden einfach mit einem passenden Rechteck verschlussen wurden, das stumpf an der Kante angeschweißt ist.

Ich denke aber, dass eine Blechzunge am Schwellerende freigeschnitten wurde. Diese wurde an der 50 mm langen Seite nach vorn abgewinkelt,
so dass diese lange (senkrechte) Kante ohne Schweißnaht auskommt. Oben, Unten (also an den kurzen Strecken) und zum Schwellerdeckblech, bzw.
zum Radhaus wurden die Kanten dann autogen geschlossen.

Auf den Bildern des Bodenbleches von TinoS Kombi scheint es übrigens auch so auszusehen.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 12. September 2014, 16:46

So, der alte linke Schweller stand heute auf dem Programm.

Zu Sicherheit habe ich die B-Saulen noch miteinander verbunden und das Gestell zwischen A- und B-Säule noch durch eine Strebe geschlossen. Auf der anderen Seite ist der Schweller ja noch vorhanden, da bleibt der Bereich noch stabil.

Sicherheitshalber noch ein paar Maße abgenommen.

Und mit dem Stahlmaß noch mal dokumentiert wie krumm der Schweller war.

Der untere Abschluss der Spritzwand war noch ganz bewußt auf übermaß gelassen und muss nun seine endgültigen Maße finden.

Nach dem Anzeichnen von Bezugspunkten/linien kommt nun die Flex zum Einsatz und trennt das Bodenblech neben dem Schweller durch.

Die Sitzschienen werden erstmal ausgespart, da sie dem Boden noch stanilitär geben und soooo schlecht gar nicht aussehen.

Gerade im Berech der B-Säule und der dortigen Knotenbleche war es aber doch ein schwierigeres Unterfangen die Bleche zu trennen. Mit Hammer und Zirkel... äh Meißel und Flecx und Schrubbscheibe ging es dann aber doch. Natürlich wurde das Bodenblech, dass ich in dem Bereich erhalten wurde beschädigt. Aber das ist nun auch nicht viel mehr Aufwand.

Der untere Bereich der B-Säule ist mit dem Schweller auf Stoß geschweißt. Da das Schwellerblech dicker ist, ist dieser Bereich gut zu erkennen.

Um den Schweller anzusetzen muss die Karosse angehoben werden. Dafür habe ich ein 4 Kantrohr beschafft, dass den ganzen Boden stützen kann.

Nach der ersten Anprobe wird die Spritzwand angepasst. Der Schweißsteg passt übrigens perfekt zu der Kantung und dem Luftspalt.

Nach einigen Angepasse wird der hintere Abschluss der Schwellerbanane angezeichet und geschlossen.Die Auflagefläche ist schön plan.

Nachdem alles gaz ordentlich passt. Habe ich mal die A-Säule angesetzt, so kann der interessierte Beobachter mal den Aufbau dieses Bereiches erkennen.

Vorne muss der Schweller noch angepasst werden.

Das Bodenblech was jetzt noch über den Schweller ragt soll erhalten bleiben. Dort muss aber noch entrostet, begradigt und geschweißt werden. Wenn das durch ist, dann kann der Schweller an die vorhandenen Bleche angepunktet werden.



Kombi Bilder Serie 79
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 12. September 2014, 22:48

carsten hat geschrieben:Wie ist eigentlich bei der Barkasaktion der Stand `? Ich vermisse die Blechbeiträge von Dir [Bier]


Ruht, musste erstmal unseren Benztransporter H-Kennzeichen-fit machen, mit so gefühlten 2,5m² Blech... :lol:

Kommt wieder, eine Sorge...solange kann ich mir ja Deinen Gammel auf den Bildern ansehen.... :D

Ach und: Ordnung ist das halbe Leben! Ich lebe in der anderen Hälfte, Du offenbar auch...zumindest zur Zeit... :lol:
Macht nichts, gerade bei Platznot ist Ordnung schwer realisierbar...

Nur: Verdammt viel brennbares Zeugs in der Nähe, und so Haufen brennen Wunderbar...ich habe auf die Art schon hin und wieder Mülleimer, herumliegende Putzlappen oder die zum Schutz der Fensterscheiben beim Flexen gedachte Decke angezündet... -roll-

Nicht böse gemeint, nur so zum mal drüber nachdenken... [smilie=hi ya!.gif]
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon olaf » Samstag 13. September 2014, 19:48

Heute durfte ich dem Carstens über die Schulter schauen. -roll-
Ich muß sagen, der hat was drauf {anbeten}

Also wen ich die Flex an gesezt hätte, wär ich noch lange nich so weit.

Nun habe ich auch sein Vorhaben (Kombi) mal life gesehen.
Nun hab ich mal eine Vorstellung , was da für Arbeit drin steckt.

