Ich möchte euch mein Lagfristprojekt vorstellen, das nun schon seit mehreren Jahren im Bau ist. Dazu vielleicht einige Anekdoten und Besonderheiten, die einem an einem SO frühen 311er begegnen und auch das eine oder andere graue Haar verursachen.
Aber erstmal zur Vorgeschichte:
Alles begann im Jahr 2000 an der Uni...vor mir saß jemand in der Vorlesung und blätterte in einem Fotoalbum mit vielen schönen Bildern vom 311er Wartburg...nanu...so einen Camping habe ich doch erst neulich auf dem Schrott gesehen und fand es jammerschade...und schon war ich infiziert. Aus, vorbei, so ein Auto wollte ich haben!
Es begann eine kurze Suche mit mehr oder eher weniger Ahnung, der Einsicht daß das Budget nur für eine Limousine reicht und dem Fund eines scheinbar recht gut erhaltenen 311er, Bj58.
Dachte ich jedenfalls.
Das Auto war leider so schlecht, daß ich als blutiger Anfänger nach der Demontage völlig überfordert war und kurze Zeit später (das war auch noch 2000) erstmal den blauen 1000er gekauft und teilrestauriert habe. Zwischendurch noch einen zweiten 1000er (deluxe mit 8 Vorbesitzern) als Teilespender, um den ersten 1000er wieder halbwegs original zu bekommen. Ein Glücksfall.
Inzwischen hatte ich auch den 56er komplett zerlegt und begann so ganz langsam zu begreifen, daß bei diesem Baujahr einfach alles anders ist als beim 64er und mir noch viele Originalteile fehlen.
Und ein Karosserieklempner, soviel war sicher.
Aber ich war motiviert. Das Auto hat den originalen Rahmen, die originale Innenausstattung und ist Baujahr 56. Meine Nachforschungen bei der Erstbesitzerin hatten ergeben, daß das Auto im Herbst 1956 gekauft und in seinen ersten Lebensjahren als Taxi in Marienberg im Erzgebirge gefahren wurde. Spezielle Umbauten dazu gab es nicht - einfach eine ganz schwarze Limousine. Naja, dann wurde Maschinenbau studiert, gespart und mit der blauen 1000er Faltdachlimo gefahren.
Irgendwann fielen mir dann erste Fotos von 311er Taxis in die Hände - in den 50er Jahren waren Taxen grundsätzlich schwarz lackiert und hatten eine umlaufende schwarz-weiße Banderole mit 60x60mm großen Quadraten. Meiner hatte das ursprünglich nicht - lag vielleicht daran, daß er in Privathand war. Kann mir da vielleicht jemand aus dem Forum helfen?
Aber vielleicht zuerst ein Bild vom Ziel der Operation:
So soll das ganze mal aussehen, wenn es fertig ist. Schwarz ist klar - und die Taxibanderole werde ich wahrscheinlich auch mitlackieren lassen. Mal sehen, das ist noch nicht raus.
Hier ein Bild von einem Taxistand in Greiz in den 50er Jahren. Edel, oder?
Hinter der Windschutzscheibe steckt im vorderen "Wagen" ein Schild mit der Aufschrift "Taxi frei"
Das wars fürs erste, Bilder vom Objekt, großen Löchern und den bisherigen Arbeiten kommen später.

für 500EUS schweißen lassen. Ich hab´s nicht gemacht - wahrscheinlich wären die Spachtelschichten heute schon wieder runtergebröckelt!
Nichtmal meine mehrfache Frage nach der Trackingnummer zwecks eigener Nachforschung wurde beantwortet.
Ob die Verzögerung von der Post oder vom Verkäufer verursacht wurde? Ich weiß es nicht. Auf jedan Fall schön, daß das gute Stück nicht verlorenging und wohlbehalten hier ankam.
und Heißluftföhn dann die äußeren Radlager eingebaut und verschraubt. Richtig gelesen, bei den älteren Schwenklagern werden die Radlager nicht wie später mit einem großen Seegerring gesichert, sondern mit einer Ringverschraubung verschraubt.
?
. Jaja, das ist Anschauungssache, weiß ich. Korrigieren kann man später immer. Ich hoffe aber, einen guten Kompromiß gefunden zu haben.