Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Motor, Vergaser, Ansaug- und Abgasanlage, Getriebe, Antriebe, Störungen am Motor

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Martin Rapp
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Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Sonntag 10. März 2013, 16:17

Dieses Wochenende habe ich mich mal ein paar 311er Benzinpumpen (UP-4) gewidmet.
Grundsätzlich sind diese Pumpen ja relativ wartungsfrei, robust in der Konstruktion
und noch relativ gut auf Teilemärkten oder im Internet zu bekommen.
benzinpumpeUP-4.jpg

Dennoch geht das Alter an diesem Bauteil auch nicht spurlos vorbei.
Da ich mir ein dreckiges Ersatzteil ungern ins Regal lege, sind sie nun also auch mal dran:
Demontage01.jpg

Mehr oder weniger gut lassen sich die sechs Zylinderschrauben (M5 x 18) lösen,
welche das Gehäuse und den Flanschkörper zusammen halten.
Was man darunter aber meist findet ist eine völlig verhärtete Membran,
welche selten noch einsetzbar ist und oftmals den Grund für einen Defekt an der Pumpe darstellt.
Demontage03.jpg

In meinem Fall waren von fünf Pumpen drei Membran direkt für die Tonne
und die zwei anderen waren noch bestenfalls bedingt nutzbar.

Kennt hier jemand eine Bezugsquelle für neue Membran?
Dieses Bauteil erscheint mir an der Pumpe definitiv am kritischsten.
Fast immer ist das Gummi bereits porös oder zumindest bereits stark ausgehärtet.
Hier wäre eine Nachfertigung echt nicht schlecht.

Die Flanschkörper haben teilweise kleine aber feine Unterschiede,
hier sieht man recht eindrucksvoll wie auch dieses Bauteil mit der Zeit verändert wurde.
An einem Fuß stand gar "UP-0", was mich etwas verwunderte.
Demontage02.jpg


Der Dichtring, welcher unter dem Vereschlußdeckel sitzt, ist fast immer völlig ausgehärtet.
Auch hier suche ich noch Alternativen. Aus meinem Standard-Dichtungskoffer war keine passende Dichtung zu finden.
Demontage04.jpg


Fertig bin ich mit der Aufbereitung der Pumpen noch nicht, aber ich merke jetzt schon, dass mit den alten Membranen eigentlich nicht davon auszugehen ist,
dass die Pumpe wirklich 100%ig läuft. Wer hier vielleicht noch ein oder zwei Ersatzmembran rum liegen hat und nicht mehr braucht, dem wäre ich sehr dankbar,
wenn er sie abgeben würde.

Gruß Maddin

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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Mattse » Sonntag 10. März 2013, 17:02

Hast PN!
Eine genagelte Schraube hält besser, als ein geschraubter Nagel!

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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Zottel » Sonntag 10. März 2013, 17:04

Also ich werde heute mal schauen, ich meine der dichtring ist auch am filtertopf des bezinhahns an MZ/simson...

Die Membran gibt es bei hermel !

Meiner Meinung nach ist aber nicht die Membran das hauptproblem viel mehr die ventilplättchen welche teilweise nicht mehr richtig abdichten und somit die förderleistung erheblich senken !
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Sonntag 10. März 2013, 18:06

Fein zu sehen!

Die Gussmarke EBRO habe ich schon einmal in anderem Zusammenhang gesehen, aber wo war das nur...
Welchen Durchmesser müssen die Deckeldichtungen haben?
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Martin Rapp
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Sonntag 10. März 2013, 18:15

Tomtom hat geschrieben:Welchen Durchmesser müssen die Deckeldichtungen haben?

Ich werde mal messen gehen, danke. :smile:
Zottel hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist aber nicht die Membran das hauptproblem
viel mehr die ventilplättchen welche teilweise nicht mehr richtig abdichten und somit die förderleistung erheblich senken !

Damit verständlich wird was Zottel mit den Ventilplättchen meint,
stelle ich mal auch dazu ein Bild rein:
Demontage05.jpg

Vielen Dank an alle für die Hilfe.

