Motor geht während der Fahrt aus

Motor, Vergaser, Ansaug- und Abgasanlage, Getriebe, Antriebe, Störungen am Motor

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ungarn W311
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Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Sonntag 25. September 2016, 17:01

Hallo, heute letzte Ausfahrt (ca. 40km) vor der Heimfahrt nach D gemacht. Alles lief prima, Motor lief ruhig und hat in allen Gängen gut durchgezogen. 200m vor der Haustür ging der Motor nach einem kleinen Anstieg ohne Ankündigung aus. Ins Grundstück gerollt. Dann überlegt und vermutet, kein Sprit obwohl die Tankanzeige noch 3/4 voll anzeigte. Dieser traue ich aber schon lange nicht mehr, da ein provisorischen Meßstab viel weniger anzeigt. 5 Liter aufgefüllt und unendlich lange mit und ohne Shoke genuddelt. Nach unzähligen Versuchen kam er dann mit Shoke, hält aber kein Standgas und wenn ich den Shoke schließe geht er aus. Benzinpumpe und ungarische elektronische Zündung einschließlich neuer Zündkerzen und -spulen sind vor 500km neu gemacht wurden. Davor hatte ich das gleiche Problem. Jetzt habe ich ihn erst mal in der Garage, hätte aber gern einen Tipp, wo ich mit suchen anfangen soll. Sprit liegt an der Benzinpumpe an, da ich vor dieser einen durchsichtigen Benzinfilter habe und dieser ist voll.

Danke für Eure Hilfe im voraus

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Hanner
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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon Hanner » Sonntag 25. September 2016, 23:05

Hallo,

Filter rausschmeißen.
Freundliche Grüße
Hanner



Man kann nur gewinnen, wenn man schon verloren hat.

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon B1000-RTW » Montag 26. September 2016, 00:46

Versager hat nen Popel - ausbauen und Ultraschallbad. {blinzel}
Viele Grüße vom Preußen aus Sachsen
Olli

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bic
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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 26. September 2016, 15:17

B1000-RTW hat geschrieben:Versager hat nen Popel - ausbauen und Ultraschallbad. {blinzel}

Dann hat der sich erst dünn gemacht um durch den Filter zu schlüpfen um sich dann wieder aufzublähen um den Vergaser zu verstopfen :shock: Wird also kaum die Ursache sein.

@ Dieter, da ist jetzt guter Rat teuer, zumal die Feststellung eines Zweitaktlaien (sorry, sorry, sorry) "Alles lief prima, Motor lief ruhig und hat in allen Gängen gut durchgezogen" dann doch nicht sooo hilfreich ist, man hätte dies selbst hören und spüren müssen. Im ersten Moment deutet das Ganze auf tatsächlich auf Spritmangel hin, kann jedoch auch das ganze Gegenteil sein und auch Zündprobleme sind denkbar. Ich selbst würde bei mir in etwa so auf Suche gehen:

