Antriebswelle beim 311

Motor, Vergaser, Ansaug- und Abgasanlage, Getriebe, Antriebe, Störungen am Motor

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Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon Nonius » Samstag 7. Februar 2009, 11:05

Hallo,

kenne mich mit dem 311er noch nicht so aus. habe schon mitbekommen, daß es zwei typen von antriebswellen beim 311er gibt. Scharnier- und Doppelgelenkwelle. kann man diese universel einsetzen, d.h. kann man scharnierwelle durch eine doppelgelenkwelle ersetzen?

ab wann wurden die doppelgelenkwellen verbaut?

Vielen Dank und viele Grüße

Ikarus

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 7. Februar 2009, 11:12

Die Doppelgelenkwellen wurden mit Einführung des Bm 312 / 1 am 01. September 1965 ab Fahrgestell 65 31 533 eingebaut. Damit wurde das Getriebe modifiziert.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon WartburgPeter » Samstag 7. Februar 2009, 12:01

Ist schon richtig, was Wabufan sagt, jedoch betrifft das mehr den 312'er, der ist mit 311'er Fahrgestell, Getriebe nicht kompatibel.

Am 30. April 1964 ab Fahrgestell-Nr. 64 15 332 wurden beim Wartburg 311 nadelgelagerte Doppelgelenkwellen (311 012 512 22) anstelle der bisherigen Scharniergelenkwellen eingeführt. Scharniergelenkwellen und Doppelgelenkwellen bei den 311'er Fahrzeugen sind komplett untereinander austauschbar, jedoch nicht mit denen der 312'er, 353'er oder 1.3'er.
Beste Grüße
Peter

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Montag 9. Februar 2009, 14:51

Woran erkenn ich den Unterschied zwischen 311 und 312 Wellen?
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon majo » Montag 9. Februar 2009, 14:57

Die von 312er sehen so ähnlich wie die vom 353er aus. Sind, glaub ich, nur´n bissl kürzer. Die vom 311er wirst Du ja kennen. Bilder hab´sch grad keene da.
Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen! Wir haben so viel mit so wenig, so lange versucht, daß wir jetzt qualifiziert genug sind fast alles mit nichts zu bewerkstelligen!

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon Mossi » Montag 9. Februar 2009, 15:56

die außenliegenden Becher für die Tripodenaufnahme sind größer als beim 353, sprich

die kürzere Welle mit dem dickeren Tripodenstern ist 312 --> lang und klein 353
Seitenneigung ist kein Zeichen von Fahrunsicherheit!


Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre"....

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon wunni » Donnerstag 2. Juli 2009, 22:17

Hallo!

Im Bild oben eine W311 Doppelgelenkwelle,
unten die Scharniergelenkwelle.
Dateianhänge
Gelenkwellen.jpg
Beste Grüße!

wunni

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Freitag 3. Juli 2009, 20:05

Peter hat erstmal grundsätzlich recht - die Scharniergelenkwellen und Doppelgelenkwellen sind 100% austauschbar.
Außer Du hast ein ganz altes Baujahr (bis 1958) oder einen F9 mit schmalen Bremsen. Dann passen nur Scharniergelnkwellen mit kurzem (15mm kürzer) äußeren Zapfen.

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon GKM » Montag 9. August 2010, 11:50

Hallo zusammen,
ich hole den Thread nochmal hoch um keinen neuen aufzumachen. Hab ein Problem am F9.

Dreielferschrauber hat geschrieben:Peter hat erstmal grundsätzlich recht - die Scharniergelenkwellen und Doppelgelenkwellen sind 100% austauschbar.
Außer Du hast ein ganz altes Baujahr (bis 1958) oder einen F9 mit schmalen Bremsen. Dann passen nur Scharniergelnkwellen mit kurzem (15mm kürzer) äußeren Zapfen.


heißt das jetzt im Umkehrschluß, dass die Gelenkwellen vom 311 bis BJ 1958 auch an den F9 passen?
Woran erkenne ich nun genau den passenden Antrieb, falls ich aufm Teilemarkt mal einen in der Hand habe? {eyedisco}
Wie lang ist denn der kurze äußere Zapfen. Vielleicht hat ja jemand ein Bild oder Maße?

Die rechte Antrieb im F9 macht sich in letzter Zeit doch deutlich bemerkbar. Anfangs wars nur in Kurven, mittlerweile auch auf gerader Strecke.
Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe.

Gruß Torsten

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon rallye311 » Dienstag 10. August 2010, 12:45

Hallo!

Wie Andreas geschrieben hat ist die Bremse entscheidend. Hast Du eine alte (30mm = schmale) Bremse verbaut brauchst du die alte Welle bis 58. Hast du die breite Bremse (50mm) vom Wartburg verbaut kannst du die Wartburgwelle nach 58 fahren. Die schmale Bremstrommel vorne hat ein Außengewinde ~M55 als Abzieheraufnahme, die breite Trommel hat zwei Innengewinde M12*1,75 rechts und links neben der Antriebswelle. Das heißt auch ohne Nachmessen ist es relativ eindeutig zu identifizieren.

Grüße: rallye311

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Dienstag 10. August 2010, 21:51

GKM hat geschrieben: Vielleicht hat ja jemand ein Bild oder Maße.


