die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Motor, Vergaser, Ansaug- und Abgasanlage, Getriebe, Antriebe, Störungen am Motor

Moderator: ZWF-Adminis

Benutzeravatar
Gustl
Zigaretten-Anzünder
Beiträge: 238
Registriert: Montag 14. Oktober 2013, 19:02
Mein(e) Fahrzeug(e): Lada Niva '07 -Fjodor-
Trabant P601KS '90 -Kasimir-
MZ ETZ 250 '85 -Emma-
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Gustl » Dienstag 9. Februar 2016, 10:03

Deutlich weniger bis keine Ablagerungen. Zumindest bei mir mit MZ406.
Denk - immer - daran - mit - dem - Öl - nicht - spar - sam - sein!

http://www.trabantfreunde.at

Benutzeravatar
Tobias
Strafzettelquittierer
Beiträge: 441
Registriert: Dienstag 26. Juni 2007, 21:47
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 1959
Wartburg 353 1974
Simson Schwalbe
MZ ETZ 250
Moskwitsch Tretauto
Wohnort: Delbrück

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Tobias » Dienstag 9. Februar 2016, 23:34

Kann ich voll bestätigen.
Ich hatte das MZ406 im Langzeittest in meinem alltags Trabant etwa 12000km mit 1:66 gefahren. Nach der Laufleistung zeigte sich die Kurbelwelle und die Zylinder Paarung praktisch Ölkohlefrei.
Bei meiner MZ habe ich vollsynthetisches Castrol mit 1:100 bei 35°C über 300 km Vollgasstrecke getestet. Kein Problem.
Ich habe trotzdem den Kompromiss für die Betriebssicherheit gefunden und fahre den Wartburg 311 wie auch die MZ mit Vollsynthetischem Castrol mit 1:66 und das absolut Klingelfrei Und ohne jegliche Ablagerungen. Schöner Nebeneffekt ist auch das die Kerzen schön sauber bleiben.
Ich habe schon etliche Motorschäden gesehen: Schäden von zuviel Öl sind dabei weitaus häufiger als Schäden von zu wenig Öl (Vor allem bei Verwendung von hochwertigen Öl)
Was nicht passt,wird passend Poliert

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3760
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 10. Februar 2016, 00:17

Gustl hat geschrieben:?....Dazu eben bei mir ein recht Fetter Motorlauf, (Gasstöße und Beschleunigerpumpe) und da hats wohl einfach den Ölfilm (wohlgemerkt damals 1:50 Addinol MZ406) augespühlt.....

Das dann wohl eher doch nicht, es sei denn, Du hast blanken Sprit gefahren. An sonst ist ja den
Lagern mit dem Kraft- auch wieder frischer Schmierstoff zugeführt worden. Bei Dir hat wohl eher der Lagerkäfig aufgeben, aber nicht wegen Schmierstoffmangel oder -überschuß, sondern vielleicht weil er sowieso am Ende war. Im Gegensatz zu den Hauptlagern kündigen sich Schäden am Pleuelfuß in der Regel nicht vorher an.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Thilo.K
Abschmiernippel
Beiträge: 4043
Registriert: Sonntag 20. Januar 2008, 17:50
Mein(e) Fahrzeug(e): Shiguli WAS 2103 - 1973 - dunkelblau
Shiguli WAS 2103 - 1977 - orange
Wohnort: Belgern

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Mittwoch 10. Februar 2016, 00:26

Pleuelfußlager ist die Achillesferse der Wartburg-Kurbelwelle...
Präzise gesagt der Alu-Lagerkäfig.
Von plötzlichen Motortotalschäden aus dieser Richtung hört man relativ oft.

-roll-
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3760
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 10. Februar 2016, 09:19

Thilo.K hat geschrieben:Von plötzlichen Motortotalschäden aus dieser Richtung hört man relativ oft.

Na ja, man weiß dann aber auch nicht, was die Wellen gelaufen haben. Früher hieß es, dass eine Welle in einem Motor zwei bis drei Schliffe überstehen soll - das haben diese dann in der Regel auch. Zur Hauptsache verschlissen waren dann aber die Haupt- und nicht die Pleuelfußlager.