Hut ab {top}

Also wen du mal Hilfe brauchst Ich steh zur verfügung

Noch mals Danke

{winken}

Wartburg 311 167.JPG

Wartburg 311 172.JPG

Wartburg 311 173.JPG
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 15. September 2014, 11:24

Tomtom hat geschrieben:Ah!
Die "Schürzenjäger" waren am Werk. Coooooool {top}
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen....


Na, dann zeige ich mal den Weg, den Olaf und ich gewählt haben.

Kjeld hat ja schon einmal sehr schön einen Weg mit Mimis Vorrichtung für die Schürzenverlängerung gezeigt,
aber mangels Vorrichtung und der Sicken-Maße der Coupeschürze mussten wir eine anderen Weg gehen.

Vom ursprünglichen Plan die Schürze fertigzuschweißen haben wir lieber Abstand genommen, da dies wesentlich aufwändiger geworden wäre. Glücklicherweise stand noch eine weitere Schürze zu Verfügung, die als Spender missbraucht werden konnte.

Der erste Schritt war also erstmal das gewünschte Sickenteil von der Schürze zu trennen.

Der Schnitt verläuft auf der Höhe der Schraublöcher für die Stoßstangenhaltern

IMG_2269[1].jpg


Nächster Schritt war dann die Abschlusskante des Bleches und um das Zündungsloch zu begradigen. Dann die gebogene ehemalige Vorderseite (die mit dem Zündungsloch) mit Aluhammer und Handfaust zu begradigen, da dort die Krümmung noch zu stark war.

Das Blech selbst hat noch eine Wölbung um die lange Seite. Diese ändert die Richtung an den Seiten ca. 5 cm. neben der außen liegenden Sicke. Mit dem Kunststoffhammer kann das Blech an der Stelle leicht in die andere Richtung gedellt weden.

Vor der Passprobe muss aber in diesem Fall nach das alte Blech von der Schütze entfernt und der Flexrand anschließend geschlichtet werden.

IMG_2270[1].jpg


Beim Einschweißblech werden nun links und rechts die Schraubstege weggeschnitten und dann kann die erste Passprobe erfolgen.
Erst das Einschweißblech auf das Altteil draufgelegt und dann darunter.

IMG_2271[2].jpg


Die äußeren Sicken geben das Maß vor und werden als erstes angeschweißt. Für eine fluchtene Sicke wird ein Kupferrundstück untergelegt.
Dann der Bereich der Schweißnaht gereinigt und mit der dünnen 0,8er Trennscheibe ein Überlappschnitt (also durch beide Bleche) gesetzt.

IMG_2272[1].jpg


Dann das gleiche Spiel auf der anderen Seite. Nun die Naht mit dem Sickenhammer verdichtet und eingeebnet und den nächsten Teil der Naht gereinigt.

IMG_2273[2].jpg


Und so geht es Stück um Stück voran. Dann mit der Drahthexe Vorder- und Rückseite entrosten für die durchgezogene Naht.
Es wird einmal von außen und einmal von innen durchgeogen. Erstaunlicherweise brennt das Blech der Schürze (nicht das Ersatzblech) ruck-zuck und ohne Vorwahnung an einigen Stellen durch. Eine schöne Naht sieht anders aus. Aber es hält.

IMG_2274[1].jpg


Nun habe wir also die Schürze verlängert, aber es fehlt noch der Kasten. Olaf ist der Schlitzer und ich bin eher der Schläger, also Blechtechnisch....

Ich so, " Das treiben wir dahin, wo wir es haben wollen", und Olaf so, "Hmmm also wenn wir hier einen Schnitt machen und hier und dann hier...." und ich so, "also wenn wir das hier mit Hammer...und dann hier und dann"....

Also erstmal die Sicke eingeebnet und das Ende Rundung neu über dem Kugelkopfhammer herausgearbeitet.

Dann die Kastenmaße angezeichnet und vorsichtig auf dem Blech herumgeklopft.

Und nach eine Weile Olaf so, "Hmmm also wenn wir hier einen Schnitt machen und hier und dann hier...." und ich so, "also wenn wir das hier mit Hammer...und dann hier und dann".... und ich so "Schneiden können wir immer noch"..., wobei ich schon dabei war mich mir dem Gedanken an die Flex anzufreunden.

Also weiter, diesmal etwas stärker auf dem Blech herumgeklopft.

Und nach eine Weile wieder Olaf so, "Hmmm also wenn wir hier einen Schnitt machen und hier und dann hier...." und ich so, "also wenn wir das hier mit Hammer...und dann hier und dann".... und ich so "OK einen Versuch noch, dann können wir Schneiden".

Und diesmal richtig mir Kraft den Kasten mit Sickenhammer und Kugelhammer über die Kanten vom Schraubstock und dem Amboss getrieben. Zwischendurch durfte Olaf dann immer mal das von der Coupeschürze genommene Maß prüfen.

IMG_2275[1].jpg


Irgenwann war es dann so weit, dass die Schürze am Kombirahmen (der ja ein 59er Limorahmen ist) anprobiert wurde und wundersamerweise sofort passte.