Ein Bild hatte ich kürzlich im Thread zum 56er eingestellt. Sieh mal HIER
Ich kann auch nochmal messen, damit Du sicher gehst.

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Dienstag 10. August 2010, 22:34

Noch ein Zusatz zur Info:
Beim Museumsbesuch in Eisenach gab es im Keller dieses wunderbare Schnittmodell der 311er Vorderachse (hier mit breiter Bremse) zu bewundern:
Vorderradlagerung_311.jpg

Solche Demoobjekte finde ich genial {blinzel}

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Mittwoch 11. August 2010, 00:05

Dreielferschrauber hat geschrieben:.....Solche Demoobjekte finde ich genial {blinzel}....


...Die Lehrlinge, die diese Schnittmodelle anfertigen mußten, sicher nicht :lol:
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon GKM » Mittwoch 11. August 2010, 12:44

Prima, vielen Dank! Werd heut abend mal nachschauen, welche Bremse da drin ist.

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon GKM » Donnerstag 12. August 2010, 08:21

rallye311 hat geschrieben: Die schmale Bremstrommel vorne hat ein Außengewinde ~M55 als Abzieheraufnahme


Hallo, genau so etwas ist da dran, nu weiß ich woran ich bin. Vielen Dank nochmal!

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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon rallye311 » Donnerstag 12. August 2010, 08:29

Hallo GKM!

Den Abzieher für die alte Trommel (W85 183/1) habe ich auch in der "Ausleihe" unter der Rubrik such und find falls es von Nöten sein sollte.

Schöne Grüße: rallye311

Olsen
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Re: Antriebswelle beim 311

Ungelesener Beitragvon Olsen » Montag 28. Januar 2019, 00:03

Hallo Forum und Selberschrauber,

ich habe den alten Thread herausgekramt weil schon fast alles zu dem Thema geschrieben wurde und weiter oben ein schönes Schnittfoto eines Antriebs zu sehen ist.
Ich hatte beim beschleunigen und in Kurvenfahrt ein leichtes Klopfgeräusch was mich schon lange gestört hat. Die Radlager der linken Seite hatten so geringe Luft das es beim TüV keinen Grund zur Beanstandung gab.
Auf der Hebebühne stellte ich fest das die Gelenkwelle in der Kugel / Pfanne Führung erhebliches Spiel hatte. Ich entschloss mich die Welle gegen eine bessere auszutauschen und die Radlager ( C2 ) zu erneuern. Zur Montage des Radlagers und der Blechscheibe verwendete ich drei verschieden lange Rohrstücke von 20,40 und 70mm Länge die ich auf der Drehbank an den Enden plangedreht habe.
Dieser Trick ist nicht von mir sondern ist in irgendeinem anderen Thread beschrieben.
Ich zog so mit der Achsmutter stück für Stück das Radlager auf den Achsstumpf in seine Position.
Weil das so gut funktionierte steckte ich die Feder auf den Achsstumpf und führte den Antrieb in die Nabe ein und zog mit den gleichen Rohrhülsen die Antriebswelle durch das Festlager in der Nabe.
Keil eingesetzt, Bremstrommel aufgeschoben, Mutter handfest angedreht, anschließend festgezogen.
Doch was war das, der Abstand der Bremstrommel von der Ankerplatte Betrug gute 8mm. Auf der anderen Seite nachgesehen, dort war die Bremstrommel in der Sicke der Ankerplatte. Abstand ca.3mm.
Jetzt kam ich ins grübeln, hatte ich den Seegering des Festlagers ausgehebelt ? Warum stand die Bremstrommel so weit nach außen?
Also Bremstrommel ab, Simmering raus, Fett rausgekratzt, Seegering auf korrekten Sitz überprüfen. Alles i.O.
Ursache:
Ich hatte die Antriebswelle mittels meiner Hülse zu weit durchgezogen. Die Bremstrommel hat sich auf den Konus des Achsstumpfes bis zum Festsitz aufgeschoben und kam nicht mehr bis zum Festlager der Nabe.
Ich habe die Antriebswelle wieder ausgebaut und nur soweit eingezogen daß die Bremstrommel am Festlager anliegt und die Achsmutter den letzten Zentimeter durch und festzieht.
Das war ein klassischer Montagefehler meinerseits der mir mit Sicherheit kein zweites mal passiert.
So ein Vorfall kann allerdings ein unerklärliches Bremsrubbeln verursachen weil die Bremsbeläge dann auf der Kante der Trommel laufen.
Und das verrückte ist ja, man kann die Achsmutter getrost mit 180 - 200 NM anziehen und die Trommel ist trotzden nicht am Lageranschlag.
Außerdem wäre es theoretisch bei verschlissenen Naben und etwas abgearbeiteten Antriebswellen denkbar, das die ganze Konstruktion solange nach außen wandern kann bis die Feder zwischen den Lagern komplett komprimiert ist. Das kann man auf dem Foto des Schnittmodells ganz gut nachvollziehen.
Auf Grund der Reibung von Achse / Lager / Nabe wird das aber eher nicht passieren.
Übrigens das Klopfgeräusch ist verschwunden. Wie schon in einem anderem Thread beschrieben, verursacht tatsächlich ein nur geringes Lagerspiel Unruhe im Vorderwagen.

In diesem Sinne, viel Spaß bei den Winterreparaturen
Gruß, Olsen


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