PS. Ich selbst habe jedenfalls in über 35 Jahren Wartburgmotorfahrerei nicht einen einzigen Kurbelwellenschaden gehabt.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Gustl
Zigaretten-Anzünder
Beiträge: 238
Registriert: Montag 14. Oktober 2013, 19:02
Mein(e) Fahrzeug(e): Lada Niva '07 -Fjodor-
Trabant P601KS '90 -Kasimir-
MZ ETZ 250 '85 -Emma-
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Gustl » Mittwoch 10. Februar 2016, 22:25

Der Motor war definitiv noch nicht offen. Der war jungfräulich. Ich kann die Welle morgen abfotografieren. Alles voller Kohle, alle Lager rumpeln. Auch die anderen Pleuellager drehen schwer...

Jetzt muss beim aktuellen nur ein Reiber schuld sein und ich kann übergangsweise aus zweien einen machen!
Denk - immer - daran - mit - dem - Öl - nicht - spar - sam - sein!

http://www.trabantfreunde.at

Benutzeravatar
ffuchser
Querlenker
Beiträge: 706
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
Mercedes E53 T-Modell
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Mittwoch 10. Februar 2016, 22:33

Ja nach meiner Meinung kommt das von Zuviel zu billigem Öl. Ich hab schon viele Kolbenklemmer fabriziert. Aber noch nie ne Serienwelle kaputt gemacht. Kann ja noch kommen.
Genetischer Wartburgfan

Benutzeravatar
Gustl
Zigaretten-Anzünder
Beiträge: 238
Registriert: Montag 14. Oktober 2013, 19:02
Mein(e) Fahrzeug(e): Lada Niva '07 -Fjodor-
Trabant P601KS '90 -Kasimir-
MZ ETZ 250 '85 -Emma-
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Gustl » Donnerstag 11. Februar 2016, 21:33

Sodala, heute früh kam der Wartburg!
Nach der Arbeit mit nem Kumpel den Motor raus gerupft und zerlegt. Dachte ehrlich gesagt nicht, dass es so schnell geht. Genau eine Stunde und zehn Minuten vom Öffnen der Motorhaube bis zum Ablegen der Einzelteile des Motors auf der Werkbank.

Tja, was soll ich sagen. Ich mag die Wartiwellen nicht. Schon wieder Pleuelfuß. Diesmal der mittlere... Wirklich schade um die Garnitur. Naja der Motor hat seinen Dienst getan.
Anbei auch noch Bilder der Kerzen und Brennräume. Ich bin mit der Vergaser und Zündeinstellung absolut zufrieden.

Ps: Ich denke nicht, dass es am 1:75 lag. Die anderen beiden Pleuellager gehen butterweich. Genau wie alle anderen KW Lager.
Dateianhänge
IMG_0396.JPG
IMG_0394.JPG
IMG_0391.JPG
IMG_0388.JPG
IMG_0387.JPG
IMG_0384.JPG
IMG_0378.JPG
Denk - immer - daran - mit - dem - Öl - nicht - spar - sam - sein!

http://www.trabantfreunde.at

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3760
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 11. Februar 2016, 23:08

Gustl hat geschrieben:Tja, was soll ich sagen. Ich mag die Wartiwellen nicht. Schon wieder Pleuelfuß. Diesmal der mittlere... Wirklich schade um die Garnitur.

Da bist Du nun schon zweimal vom Pech geschlagen und ich kann langsam verstehen, dass Du die Wartburgwellen nicht magst. Kennst du denn die Vorgeschichte des Motor? Mal abgesehen vom Pleuelager und den Spuren welcher des Lagerkäfig beim Zerfall hinterlassen hat, sieht der Rest doch recht manierlich aus, um nicht zu sagen sehr gut. Ich weiß, dass hilft im Moment nicht weiter, aber lass doch Deine Wellen (oder nur eine) Instandsetzen und dabei gleich auf moderne und drehzahlfeste Lager umrüsten, danach magst Du die Wartiwellen bestimmt auch wieder :shock:
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Tobias
Strafzettelquittierer
Beiträge: 441
Registriert: Dienstag 26. Juni 2007, 21:47
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 1959
Wartburg 353 1974
Simson Schwalbe
MZ ETZ 250
Moskwitsch Tretauto
Wohnort: Delbrück

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Tobias » Freitag 12. Februar 2016, 06:48

Schade das es die guten Wellen aus Eisenach wohl leider nicht mehr lange geben wird.
Was nicht passt,wird passend Poliert

Benutzeravatar
Gustl
Zigaretten-Anzünder
Beiträge: 238
Registriert: Montag 14. Oktober 2013, 19:02
Mein(e) Fahrzeug(e): Lada Niva '07 -Fjodor-
Trabant P601KS '90 -Kasimir-
MZ ETZ 250 '85 -Emma-
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Gustl » Freitag 12. Februar 2016, 09:18