  1. Zum Zeitpunkt, bei welchen der Motor ausgegangen ist und nicht wieder anspringen mag, einfach mal den Schwimmerkammerdeckel öffnen und nach dem Kraftstoffstand schauen (Du hast doch einen Flachströmer?).
  2. Ist die Kammer leer oder nahzu leer, ist mit größter Wahrscheinlichkeit zumindest erst einmal die Ursache gefunden --> Kraftstoffmangel. Die Fehler die dazu führen, können sein:
      ein nicht öffnendes/hängendes Schwimmernadelventil
      eine defekte Benzinpumpe
      ein verstopfter Filter (kann auch sein, obwohl Kraftstoff drin steht) - habe ich aber noch nicht erlebt
      eine verstopfte Benzinleitung
      undichte Benzinschläuche, besonders der am Tank, dieser zieht dann Luft statt Benzin - hatte ich schon einmal
      ein zugesetztes Sieb am Saugrohr im Tank, bzw. ein zugesetztes Saugrohr selbst
      eine verschlossene Ausgleichsöffnung im Tankdeckel
    Auf jeden Fall ist dann schon einmal die Richtung klar und man kann die Dinge der Reihe nach prüfen und ausschließen. Den Vergaser selbst würde ich dann noch gar nicht einmal direkt anfassen.
  3. Ist die Kammer gefüllt, dann kann man Vorstehendes erst einmal außer Acht lassen, da zumindest für den Anfang die Kraftstoffversorung i.O. ist.
      Auf jeden Fall sollte man aber prüfen, ob der Schwimmer noch schwimmt und nicht etwa voll gelaufen ist. Sollte dies der Fall sein, ist auch hier mit größter Wahrscheinlichkeit die Ursache gefunden --> diesmal Kraftstoffüberschuß. Dann hilft ein neuer Schwimmer oder Reparatur des alten.
      Außerdem sollte man schauen, ob sich nicht etwa Wasser in der Kammer befindet, auch dies kann vorkommen und Ursache für Dein Problem sein. Dann hilft
        Benzin samt Wasser aus dem Tank ablassen
        Benzinleitung ausblasen
        und alles trocknen lassen, bevor neuer Kraftstoff aufgefüllt werden kann.
  4. Ist der Schwimmer jedoch i.O., dann würde ich aber auch erst einmal den Vergaser in Ruhe lassen, sondern mich der Zündung widmen.
      Also als erstes die Kerzen raus (da kann man schon einmal nach dem Kerzenbild schauen),
      diese wieder in die Kerzenstecker rein und auf dem Block ablegen.
      Dann starten und nach den Funken sehen, bei der Ungarnzündung sollten diese eigentlich schön kräftig sein.
      Ist dies der Fall, dann kann man eigentlich nur einmal nach dem Festsitz der Grundplatte und des Gebers sehen, ist hier nicht festzustellen, kann man vorerst davon ausgehen, dass zündungsseitig alles i.O. ist.
    Sind die Funken jedoch schwach, ungleichmäßig oder überhaupt nicht da, dann ist das volle Programm "Zündungsfehlersuche" fällig.
      Kontrolle auf Festsitz und Korrosionsfreiheit aller Anschlüsse, auch des Zündkabel in den Kerzensteckern und Zündspulen (Kupferkernkabel vergammelt hier gern - ein Stück abschneiden hilft dann)
      Kontrolle der Kerzen selbst (verrußt, Brückenbildung, Kerzenbild sowieso, etc.)
      Kontrolle der Kerzenstecker auf Überschlag (sieht man als eingebrannte Spur)
      Kontrolle der Zündspulen auf äußeren Überschlag (Sichtkontrolle) oder Wicklungsschluß (Multimeter)
      Kontrolle der Funktion der Grundplatte, vor allem des Schließwinkels (bei Dir wohl nicht möglich, kannst aber mal gegen eine Unterbrecherzündung tauschen)
  5. Erst dann, wenn sich auch die Zündung als fehlerfrei herausstellt, würde ich mich direkt mit dem Vergaser befassen, obwohl ich noch nie einen Vergaser hatte, der wegen irgendwelcher "Verstopfungen völlig versagt hatte. Also dann
      Vergaser abbauen
      äußerlich reinigen (Bremsenreiniger, Benzin, Spiritus)
      erster Blick in die Schimmerkammer, ob hier sich Bodensatz gebildet oder Dreckkrümmel befinden (je nach Art sind dann weitere Maßnahmen angeraten)
      Zerlegen
        Schwimmerkammerdeckel ist ja schon ab
        Schwimmerkammer abschrauben
        Ansaugbogen abschrauben
        Startvergaserdeckel samt Gehäuse demontieren (Achtung Feder!)
        Lufttrichter ausbauen (schrägsitzende Schraube von hinten lösen)
        die Drosselklappe kann, muss aber nicht ausgebaut werden
        alle Düsen ausschrauben (mit jeweils gut passendem Schraubenzieher und bitte merken, wo diese hingehören)
        Verschlußschraube vom Bremsluftrohr entfernen, Bremsluft- und Spritzrohr herausnehmen
        Hauptdüse aus aus der Halteschraube der Schwimmerkammer ausschrauben (die Düse selbst kann im Düsenstock verbleiben)
      Das Ganze sollte dann so aussehen
      320.jpg
      320.jpg (29.49 KiB) 3638 mal betrachtet