Gruß Maddin

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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Zottel » Sonntag 10. März 2013, 19:14

bei meiner Pumpe habe ich das problem gelöst in dem ich 400er schleifpapier auf eine planfläche an der drehbank gelegt und die plätten darauf plan geschliffen habe, wichtig ist außerdem bei dem ventil richtung vergaser, dass das plättchen mittig sitzt ...

dichtheit kann man überprüfen in dem man in den anschluss vom vergaser bläst, und an dem anschlus vom tank saugt ! {rolleyes}
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Hanner » Sonntag 10. März 2013, 22:49

Hallo,

habe schon mal eine Membrane neu gemacht. Hat auch hingehauen. Nur dann mußte ich feststellen,
daß das Gummi nicht benzinfest war(hatte es aus einer Gummijacke geschnitten.)
Ventilplättchen sind oft undicht. Zottel hat Recht. Nur, wenn die Membrane defekt ist, läuft der Motor
nicht. Wenn die Ventile nicht sauber schließen, läuft der Motor trotzdem. Durch die Geschwindigkeit
fällt die leichte Undichtigkeit nicht auf. Nur dann läuft die Benzinleitung leer und der Wagen springt
schlecht an. Deshalb sollten sie dicht sein.
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 11. März 2013, 17:56

Mit diesen Membranen ist aber auch wirklich so eine Sache. Auf der Suche nach einer Reparaturmöglichkeit für die undichte Manschette meiner Sirokko Förderpumpe wurde mir auch eine Seite vom Korrosionsschutz Depot empfohlen ( LINK ) . Probiert hab ich es nicht, klingt aber zumindest interessant.

P.S. hab eben nochmal den Link verfolgt, da wird 0,38 Stärke angezeigt, es gibt wohl auch 0,15. Einfach mal ein wenig stöbern, wen es interessiert.
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 11. März 2013, 18:39

Wichtig wäre also, dass man die alten Membranen aufhebt, um den Teller usw. weiterverwenden zu können.

Der Vollständigkeit halber: Die UP-4 gehört auch in den 312 und den 353 mit Motor 353 (45PS), sowie in den F9, dort allerdings mit anderen Anschlüssen, je nach Baujahr.

Ventilplättchen kann man wenden. Dann leben sie nochmal so lange. Dann kann man sie nochmal abziehen, leben nocmal ewig.
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 11. März 2013, 19:24

Die Metallteile könnte man in der Tat noch einmal verwenden und die Membran neu selbst herstellen.
Nur ist mir auch aufgefallen, dass der Metallteller gerne auf der Membran zugewannten Seite rostet.
Das muss man von außen gar nicht sehen.
Vielen Dank an Detlef für den Link, das Material dort klingt wirklich interessant.
Vielleicht sollte man auch dort mal in Heimarbeit versuchen die Membran nachzufertigen.
Zumindest die Benzinfestigkeit ist ja gewährleistet.

Anbei mal die Maße, die ich zu der gesuchten Deckeldichtung noch nachliefern möchte:
Demontage06.jpg
Die untere Dichtung ist etwas dünner, aber sehr stark ausgehärtet.
Hier gehe ich davon aus, dass das Material schon etwas geschrumpft ist.
Die Maße beziehen sich auf die obere Dichtung.


Gruß Maddin

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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 11. März 2013, 19:30

Metallteile galvanisch verzinken lassen, damit sie nicht weiter rosten und die Membrane nicht zerstören, zur not hinterher nochmal mit feinem Schleifleinen abziehen.
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 11. März 2013, 21:25

Wartburgbauer hat geschrieben:Metallteile galvanisch verzinken lassen, damit sie nicht weiter rosten und die Membrane nicht zerstören, zur not hinterher nochmal mit feinem Schleifleinen abziehen.

Grober Unfug :-)
Erst abziehen und schleifen und dann verzinken. So herum wird ein Schuh draus.
Entscheidend wäre es, die Teile dann inklusive Mebran wieder richtig vernieten zu können. Das wäre eine weitere wichtige Aufgabe, die abzuklären ist.
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 11. März 2013, 21:29

Tomtom hat geschrieben:
Wartburgbauer hat geschrieben:Metallteile galvanisch verzinken lassen, damit sie nicht weiter rosten und die Membrane nicht zerstören, zur not hinterher nochmal mit feinem Schleifleinen abziehen.

Grober Unfug :-)
Erst abziehen und schleifen und dann verzinken. So herum wird ein Schuh draus.
Entscheidend wäre es, die Teile dann inklusive Mebran wieder richtig vernieten zu können. Das wäre eine weitere wichtige Aufgabe, die abzuklären ist.


Das ist wahr, hinterher abziehen, dann ist die Zinkschicht wieder weg... -roll-
Aber das hatte ich eingeplant, weil nach dem verzinken auch der Rost schön weg ist, und man einschätzen kann, ob überhaupt Nacharbeit erforderlich ist.
Nur müsste man es dann streng genommen nochmal zum Verzinken schaffen, weil es sonst nur eine entrostende Wirkung hat.