Ja, sehr schade.
Ich habe nun schon einen kompletten regenerierten Rumpfmotor von einem Bekannten bekommen. Der kommt die Tage per Spedition aus D.
Der Serienblock ist noch sehr schön, der braucht lediglich später mal ne neue Welle. Aber ich denke das wird dann leider nicht mehr bei mir sein, ich werde mich wohl vom Wartburg trennen... Den Gedanken hatte ich schon länger, die Geschichte mit dem Motor hat dem Entschluss einfach den Rest gegeben. :?
Denk - immer - daran - mit - dem - Öl - nicht - spar - sam - sein!

http://www.trabantfreunde.at

Rallye123
Rostdispatcher
Beiträge: 537
Registriert: Dienstag 11. März 2008, 09:23
Mein(e) Fahrzeug(e): W 353 Bj 1979
zur Zeit zerlegt
Wohnort: bei Annaberg

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Rallye123 » Freitag 12. Februar 2016, 16:36

Hallo

Es gibt schon noch Firmen die diese Wellen mit entsprechenden Lagern regenerieren, solche wellen halten weit über 7000 U/min aus.
unser Grüner hat im ersten Gang auch bis fast 7000 gedreht und es gab nie einen Lagerschaden.
Sind aber 1:50 gefahren ( was nach meiner Meinung nicht zwingend notwendig gewesen wäre)

Weiter oben gab es ja schon fast Wortmeldung zum reg. {anbeten}

VG Lars

Benutzeravatar
Tobias
Strafzettelquittierer
Beiträge: 441
Registriert: Dienstag 26. Juni 2007, 21:47
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 1959
Wartburg 353 1974
Simson Schwalbe
MZ ETZ 250
Moskwitsch Tretauto
Wohnort: Delbrück

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Tobias » Freitag 12. Februar 2016, 22:11

Jep. Und eine dieser Firmen die echt gute Wellen machen ist in Eisenach ansässig. Aber der Herr ist wohl Körperlich leider nicht mehr so fit.

Gustl: willst du den mit Motorschaden verkaufen oder vorher reparieren? Bleibst du weiterhin der Ifa treu?
Was nicht passt,wird passend Poliert

Benutzeravatar
FuFu311H
Ölmischer
Beiträge: 250
Registriert: Sonntag 30. Mai 2010, 20:35
Mein(e) Fahrzeug(e): u.a. Wartburg 311 de Luxe mit Faltschiebedach
Gruppe / Verein: Leipziger Stammtisch
Wohnort: nah bei Leipzig

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon FuFu311H » Samstag 13. Februar 2016, 01:08

Hallo Gustl,

1:75 ?, Grübel! Also ob das ne gute Idee war, stelle ich in Zweifel.

Der Gewinn bei der Mischung ist finanziell bestimmt nicht der Reißer, aber dem Motor 50 Prozent seines Öles zu nehmen,
ist dann wohl der Reißer für ihn gewesen.

Fette Gemische sind auf keinen Fall förderlich und auch nicht Stand der Ölqualität, aber einen Motor mit Versuchen am Ölmangel sterben zu lassen ist der falsche Weg und schade um das "Triebwerk".
Zumal sollte man sich der Problematik eines "zwangsgeschmierten" Zweitakters gegenüber einem Viertakters bewußt sein!

Bei mir auf der Werkbank liegt im Moment auch eine Kurbelwelle mit Kolben, welche so trocken ist, dass man beim Anfassen nicht mal ölige/fettige/schmierige Finger bekommt und nach Einschätzung der Verdacht nahe liegt, das der Motor am Ölmangel gestorben ist. Pleuellager noch lose, aber mit Spiel und alle inneren Hauptlager trocken und rau bzw. fest.

Mit Grüßen ans wunderschöne Wien
Ralf

Benutzeravatar
FuFu311H
Ölmischer
Beiträge: 250
Registriert: Sonntag 30. Mai 2010, 20:35
Mein(e) Fahrzeug(e): u.a. Wartburg 311 de Luxe mit Faltschiebedach
Gruppe / Verein: Leipziger Stammtisch
Wohnort: nah bei Leipzig

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon FuFu311H » Samstag 13. Februar 2016, 01:17

Tobias hat geschrieben:Jep. Und eine dieser Firmen die echt gute Wellen machen ist in Eisenach ansässig. Aber der Herr ist wohl Körperlich leider nicht mehr so fit.