        Dann das Vergasergehäuse und alle anderen Teile und Düsen in Kraftstoff oder Spiritus gut einweichen, mit Pinsel reinigen, nochmals spülen und alle Öffnungen möglichts mit trockener, ölfreier Druckluft ausblasen (eine Ultraschallbad ist nicht erforderlich und beim Reinigen der Düsen und Bohrungen niemals mechanisch und schon überhaupt nicht mit Metall nachhelfen.)
    Der Zusammnenbau des Vergaser erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge, wobei grundsätzlich nur neue Dichtungen verwendet werden sollten (einen kpl. Satz erhält man z.B. bei Framo-Jens) und dabei nicht die Gummidichtung unter dem Spritzrohr vergessen (erhältlich z.B. bei Wömbi). Aufpassen muss man beim Festschrauben des Schwimmergehäuses, die große Hohlschraube ist schnell überzogen und dann ist das Vergasergehäuse Schrott. Will man das Ganze noch gut machen, dann plant man vor dem Zusammenbau noch alle erreichbaren Flansche. Hier einmal ein paar Bilder dazu (bitte ein Stück nach oben oder unten scrollen). Wie der Vergaser dann einzustellen ist, findet man dann hier: klick!
So, nun wünsch ich Dir viel Glück bei der Fehlersuche und wenn Du Fragen hast, dann frag!
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Montag 26. September 2016, 17:14

Danke und Respekt, hast ne Mail

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 26. September 2016, 20:41

http://w311.info/viewtopic.php?f=31&t=8666&p=97873

Hier auch noch eine kleine Anleitung zum Komplettreinigen eines Vergasers.
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Montag 26. September 2016, 20:46

Danke, super, speichere ich mir ab. Ich hoffe ich löse das Problem ohne Vergaser Demontage. Ich glaube immer noch an Sprit Mangel und werde Bic's Vorschläge dazu angehen.

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Dienstag 9. Mai 2017, 09:51

@bic hat geschrieben
Zum Zeitpunkt, bei welchen der Motor ausgegangen ist und nicht wieder anspringen mag, einfach mal den Schwimmerkammerdeckel öffnen und nach dem Kraftstoffstand schauen (Du hast doch einen Flachströmer?).
Ist die Kammer leer oder nahzu leer, ist mit größter Wahrscheinlichkeit zumindest erst einmal die Ursache gefunden --> Kraftstoffmangel. Die Fehler die dazu führen, können sein:

ein nicht öffnendes/hängendes Schwimmernadelventil
eine defekte Benzinpumpe
ein verstopfter Filter (kann auch sein, obwohl Kraftstoff drin steht) - habe ich aber noch nicht erlebt
eine verstopfte Benzinleitung
undichte Benzinschläuche, besonders der am Tank, dieser zieht dann Luft statt Benzin - hatte ich schon einmal
ein zugesetztes Sieb am Saugrohr im Tank, bzw. ein zugesetztes Saugrohr selbst
eine verschlossene Ausgleichsöffnung im Tankdeckel



Hallo bic, da Du Dich immer beschwerst, dass es auf Deine Beiträge keine Rückmeldungen gibt, wenn auch spät jetzt meine Antwort.
Das Problem ist gelöst. Ja die Schwimmerkammer war immer leer.
- Schwimmernadelventil war leichtgängig
- Benzinpumpe neu
- Benzinleitung offen, denn nach dem abziehen des Benzinschlauches lief der Sprit aus der Benzinleitung in "Strömen"
- damit war klar auch der Benzinschlauch, das Sieb und das Saugrohr am Tank mussten frei sein.
Da blieb nur noch der Filter in dem Benzin zwar stand, der aber offensichtlich schon so zu war, dass die Pumpe es nicht meh geschafft hat, den Sprit ordentlich durchzupumpen. Also Filter rausgeschmissen und neuen Benzinschlauch eingebaut und gestern 30 km ohne Probleme gefahren. Danke noch einmal für Deine Tipps
Grüße aus Ungarn

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 9. Mai 2017, 13:37

Zusammengefasst: Es war mal wieder so ein beschissener Nachrüstfilter schuld?

Mein Moped fährt auch, seitdem ich ganz ohne Filter fahre.
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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Dienstag 9. Mai 2017, 15:46

Richtig :sad:

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Dienstag 9. Mai 2017, 15:48

Wartburgbauer hat geschrieben:Zusammengefasst: Es war mal wieder so ein beschissener Nachrüstfilter schuld?


schuld sind wohl eher ausgefilterte verunreinigungen - und nicht der "beschissene nachrüstfilter" ...
Wartburg - aus freude am schrauben ...