Ja. Ich arbeite manchmal so, weil es bei meinen "Großposten" nicht auffällt, ob ich da zwei drei Teile mit rinschmeiße, die ich eigentlich nur entrostet haben will. Es waren auch schon einige (unwichtige) Teile zwei mal da....
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Franz » Montag 11. März 2013, 21:49

Nur so als gedanke in "Raum" gestellt.....

Evtl. kann man ja die Nietverbindung auch durch eine Schraubverbindung ersetzen, ich weiß jetzt
aber nicht wie viel Platz da in der Pumpe ist.

Ansonsten sollte das vernieten an sich aber auch kein unüberwindbares hinderniss darstellen, Nietkopfmacher und gegenstück kann man sich selbst herstellen.


mfg.
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 18. März 2013, 19:20

Jetzt bin ich wieder ein ganzes Stück weiter und somit folgen wieder ein paar Zeilen.
Durch AWESchuhbude2 (vielen Dank) habe ich das folgende Prospekt erhalten:
Unterdruckpumpe_1web.jpg
BVF Unterdruckpumpe - Werbeblatt Seite 1

Unterdruckpumpe_2web.jpg
BVF Unterdruckpumpe - Werbeblatt Seite 2

Dieses Werbeblatt zeigt deutlich, dass die ersten Unterdruckpumpen noch andere Anschlüsse hatten und für den Wartburg vor allem eine andere Typenbezeichnung.
Die Pumpen hießen für die ersten Wartburg 311 "UP-0"
Erst später kamen die UP-4 in den Wartburg 311.
UP-0a.jpg
Fuß einer UP-0

UP-0b.jpg
weiterer Fuß einer UP-0

UP-0Körper.jpg
Die Gehäuse der UP-0

UP-4Körper.jpg
Die Gehäuse der UP-4

Filtereinsätze.jpg
Verschiedenste Filtervarianten der Pumpen

Die Pumpenmembran sah in den schlimmsten Fällen bei mir wie folgt aus:
Membran01.jpg
rissige Membran

Teilweise war das Gummi auch noch nicht ganz so spröde und ausgehärtet,
aber dennoch waren feine Risse bereits erkennbar und die Aushärtung vor allem fühlbar:
Membran02.jpg
poröse Membran

Teilweise war zwar der Gummi der Membran noch gut, aber die Metallplatte hatte einen ordentlichen Rostbefall von unten.
Hier arbeitet sich die raue Oberfläche wie Sandpapier in den Gummi ein.
Membran04.jpg
Rostansätze von unten

Von Mattse gab es folgende Membranen am Freitag per Post (danke nochmal :smile: )
Membran03.jpg
neue Membran aus der Ersatzteilfertigung

So sah es dann bei mir aus, bei der Demontage:
Übersicht.jpg
Überblick über das Schlachtfeld

Die von Zottel angesprochenen Plättchen waren bei mir teilweise erheblich eingearbeitet,
hier wird ein "Glätten" der Oberfläche wohl zwingend nötig:
Plättchen01.jpg
Gut gebrauchte Plättchen,
hier ist die Abnutzung sehr gut erkennbar.

An einer Pumpe war dieses Typenschildchen montiert:
Schild-UP-4.jpg
Typenschildchen einer UP-4

So weit erst einmal der Stand, die Kleinteile sind bereits in der Kiste für die Galvanik.
Wenn die Teile zurück sind kann es an den Zusammenbau gehen.

Gruß Maddin

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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Montag 18. März 2013, 20:52

Fein.
Ach, die Membranen gehen noch lage. Aber ein Störfaktor sind sie, das ist Fakt. Ich würde sie wohl auch nicht mehr nehmen.

Ventilplättchen können gewendet werden.

Ja, der F9 hat Schraubanschlüsse der Leitungen, der frühe 311 also sicher auch.
Das ist dann also die UP-0...Wieder was gelernt. :smile:
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Dienstag 19. März 2013, 08:30

tolle Sache Martin :smile: Diese Schreibtischunterlage ist ja auch interessant (für mich zumindestens) , da steht was von Bernau ...hofer Chaussee, ist bestimmt Alberstshofer Chaussee, hab ich mal 1 1/2 Jahre im Grünen gewohnt. Hab da mal vor ein paar Jahren angehalten, Armee ist da ja nicht mehr und da, wo unsere Unterkünfte waren, ist nichts mehr.