Ja leider, auch Gespräche mit Ihm sind Rüde. Hängt wohl von seiner Tagesform, der "dummen" Kundschaft und/oder dem Alkohollevel ab.

Mit Grüßen
FuFu

micha1061
Schleifstein
Beiträge: 114
Registriert: Dienstag 23. Februar 2016, 22:33
Mein(e) Fahrzeug(e): 353W BJ 1984

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon micha1061 » Donnerstag 3. März 2016, 22:29

Addinol 406 weiterhin nehmen oder gar auf ein vollsynthetisches Öl ausweichen?

PS: Ich habe den Kurbelwellenfresser von Gustl gekauft.

Benutzeravatar
Tobias
Strafzettelquittierer
Beiträge: 441
Registriert: Dienstag 26. Juni 2007, 21:47
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 1959
Wartburg 353 1974
Simson Schwalbe
MZ ETZ 250
Moskwitsch Tretauto
Wohnort: Delbrück

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Tobias » Freitag 4. März 2016, 06:43

Du kannst natürlich auch Vollsynthetisches nehmen aber mit dem 406 fährst du auch absolut ausreichend.
Was nicht passt,wird passend Poliert

Benutzeravatar
Wilfried
Abschmiernippel
Beiträge: 2107
Registriert: Montag 27. Februar 2006, 19:00
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Bj 1962 (leider verkauft), Wartburg 353 Bj 10/73 Erstzulassung 2/1974, Wartburg 312 Camping Bj 11/67, Erstzulassung 1/68.
Wohnort: Hönow
Kontaktdaten:

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Freitag 4. März 2016, 20:19

Ich fahre seit Jahren dieses Öl http://www.motoroel-direkt.de/cgi-bin/m ... ntry=OELDE
und habe noch nie Probleme gehabt. Und wer mich kennt weiß, dass ich meine Motore nicht schone.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

micha1061
Schleifstein
Beiträge: 114
Registriert: Dienstag 23. Februar 2016, 22:33
Mein(e) Fahrzeug(e): 353W BJ 1984

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon micha1061 » Freitag 4. März 2016, 22:38

Bei Amazonien waren gerade 5 Liter 406er im Angebot, hab das genommen.
Wenn es schief geht --> Ich weiß, wo Gustl wohnt und arbeitet :x

Benutzeravatar
Jürgen
Werkzeugsucher
Beiträge: 55
Registriert: Sonntag 14. Dezember 2014, 18:45
Mein(e) Fahrzeug(e): W 311

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Jürgen » Samstag 5. März 2016, 21:43

Hallo,
ich lese nun schon die ganze Zeit hier in dem Thema :smile: und weiß eigentlich gar nicht mehr was gut oder schlecht für den Motor des 311er ist. OK, ich scheine einer der Letzten zu sein, der noch mit 1:33 unterwegs war :roll: . Ich hab das Auto noch nicht so lang und glaubte das wäre die richtige Variante. Nun hab ich hier erfahren, dass man mit "gutem" Öl den Ölanteil verringern kann. Es geht von 1:50 über 1:65 bis 1:75. Je "besser" das Öl..........nun ja, aber was ist jetzt mit dem normalen Gemisch 1:50, welches bei Kaufland aus der Zapfsäule läuft? Bisher hab ich immer auf 1:33 gemischt, aber kann ich auch ohne zumischen fahren obwohl ich nicht weiß was für eine Ölqualität aus der Säule läuft? :idea:
Was macht ihr? :eek:

Benutzeravatar
Tomtom
Schaupannenreparierer
Beiträge: 9003
Registriert: Samstag 21. Juli 2007, 22:21
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 312 300 HT
Wartburg 353W
Camping 312-500
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Samstag 5. März 2016, 22:03

Es dauert nicht mehr lange und es reicht ein Tropfen Zweitaktöl auf den Kerzenstecker :eek: :eek: :eek:
Zu Deinen Fragen: Ich mische prinzipiell selbst. Und nutze auch Addinol MZ406.

Bleib bei deinen 1:33 wenn Du einen 311er Motor hast. NImm ein normales halbsynthetisches Öl, fahre normal und alles ist gut.
Die 1:33 bzw. 1:50 sorgen dafür, dass in jeder Betriebssituation genug Reserven vorhanden sind, damit der Schmierfilm nicht abreisst.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3760
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 5. März 2016, 23:51

Jürgen hat geschrieben:Hallo,
ich lese nun schon die ganze Zeit hier in dem Thema :smile: und weiß eigentlich gar nicht mehr was gut oder schlecht für den Motor des 311er ist.