IMG_2276[2].jpg

IMG_2278[2].jpg


Nach Nachsetzen der Kanten, Schlichten des Bleches und Nachsetzen der Sicken sieht das Ganze jetzt so aus:

IMG_2280[1].jpg
IMG_2281[1].jpg
IMG_2282[1].jpg
IMG_2283[1].jpg
IMG_2284[2].jpg


Hat über 7 Stunden gedauert und ist auch noch nicht ganz fertig. Die obere Einbuchtung für die Zündung muss noch verschlossen werden und auch der Spannungsriss unter der Mittelsicke will noch geschlossen werden und die lange Schweißnaht braucht auch noch an der einen oder anderen Stelle etwas Nacharbeit. Aber Olaf will ja auch noch was machen ; )

IMG_2285[1].jpg


Nun ist die Schürze lang und es hat wirklich Spaß gemacht.

Und warum ist es hier im Kombithread ? Ganz einfach, es war eine schöne Autogenschweiß- und Blechformübung für mich (und somit für den Kombi).
Ach ja und ich suche immer noch eine lange Frontschürze für den Kombi. :smile:

Schürzenverlängerung
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon olaf » Montag 15. September 2014, 18:22

Tach gemeinde

Ich muß sagen , es hat sehr fiel Spaß gemacht dem Carsten über die Schulter zu schauen.
Ich hät nich gedacht das es so funktioniert.
Mit solch einer Blech bearbeitung habe ich ja keinerlei Erfahrung.

Heute war ich ma schnell zu einer anprobe in meine Werkstatt. -roll-
Und was ????

Das dingens past auf anhieb. {goodidea}

Danke Carsten {top} {beifall} {beifall}

Gruß Olaf
Zuletzt geändert von olaf am Montag 15. September 2014, 18:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon olaf » Montag 15. September 2014, 18:29

Nu brauch ick noch TomToms Hilfe !!!!!!!!

Ich wolt grad den Schürtzenbeitrag in mein Tred viewtopic.php?f=24&t=9272 rein kopieren.

Ich schaff es nicht {anbeten}
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 19. September 2014, 17:25

olaf hat geschrieben:Heute war ich ma schnell zu einer anprobe in meine Werkstatt. -roll-
Und was ????

Das dingens past auf anhieb. {goodidea}


Glückwunsch, das freut mich wirklich. Bin mal auf ein Foto im eingebauten Zustand gespannt :smile: .
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 19. September 2014, 17:59

Ich bin zwar seit der letzten Aktion nicht mehr in die Garage gekommen, aber im Hintergrund geht es weiter.

Das Thema Schweißelektroden für die Punktschweißzange ist immer noch aktuell. Eine Preisanfrage bei einem Hamburger Händler war eher ernüchternd, Mindestmenge 3 Meter und preislich auch nicht sehr attraktiv. Vergleichsanfrage beim Onlinehändler bringt einen günstigeren Preis und flexiblere Mengen. Nun muss er nur noch liefern.

Eventuell werde ich mal versuchen die Zange mit längeren Elektroden zu nutzen, um Bereich zu erreichen an die Zange sonst nicht kommt. Das Aufeinanderdrücken muss dann im Bereich des Schweißpunktes irgendwie anders erfolgen. Beispielsweise mit Zangen links und rechts und einem Körnerschlag im Bereich des gewünschten Schweißpunktes, um den Stromfluss an der Zange einzuleiten und nicht über das Blech unter den Zangen. Muss ich erstmal testen. Zumindest für die Verbindung des Bodenbleches zur Spritzwand könnte das eine praktikable Lösung sein. Mal sehen.

Bis dahin ist aber noch ein langer Weg.

Der nächste Punktschweißkandidat ist ja der Schweller. Da ich ja so viel Originalsubstanz wie möglich (und für mich sinnvoll) erhalten möchte habe ich versucht das Bodenblech ab der B-Säule (bzw. einige Zentimeter dahinter) einigermaßen unbeschädigt zu lassen. Der Vorteil dabei ist, dass die Formen im Bereich des Radhauses erhalten bleiben und somit die Maßhaltigkeit gegenüber dem Urzustand wieder annähernd genau hergestellt werden kann.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Verschweißung zum vor dem Federtunnel liegenden Querträger (also dem stärkeren gewinkelten Blech) erhalten bleibt.

Und auch ganz praktisch die Verbindung von B-Säule, innenliegendem Querträger und Bodenblech bleibt bestehen und die Werksnähte bleiben erhalten.

Ob das Bodenblech wirklich noch gut wird sich erst nach dem Entlacken und Entrosten zeigen. Der Widerstand den das Blech aber beim Trennen des Schwellers gezeigt hat deutet eigentlich auf einen positiven Befund hin.

Die Schäden durch den Trennmeißel lassen sich hoffentlich mit dem Autogenbrenner schließen. Möglicherweise kann ich auch die Schäden im Bereich der Punktschweißung (dünneres Blech) autogen korrigieren.