Achja, hier ist noch ein Anleitungsfilm , kann man ja mal gesehen haben

Ist zwar eine mechanische Pumpe, aber mit der Manschette kann man ja übertragen
in diesem Sinne

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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Hanner » Dienstag 19. März 2013, 12:48

Hallo,

ich würde zusätzlich die Schraube leicht vernieten ( ganz kurz durch stehen lassen und vernieten ). Bei der Reparatur im Film.
Freundliche Grüße
Hanner



Man kann nur gewinnen, wenn man schon verloren hat.

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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 23. März 2013, 23:51

Noch ein interessanter Vertreter, kennt den jemand?
Dateianhänge
IMGP0594.JPG
IMGP0596.JPG
IMGP0597.JPG
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 12. Juni 2015, 00:12

Ich nehme hier das alte Thema noch einmal auf, weil ich heute an den alten Pumpen noch etwas gefunden habe, was man auch beachten sollte. Über die Membrane und die Ventilplätchen ist ja schon geschrieben worden, aber man sollte auch die Ventilsitze kontollieren. Bei mir sahen diese an mehreren Pumpen so oder so ähnlich aus:

DSC05300.jpg

DSC05296.jpg

Ob dies nun ab Werk so war oder Erosion ist, weiß ich nicht. Aber selbst mit neuen Ventilplätchen können hier die Ventil nicht hundertprozentig dicht werden. Allerdings ist eine Nacharbeit nicht schwierig. Den Sitz am Ventilhalter kann man leicht und vorsichtig mit 600er Schleifpapier (nicht gröber) abziehen:

DSC05301.jpg

und beim Sitz im Pumpengehäuse hilft der Dremel mit Filzrolle und Schwabbelpaste:

DSC05297.jpg

hier noch nicht gesäubert (das die Kanten des Sitzes dabei etwas verrundet werden, hat keinen Einfluß auf die Funktion). Mit neuen, oder geschliffenen Plätchen funktionieren dann die Ventile auf jeden Fall einwandfrei, wenn man nicht eine solche Dichtung eingebaut hat:

DSC05304.jpg

Das Ventil kann hier nicht dichten, da es statt auf dem Sitz zur Häfte auf der Dichtung aufliegt. So sieht es schon besser aus:

DSC05305.jpg
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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Sonntag 21. Juni 2015, 22:03

Ein sehr guter Hinweis René, vielen Dank dafür.
Ich möchte hier mal gleich ansetzen und auch noch einen Hinweis zur Membran geben. In den ersten Beiträgen bin ich schon auf die oft verhärtete Membran der alten Pumpen eingegangen. Eine Alternative ist natürlich der Austausch der alten gegen eine neue. Wenn man aber mal bei den üblichen Verdächtigen stöbert, werdenschnell 20 oder 30 Euro für eine neuwertige Membran aufgerufen.

Ich habe jetzt eine Alternative gefunden, eine Membran vom DKW Munga 900 ccm.
Von den Maßen her schien es gut zu passen und der Einzelpreis liegt mit 8,92 Euro + Versand in einem annehmbaren Rahmen.
So sieht die Membran aus:
Benzinpumpe-Membran01.jpg
links Munga, rechts Wartburg

Benzinpumpe-Membran02.jpg
links Munga, rechts Wartburg

Ich denke das sollte passen und ich werde eine so bestückte Benzinpumpe mal demnächst testen.

Folgende Angaben waren noch zu der Membran vom Verkäufer zu finden:

Benzinpumpe Membrane Oldtimer Kraftstoffpumpe DKW 6003 122 33 11 000
Zustand: Neu.
Maße Ø 80 mm, Teller Ø 49 mm, 69 mm lochmitte zu lochmitte.
Et.-Nr.: 6003 122 33 11 000.
Diese Pumpe passt unter anderem für DKW Auto Union,
F 89 Dreigang, F 89P, F 91, F 800/3 und
DKW Munga 900 ccm und diverse Oldtimer Fahrzeuge.



Gruß Maddin

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Re: Instandsetzung Kraftstoff-Förderpumpe UP-4 W311

Ungelesener Beitragvon Springter » Sonntag 10. Februar 2019, 09:26

Ich Kram das nochmal aus:
Ich habe hier eine unbenutzte UP-4, der ich eine neue Munga-Membran verpassen möchte, da durch offenbar ungünstige Lagerbedingungen die Scheiben an der Unterseite der Originalmembran korrodiert sind.
Ich bin nun im Reparaturhandbuch 312/353 über eine Passage gestolpert, dass wohl beim Verbau einer neuen Membran dieser etwas Vorspannung gegeben werden soll (mit 3mm-Gewindestift - hää? {kratz} ). Hat das überhaupt schonmal jemand berücksichtigt? Reicht nicht einfach die Kraft der Feder im Pumpenflansch beim Zusammenschrauben?


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