Mach das, was Tomtom schon schrieb, fahre aber auf keinen Fall weniger als 1:33, wenn Dein Motor in den oberen Pleuelaugen noch Bronzebuchsen hat. Erst wenn diese mit Nadellagern ausgerüstet sind, kann man die Ölmenge auf 1:50 (oder auf eigene Gefahr auch weniger) reduzieren. Wenn Du jetzt nicht weißt, ob dein Motor nun Bronzebuchsen oder Nadellager hat, fahre weiterhin 1:33, denn dies schadet auch einen Motor mit nadelgelagerten Kolbenbolzen nicht, jedenfalls dann nicht, wenn Du nicht allzu billiges Öl verwendest.

PS. Und fahr das Auto, wie es sich für einen Zweitakter gehört: klick und alles wird, bzw. bleibt gut!
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

Benutzeravatar
Jürgen
Werkzeugsucher
Beiträge: 55
Registriert: Sonntag 14. Dezember 2014, 18:45
Mein(e) Fahrzeug(e): W 311

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Jürgen » Sonntag 6. März 2016, 12:49

:sad: ich trau mich ja fast nicht zu fragen, aber ........was da für Buchsen drin sind, kann man von außen nicht feststellen? oder ? ;--)
Es ist auf jeden Fall ein 1000er drin ....

Wartburgbauer
Abschmiernippel
Beiträge: 3422
Registriert: Samstag 10. Dezember 2011, 11:12
Mein(e) Fahrzeug(e): 190er Benz 1988 (Alltagsauto)
Jawa 555 1959 (Alltagsmoped)
Wartburg 312 Camping 1967
B1000 Bus im Aufbau
Wohnort: bei Dresden

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 6. März 2016, 13:04

Nee,
da hast Du fast keine Chance.

Aber gugg´mal nach der Motornummer und dem Gussdatum:
http://wiki.w311.info/index.php?title=M ... otornummer

Bei einem Blockherstellungsdatum nach 64 ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendwer eine Welle mit Bronzebuchse eingebaut hat.

Wenn mich nicht alles täuscht, dann gehört zur Bronzebuchse immer ein 18er, zum Nadellager immer ein 20er Kolbenbolzen. Weiterhin habe ich noch nie einen Kolben neuer (kurzer) Ausführung mit 18er Kolbenbolzen gesehen.
Wenn diese Annahmen stimmen (bin da nichtg 100pro sicher), dann gäbe es eine Chance, das rauszufinden, wenn Du den Abgaskrümmer abschraubst.

Warum? Die alten (langen) Kolben, eher selten anzutreffen, haben breitere Kolbenringe und auch größere Abstände zwischen den Ringen. Durch den Auslasskanal kann man die Kolbenringe sehen und so auch den Abstand mithilfe eines Hilfsmittels (z.B. Flacheisen 3mm dick oder eben dicke des Holzes einer Schmiege) erpeilen.
Wenn die Abstände klein sind (Vegleichsmaße kann ich gern nehmen), dann wäre es nahezu sicher, dass Du Nadellager hast.

Sicher ist es auch, wenn Du eines der letzten fünf Zündgehäuse in der Tabelle hast: http://wiki.w311.info/index.php?title=Z ... h%C3%A4use . Wenn Du eins der ersten drei hast, lässt es sich nicht sagen.
Die Nadellager sind aber eigentlich recht weit verbreitet, Bronzebuchsen eher selten.
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
Mein erstes Projekt: Der Camping!
Mein Barkas Bus im Aufbau

Benutzeravatar
WABUFAN
Betriebs-Elektriker
Beiträge: 7886
Registriert: Sonntag 12. März 2006, 12:12
Mein(e) Fahrzeug(e): nur 353er Tourist
Wohnort: Leipzig

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 6. März 2016, 18:19

Ich hatte geschrieben :

WABUFAN » Mo 18 Feb 2008 20:29:53
Es fehlt mir der Beweis für die Behauptung.
Da ich keine Möglichkeit habe, Öl zu prüfen, lasse ich aus Gründen der Sicherheit die Finger davon.
Im Winter bei unter 0°C fahre ich auch ca. 1 : 70 - im Sommer bei mehr wie 25°C und längeren Strecken schon 1 : 40.