IMG_2261[2].jpg


Und wenn das alles Schick ist, dann hat der Schweller auch wieder etwas an dem er sich festhalten kann.

So weit die Theorie, muss nur noch Zeit für die Praxis gefunden werden.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon olaf » Freitag 19. September 2014, 20:13

Und hir das Foto
Wartburg 311 174.JPG

Die Schürtze is aber nur rein gehängt.!
Bissel feinarbeit hab ich ja noch auf m Zettel.

Carsten ich mach morgen ma Fotos von den Sachen !!

Gruß Ole
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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Samstag 20. September 2014, 21:18

Kombi Bilder Serie 80

Trotz knapper Zeit ist der Plan im wesentlichen erfüllt.

Mit Bürste entrostet. Mit der Flex die Schweipunktreste entfernt. Mit Hammer und Fäustel das Blech geebenet und dann die Schnitte und Risse geschweißt. Dann die Nähte mit Fäustel und Sickenhammer eingeebnet und noch mal mit dem Brenner optimiert.

Und zuletzt die ganze Chose noch mit Phosphorsäure eingepinselt, um den Rost in den Rostnarben zu eliminieren. Der Pinsel hat diese Prozedur nicht überlebt.

Vorher habe ich noch einen Blick auf die Radkastenverstärkungen geworfen. Die Winkel auf dem Federtunnel sind recht eindach geformt und an den Seiten autogen verschweißt.

Das andere Teil scheint ohne Schweißnaht auszukommen. Mal schauen wie es nach dem Sandstrahlen aussieht.

Beim letzten Bremseneinstellen müsste ich leider feststellen, dass meine Entlüftungshilfe zu Tode gealtert ist. Zum Glück war mein Sohn in der Nähe und ein altes Glas mit Schlauch war auch griffbereit.

Für die Reparatur hatte ich ein passendes (hohes) Glas zwischenzeitich bereitgestellt und nun ging es nur darum die Teile umzubauen.

War doch aufwändiger als gedacht, da das Teil dür den Schlauch aufgelötet war. Mit dem Brenner war das aber schnell entfernt und von der Wasserrohrinstallation habe ich auch noch Flussmittel und Weichlot über, so dass das Teil wie vorher wieder zusammengebaut werden konnte. Sogar der Halter konnte nach aufbiegen übernommen werden.

Irgendwie sieht es mit dem Glasbehälter auch besser aus und kippt nicht mehr so schnell um. Es ist nur fraglich wie lange das Blech der Bremsflüssigkeit trotzt.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 21. September 2014, 22:46

Schön zu sehen, dass mal was am Kombi quasi von allein geschieht (also außer Rost und Moder).

Der dünne Film Phosphorsäure hat ein schönes blankes Blech hinterlassen.

Hier mal die vorher / nachher Bilder, wobei ja Blankbürsten und Schweißen noch dazwischen lagen.

IMG_2097[1].jpg
IMG_2322.JPG


IMG_2298[1].jpg
IMG_2323.JPG
Zuletzt geändert von carsten am Dienstag 23. September 2014, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 21. September 2014, 22:50

Auch ich schwöre aus Phosphorsäure...
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 24. September 2014, 09:44

Der Schweller ist am Auto, bis dahin war es aber ein langer Weg und zwischenzeitlich war meine Frustgrenze auch fast erreicht.

Aber vorn vorne:

Zur Sicherheit habe ich die relevanten Maße noch mal aus den Fotos zusammengetragen. Warum ich die Skizze so klein gemacht habe ? Keine Ahnung, liegt wohl daran, dass es ein Spickzettel ist.

Abweichend vom Urzustand habe ich mich nach einigen Überlegungen entschlossen den Schweller mit Ablauflöchern zu versehen. Dazu wird der untere Schweißsteg an den entsprechenden Stellen umgeformt/gesickt.

Eigentlich wollte ich alle Sicken dazu im Schraubstock treiben, aber leider haut das vom Platz nicht hin. Also müsste der Schraubstock um 90 Grad gedreht werden. Geht aber nicht. Ich habe aber noch ein paar Stücke 4 Kantrohr, die ich fix zusammenschweiße und dann in den Schraubstock spanne. Dann kann ich die Sicken darüber treiben.

Die Idee war ganz gut, nur leider passt es nicht wie gedacht. Da die Backen des Schraubstockes sehr tief sind komme ich mit dem Schweißsteg nicht mal in die Nähe der Vorrichtung.

OK, also nehme ich ich Heimwerkerbank. Das Ding hat bei der Schürzenaktion mit Olaf einen leichten Brandschaden erlitten und stand zum Auslüften draußen. Die Brandstellen haben zwischenzeitlich mal eine Ladung Lack bekommen, da dieses verbrannte Pressspanzeug wirklich übel riecht.