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 9. Mai 2017, 17:42

berlintourist hat geschrieben:
Wartburgbauer hat geschrieben:Zusammengefasst: Es war mal wieder so ein beschissener Nachrüstfilter schuld?


schuld sind wohl eher ausgefilterte verunreinigungen - und nicht der "beschissene nachrüstfilter" ...


Und wer hat sie unnötigerweise zusammengesammelt und zu einer Unüberwindbaren Barriere für den Kraftstoff zusammengefasst? :razz:

Nee, mal im Ernst. Im Tank ist ein Sieb. In der Kraftstoffpumpe ist ein Sieb. Mindestens letzteres ist feinporig genug, um nichts durchzulassen, was größer ist, als die kleinste Düse im Vergaser. Und schon funktioniert alles einwandfrei.
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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 9. Mai 2017, 19:49

Wenn, dann max. einen zusätzlichen Siebfilter. Papierfilter lassen den Kraftstoff schlechter durch.

So ein Zusatzfilter macht aber zumindest kurzfristig Sinn, wenn der betreffende Wagen x-Jahre zuvor eingemottet wurde und urplötzlich wieder laufen soll.
Dann werden die meisten Rostkrümel vom Tank, noch vorm Vergaser (bzw. noch vor der Pumpe, wenn man´s ganz genau macht) zurückgehalten.
Natürlich nicht für immer, aber eben mal kurzfristig.
Bis zur nächsten Gelegenheit, den Tank zu spülen und / oder zu entrosten bspw.
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon ungarn W311 » Dienstag 9. Mai 2017, 20:34

Dieser Filter war schon drin, als ich das Auto 2015 gekauft habe. Wie lange er drin war keine Ahnung. Mein Restaurator hat das Ding, aus welchem Grund auch immer, wieder eingebaut obwohl der Tank komplett gereinigt und beschichtet wurde und die Kraftstoffleitungen alle neu sind. Die neue Pumpe hätte ich ich mir sparen können. Ich hoffe, ich habe jetzt Ruhe und kann wieder entspannt ohne "Blaumann" am Wochenende fahren

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Dienstag 9. Mai 2017, 20:58

Wichtig ist, dass die Ursache gefunden wurde. {top}
Gute Fahrt & eine schöne Saison
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 10. Mai 2017, 00:30

ungarn W311 hat geschrieben:....obwohl der Tank komplett gereinigt und beschichtet wurde ....

Ich will ja nicht unken, aber vielleicht hast Du ja jetzt die Beschichtung im Filter hängen :shock: Den Blaumann würd ich also noch nicht allzu weit wegpacken.

Übrigens, die BVF selbst empfahl die Verwendung ihres Kraftstofffilters Typ FV 50-1, das Teil sah ziemlich genau so aus und diente auch als Wasserabscheider:

Filter2.JPG

Ich selbst habe so lange ich denken kann, einen solchen Filter eingebaut:

filter.JPG

Zugesetzt war der noch nie, allerdings habe ich meinen Tank ebenfalls noch nie reinigen oder gar beschichten lassen :shock:
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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 10. Mai 2017, 04:19

Ich benutze diesen Benzinfilter :

BFILTER1.JPG

Typ KL 63.

BFILTER2.JPG

Ist seit 19.09.2009 eingebaut und den muste ich bisher nur 1 x Rückspülen - mit Spritus.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon mick » Mittwoch 10. Mai 2017, 07:43

Auch ich hab vor der Benzinpumpe nen Filter. War schon beim Kauf drin, hab ich nur gegen einen 0815 neuen gewechselt, desdewegen noch nie in all den Jahren Alltagsbetrieb Probleme gehabt.

Gruß mick
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Re: Motor geht während der Fahrt aus

Ungelesener Beitragvon zwinsch » Mittwoch 10. Mai 2017, 17:05

Ich habe bei meinem 311er auch den Tank gespült als ich den 2013 aus dem Dornröschenschlaf geholt habe. Da ich mir aber nicht sicher war ob all der Schmutz raus war, da ja auch Bleche im Tank sind, habe ich auch zusätzlich einen leitungsfilter eingebaut.
Und siehe da bei der Ausfahrt am Ostermontag 2017 bekam er bei bergauffahrt nicht mehr genug Sprit und hat angefangen zu muckern. Also Filter raus, neuen rein und weiter ging die Fahrt ohne Probleme
Ich finde die Dinger echt gut und simpel.
de Querschläger


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