Also den Schweller aufgelegt. 4 Kantrohrstücke untergelegt und das Blech mit der Vorrichtung um geformt. Ich habe mal verschiedene Varianten von Abläufen angezeichnet, 3 Stück, 4 Stück und 5 Stück. Entschieden habe ich mich dann für die Variante mit 4 Abläufen (+ 1 in der Schwellerverlängerung).

Nicht original, aber nur sichtbar, wenn man unter dem Auto liegt.

Dann den Schweller mit Phosphorsäure dünn eingepinselt und einwirken lassen. Anschließend die Reste abgewischt und mit Aceton abgerieben. Die Stellen am Auto wurden ebenfalls mit Aceton gereinigt.

An der Spritzwand musste im Schweißbereich der gelbe Grund entfernt werden. Das Zeug ist wirklich extrem zäh und ließ sich nur mit der Drahtbürste entfernen.

Dann kam an die später nicht mehr erreichbaren Stellen Schweißgrund. Das Zeug soll schweißbar sein, insbesonderen mit Punktschweißzangen, wenn es noch nicht voll durchgetrocknet ist. Die Trockenzeit wurde mit Abendessen genutzt.

Nun ging es ans Anpassen. Das hat natürlich wieder einige Zeit gedauert. Schweller in Position, muss aber noch nach innen. Nun Stimmt es, aber nun ist es hintern zu kurz. Wieder lösen, vordere Spritzwand noch etwas einkürzen. Schweller nach hinten schieben, nun stehen hinten die Schweißstege übereinander. Mit der Schere angepasst. Fummel hier, fummel da, Nachsetzen der Blechlasche an der B-Säule . Einbringen eines 1 mm Bleches als Abstandhalter für das spätere Schwellerdeckblech. Und irgendwann passt der Schweller so, wie es die alten Maße vorgeben.

Die Schweißelektroden für die Punktschweißzange (PSZ) sind leider noch nicht da, aber an einem Armsatz sind noch alte , die ich nehmen kann.
Leider halten die nicht so wie sie sollen und geben unter Druck immer nach. Nach ewigem Gewerke wird die Zange getestet und macht prima Punkte.
Die Ausknöpfprobe verläuft auch positiv, als auf ans Kombi Blech.

Da läuft dann gar nichts. Die Zange bekommt kaum Kontakt. Die Elektroden geben nach und die Schweißpunkte sehen echt schlecht aus. Irgendwie will das nicht funktionieren. Das Werkzeug, dass eigentlich so einfach zu bedienen sein sollte wie ein Tacker macht die meisten Probleme.

Die Schweißpunkte an der Spritzwand werden besser, aber immer noch nicht perfekt.

Der hintere Bereich des Schwellers, der früher Autogen geschweißt war und die Verbindung von Schweller, Bodenblech und Querblech darstellt habe ich mit dem Schutzgasgerät geschweißt. Die Grundierung ist zwar schweißbar, aber in Zukunft schleife ich das Zeug weg.

Die Schweißpunkte habe ich mit dem Autogenschweißgerät nachgearbeitet. Vorne ist das Ergebnis OK, hinten eher durchwachsen.

Also warte ich auf die Elektroden und widme mich dann noch mal dem Thema. Vom Punktschweißen hatte ich da erstmal genug. Aber ich konnte mich wenigstens noch am perfekten Sitz des Schwellers erfreuen und um noch ein kleines Erfolgserlebnis mitzunehmen habe ich meine kleine Strahlkabine noch mit Beinen ausgerüstet, die ich von einem kleinen Kicker amputiert habe. Nimmt jetzt zwar nicht weniger Platz ein, aber die Höhe ist sehr schön, die Farbe passt und darunter ist Platz für das Strahlmittel.

Der Innenraum der Kabine soll noch etwas optimiert werden, dafür liegen schon die PC-Seitenteile bereit.

Zumindest vom Weiten sieht der Kombifortschritt auf dem Suchbild schon ganz gut aus...


Kombi Bilder Serie 81
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 24. September 2014, 16:41

Noch mal einen Nachtrag:

Den Schweller passe ich an der Karosserie an die Spritzwand an. So sollte der Abschluss bündig abschließen.

Das Bodenblech im Bereich des hinteren Radhauses wird angepunktet, wenn das Material für die Elektroden da ist und wenn die Zange mehrere Testschweißungen zuverlässig hinbekommen hat. Um an die entsprechenden Stellen zu kommen muss dafür das vergammelte Blech im unteren Berech des Radhauses, das sich vor der Schwellerverlängerung befindet etfernt werden. Zuvor muss aber für diesen Bereich ein passendes Blech geformt werden.

Der Ärger über die häßlichen Schweißpunkte ist langsam verflogen. Muss ich halt noch etwas mehr Arbeit an den Stellen investieren, um es wieder hüsch zu machen. Wär ja auch langweilig, wenn immer alles glatt gehen würde.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon B1000-RTW » Mittwoch 24. September 2014, 16:56

Hut ab! Ich hätte mir schon längst nen neuen Spender besorgt! :sad:
Viele Grüße vom Preußen aus Sachsen
Olli

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 25. September 2014, 10:18

B1000-RTW hat geschrieben:Hut ab! Ich hätte mir schon längst nen neuen Spender besorgt! :sad:


Vielen Dank, so eine Anerkennung motiviert wirklich sehr {top}

Für den Kombi habe ich eigentlich schon ziemlich viel Zeug zusammen, so dass ein weiterer Spender nicht nötig ist.

Bisher haben sich zwei A-Säulen (allerdings eines späteren Baujahres), zwei Rohbautüren, ein Scheibenrahmen, passende Innenkotflügel, Außenkotflügel, ein zeitlich passender Rahmen mit Anbauteilen, ein DDR-Regeneriertes Getriebe passenden Baujahres und noch einiges an Kleinteilen angefunden.

Es fehlt noch
ein passender Tank,
ein gut erhaltenes Kofferraumbodenblech,
ein gut erhaltenes vorderes Bodenblech,
eine lange Fronztschürze,
Kleiderhaken,
geflochtene Haltekordeln für die B-Säule in grau,
geflochtene Zuziehgriffe für die Türen in grau
und sicher noch das eine oder andere Teil, das ich noch gar nicht auf dem Zettel habe.

Der Vorteil bei diesem Langzeitprojekt ist, das man reichlich Zeit für die Ersatzteilbeschaffung hat.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 25. September 2014, 10:25

Auf der Faherseite ist der folgende Bereich nicht mehr vorhanden gewesen. Es konnten lediglich mit viel Phantasie die ursprünglich vorhandene Blechlagen erahnt werden. Auf der Beifahrerseite sieht dieser Bereich deutlich besser aus, allerdings it auch hier schon einiges weggegammelt, überschweißt und zurechtgedengelt worden.

Der Bereich auf den Bildern wurde bei späteren Baujahren mit einem eigenen Holm versehen.

Bild

Bei diesem Kombi gibt es den Holm noch nicht. Die vorhandenen Reste lassen darauf schließen, dass der Radhausholm an der unterseite des vorderen Teiles so ausgeformt war, dass damit ein Verstärkungsblech davon überlappt wird. Diese Verstärkungsblech liegt plan auf dem Radkasten auf und führt bis zum Karosserieboden im Bereich der Schwellerverlängerungen.

Am Federtunnel ist ebenfalls ein Blech erkennbar, dass von der Oberkante bis auf den Karosserieboden zu führen scheint.

Es scheint so, als wäre ein gewinkeltes Blech als zusätzliche Verbindung/Versteifung zwischen Radhaus und Federtunnel angeschweißt gewesen.


IMG_0067[1].jpg
Verstärkungsblech Beifahrerseite
IMG_0068[1].jpg
Radhausholm mit unten anschließendem Blech und Blechstreifen am Federtunnel
IMG_0069[1].jpg
Radhausholm mit unten anschließendem Blech und Blechstreifen am Federtunnel
IMG_0070[2].jpg
Radhausholm mit unten anschließendem Blech
IMG_0071[1].jpg
Radhausholm mit unten anschließendem Blech
IMG_0073[1].jpg
Unterer Abschluss zum Bodenblech



Bei Kjeds Thread habe ich mir mal dieses Bild geborgt ;) {winken}

Bild

Auch hier kann man dieses Blech noch erkennen, allerdings ist das Radhaus nicht mehr im Urzustand.

Vielleicht hat ja noch jemand entsprechendes Bildmaterial, wie die Stelle mal ausgesehen hat. :smile: :smile:
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 25. September 2014, 12:41

Bei meinem ist an der Stelle, wo das Winkelblech in den Querträger gehen würde dieser ausgeschnitten.

Vielleicht war der Winkel hier passend eingesetzt ???

IMG_0570[1].jpg
Teilsaniert


IMG_9922[1].jpg
Vor der Demontage



PS: Nun machen sich die vielen Bilder bezahlt.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 26. September 2014, 20:42

Kombi Bilder Serie 82

Da ich die hässliche Schweißsstelle erstmal mit vergessen will, konzentriere ich mich lieber auf das vordere Ende des Schwellers (der ja eigentlich auch Längsträger heißt).

Der Schweller wird vorne gekürzt, so dass noch 5 cm stehen bleiben. Eigentlich reichen ja 4, aber ich bin ein Freund des Übermaßes.

Dann freischneiden der hinteren Blechfahne, so dass oben und unten noch ein kurzer Steg bleibt. Die Blechfahnen dann nach zur Blechmitte stauchen, damit diese in den Schweller greifen, ohne diesen zu spreizen. Anprobieren, Messen, nachjustieren und autogen verschweißen. Zur Sicherheit habe ich auch noch die innenliegenden Stege verschweißt.

Eigentlich ist die Höhe jetzt genau 50mm, das Bild mit dem Zollstock müsste durch die Perspektive irritieren (hoffe ich jedenfalls). Sicherheitshalber messe ich da wohl noch mal nach und korrigiere das gegebenenfalls. Wäre ja auch blöd, wenn die Karosserieauflagen schräg sitzen und das Wasser in den Schwellern gar nicht zu den nachgerüsteten Ablauflöchern gelangen kann.

Die nach außen zeigende Kante des vorderen Abschlusses wurde mit Hammer und Sichel Fäustel umgelegt und dann mit dem Sickenhammer nach vorne gestaucht. Das Abdeckblech schließt plan ab und das Schwellerdeckblech würde ebenfalls plan aufliegen.

Da der alte Schweller zwei 8 mm Löcher im Sichtbereich hatte soll auch der neue Schweller diese Löcher bekommen.

Hat jemand eine Idee wofür die mal waren ?

Das vordere Loch befindet sich ca. 20 cm vom vorderen Schwellerende/Spritzwand und einen Zentimeter vom Schweißsteg. Das nächste dann 77 cm (Mist ich kann meine eigene Schrift nicht lesen) von der Mitte der vorderen Bohrung.

Die vordere Karosserieauflage war ja schon improvisiert, da dort ein großes Stück massiven verzinkten Bleches eingesetzt war. Die hintere Auflage scheint aber noch unverbastelt.

Die Schrauben waren nur noch mit der Flex zu lösen.

OK, aufs Flexen habe ich eigentlich keine Lust, da meine Staubmasken alle sind. Also schaue ich mir lieber das Fragment des hinteren Federtunnels an und auch da sind noch die Spuren eines gewinkelten Bleches zwischen Radhaus und Federtunnel erkennbar. Am Federtunnel war dieses Blech ursprünglich mal punktgeschweißt.

Als ich gerade mit einem alten Mundschutz anfangen will zu schweißen kommt der Postbote und bringt Nachschub. Ich hatte vorher ein Paket mit FFP2 und blöden Gummibändern, die schnell gerissen sind. Nun kamen FFP3 Masten mit vernünftigen haltbaren Gummizügen im 10er pack für knapp 2 Euro das Stück. Mit den Dingern lässt es sich echt angenehmer arbeiten als mit den alten
http://www.ebay.de/itm/10X-Staubmasken- ... 1306828199?

Also runter mit den Resten der Karosserieauflage. Darunter befinden sich im Blech 3 Löcher, wobei das mittlere keine erkennbare Funktion hat, aber möglicherweise fertigungstechnisch erklärbar ist.

Der Gewindeträger hat zwei Gewinde und dazwischen ein Loch mit größerem Durchmesser.

Der Gewindeträger ist mit dem Schweller an zwei Punkten zwischen den Löchern punktgeschweißt.

Der Winkel, der den Radhausträger mit dem Federtunnel verbindet ist, auf dem Federtunnel, ebenfalls Punktgeschweißt. Es dürften ca. 10 Schweißpunkte gewesen sein. Die Verbindung zum Radhausträger erfolgte autogen. Der Winkel selbst ist recht einfach gefertigt, indem die Flanken nach dem Biegen autogen verschweißt wurden.

Beim Heraustrennen des maroden Federtunnelstückes wurde die Verbindung Sitzbankhalterung mit der Trennscheibe nachvollziehbar getrennt. An die Halterung sind Metallplatten angeschweißt, die wiederum mit dem Federtunnel verschweißt sind. Bemerkenswerterweise ist die Anordnung dieser Metallplatten links und rechts unterschiedlich. So bilden die Platten recht einen Winkel und links sind diese einfach übereinandergelegt. Nun könnte man sich für die schönere Variante mit den Winkeln entscheiden und beide Seiten gleich machen, ich lasse es aber so. Hier kann man ein bisschen der Kreativität und der Handwerkskunst der Autobauer sehen.

Das Teil wird also gereinigt und an seiner ursprünglichen Position verschweißt. Fast wie vorher, die Nähte sind an der gleichen Stelle sehen nur ein bisschen anders aus. Den Bereich habe ich auch noch mal nachgeschweißt, da mein Brenner für das Karosserieblech doch Probleme hatte die zwei Blechplatten zu schmelzen. Nun ist aber alles fest.

Die seitliche Naht folgt, wenn der Verstärkungswinkel zum Radhaus zugeschnitten und am Federtunnel angepunktet ist. Aus Pappe wurde der schon mal zurechtgeschnitten und Probehalber angesetzt. Noch ist dieser allerdings zu breit.

Noch ein bisschen Lack auf die geschweißten Stellen und schon sieht das Ganze wieder besser aus.

5 Monate liegen zwischen diesen Bildern :lol:


IMG_0257[2].jpg
April 2014
IMG_2446[1].jpg
September 2014
Zuletzt geändert von carsten am Montag 29. September 2014, 15:39, insgesamt 2-mal geändert.
Viele Grüße

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 28. September 2014, 14:33

Kombi Bilder Serie 83

Weil ich die Bilder der Schwellerlöcher aus dem vorigen Beitrag vergessen habe folgen die hier.

Der Aufbau der Radhausträger und des Verstärkungsbleches lässt mir noch keine Ruhe.

Die Bleche für die Holzrahmenauflage der Gepäckraumfläche sind 4 mm stark. Die Blechplatten der Rückbankhalterung haben die gleiche Stärke und wahrscheinlich auch die gleichen Abmessungen.

Scheint fast so, als sei dies eine Art Universalbefestigung beim Kombi.

Da die rechte Seite deutlich besser erhalten ist, als die linke werden hier mal die Maße für den Radhausträger genommen. Die Form ist aber aufwändiger als es auf den ersten Blick aussieht.

Materialstärke scheint 1,5-1,6 mm zu sein. Die untere Kante läuft gerade und liegt auf dem Federtunnel auf. Im Bereich des Federtunnels ist der untere Schweißsteg ausgespart. Die Oberseite läuft im Bereich der angeschweißten senkrechten Strebe parallel zur Unterseite und fällt nach vorne stark und nach hinten zum angesetzten Trägerteil leicht ab. Der Träger hat eine Tiefe von ca. 2 cm, wobei der Träger nach vorne flacher wird.

Am liebsten würde ich den ja bauen, ohne zu schweißen, mal schauen ob das gelingt.
Zuletzt geändert von carsten am Montag 29. September 2014, 16:12, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon Tobias-F » Sonntag 28. September 2014, 19:02

Hallo Carsten, schön zu sehen wie es bei Dir und den Kombi weitergeht , auch von mir höchste Anerkenung .
Wie man auf den Bildern sehen konnte hast du die Festpunkte für die Karrosserieauflagen noch nicht mit berücksichtigt . Das wird bestimmt noch knifflig . Wie gesagt, klasse Arbeit. Ps.: Ich hätte da jetzt noch einen
Trans ,der sollte noch gemacht werden ,wennDir langweilig ist komm vorbei . :shock:
Mfg Tobias-F.
MfG Tobias-F

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Re: Mein Rundheck-Kombi

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 29. September 2014, 17:34

Tobias-F hat geschrieben:Hallo Carsten, schön zu sehen wie es bei Dir und den Kombi weitergeht , auch von mir höchste Anerkenung .
Wie man auf den Bildern sehen konnte hast du die Festpunkte für die Karrosserieauflagen noch nicht mit berücksichtigt . Das wird bestimmt noch knifflig . Wie gesagt, klasse Arbeit. Ps.: Ich hätte da jetzt noch einen
Trans ,der sollte noch gemacht werden ,wennDir langweilig ist komm vorbei . :shock:
Mfg Tobias-F.



Vielen Dank für das Kompliment :smile: .

Mit den Karrosserieauflagen hast Du völlig recht. Der Ursprüngliche Plan war, den Wagen auf dem Rahmen zu lassen, um diese Punkte einfach und unkompliziert zu übertragen. Leider waren die verbliebenen Auflagen so marode, dass diese die Karosserie nicht auf dem Rahmen halten konnten.

Aktuell bin ich mir bei den Schwellern über das weitere Vorgehen noch nicht so richtig im Klaren. Bis zum einsetzten des vorderen Bodenbleches bleiben diese offen, um das Bodenblech dort mit der Zange schweißen zu können.

Davor muss aber noch die Spritzwand auf der rechten Seite saniert werden und eigentlich auch der rechte Schweller getauscht werden. Eigentlich hätte ich ja am liebsten die linke Seite vollständig fertig, bevor ich mit der rechten anfange, aber das wird wohl nichts. Zumindest das linke Seitenteile wird noch warten müssen.

Wenn man es genau nimmt, wird der Wagen ähnlich wie im Werk behandelt. Erst die Bodengruppe fertigstellen, dann den Holzaufbau und zum Schluss die Beplankung aufnageln.

Bei diesem Wagen wird wohl nach Fertigstellung des Bodens der Tauschrahmen daruntergesetzt und die Karosserieauflagen dann direkt angepasst. Danach können dann die Schwellerblenden angepunktet werden. Aber das ist noch ferne Zukunftsmusik. Vielleicht wird es aber auch wieder eine ganz andere Reihenfolge. Mal schauen….

So verlockend das Angebot mit dem Trans auch ist, sollte ich wirklich irgendwann mal fertig werden dann soll das Coupe mal saniert werden und wenn das mal fertig ist..., aber das ist in so ferner Zukunft, das kann ich noch gar nicht planen. Bild

Aber nachdem Du deinen 312er wiederbelebt hast, müsstest Du doch selber Kapazitäten haben. :smile:

Wenn Du mal in HH bist und Zeit hast, kannst Du gerne mal vorbeischauen. [Bier]
Zuletzt geändert von carsten am Montag 29. September 2014, 17:44, insgesamt 2-mal geändert.
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !


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