Hier einmal meine Rechnung für die Ölmenge bei 3.000 U/min und 10 Liter VK pro Stunde Verbrauch in ml :
pro Std : 200,0
pro Min : 3,33333
pro Sek : 0,05556
1 U/min : 0,00111
1 Zyl. : 0,00037

Nun wickeln wir den Kolben zur Fläche ab und ----> Ölmenge für einen Zylinder bei einer U/min = 0,00037 ml !
Mich warnt diese Zahl vor Abmagerung des Ölzusatzes.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

Benutzeravatar
Thilo.K
Abschmiernippel
Beiträge: 4043
Registriert: Sonntag 20. Januar 2008, 17:50
Mein(e) Fahrzeug(e): Shiguli WAS 2103 - 1973 - dunkelblau
Shiguli WAS 2103 - 1977 - orange
Wohnort: Belgern

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 6. März 2016, 20:55

So knifflig ist die Frage gar nicht.

Eben am besten nur Zweitaktöl und kein Viertakteröl verwenden.

Je nach Qualität das Öl maßvoll dosieren. Abhängig davon, ob man denn nun
voll.- oder teilsynthetisch oder eben mineralisches Öl verwendet...

Und dies ist wiederum auch abhängig von der persönlichen Bereitschaft, mehr oder
weniger Geld in die Hand zu nehmen...

Und möglichst nur solches Öl verwenden, womit der Motor auch bisher schon gefüttert wurde.
Zumindest kein Vollsynthetisches in dem Motor fahren, der bisher mehrere Jahrzehnte nur
mineralisches Zweitaktöl bekam, Stichwort Ablösung von inneren Verbrennungsrückständen.

Ich selbst fuhr meistens nur 15W-40
Als ich irgendwann dann doch mal "richtiges" Zweitakteröl benutzte, erlitt mein Touristmotor
(vorm Neuaufbau) gerade dann einen Kolbenklemmer, als ich das Gaspedal auf der Bundesstraße
bis zum Bodenblech hinunter trat.

Man könnte dieses Thema endlos weiterspinnen...
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3760
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 7. März 2016, 17:09

Thilo.K hat geschrieben:So knifflig ist die Frage gar nicht.

Oh doch - und zwar deshalb, weil wir heute die Qual der Wahl haben und es hunderte von Sorten Zweitaktöl gibt und alle in etwa das Gleiche versprechen, wobei jedoch bereits die Preisunterschiede suggerieren, dass die Öle dann doch nicht alle gleich sein können. Früher war das kein Problem, da gab eine Sorte und die auch schon beim Tanken beigemischt. Wenn dann etwas passierte, dann hat es im Zweifel nicht am Öl gelegen, allenfalls - es war gar nicht erst da :shock:

Eben am besten nur Zweitaktöl und kein Viertakteröl verwenden.

Dies heute noch betonen zu müssen, ist bereits etwas antiquarisch, hierauf weißt bereits die Betriebsanleitung des F9 hin.

Je nach Qualität das Öl maßvoll dosieren. Abhängig davon, ob man denn nun
voll.- oder teilsynthetisch oder eben mineralisches Öl verwendet...

Dieser Zusammenhang stimmt so nicht ganz, die 'Qualität' eines Öls wird nicht allein dadurch bestimmt, ob die Basis nun mineralischen oder synthetischen Ursprungs ist und auch die notwendige Dosierung wird nicht allein von der 'Qualität' bestimmt (wie will man eigentlich diese bestimmen?), sondern vor allem von den Verwendungs- und Mischvorgaben des Herstellers des Öls (und des Motors).

Ich habe mich in diesem Zusammenhang und seit ich nach der Wende das Öl einzeln kaufen musste, von dem Gedanken leiten lassen, dass der Wartburgmotor ein mittelprächtiger und auch noch wassergekühlter Bauernmotor ist, welcher keinenfalls mit den hochdrehenden luftgekühlten Zweiradmotoren verglichen werden kann und demzufolge für diesen auch ein mittelprächtiges und damit auch mittelpreisiges Öl ausreicht. Mit diesem Konzept schlägt man dann auch zwei Fliegen mit einer Klappe, zum einen kann man ziemlich sicher sein, dass man nicht den allerletzten Schund kauft und zum anderen nicht Geld für ein Öl ausgibt, dessen Möglichkeiten der Wartburgmotor überhaupt nicht ausschöpfen kann - zumindest so lange dieser in etwa serienmäßig daher kommt.

Das dieser Gedanke nicht so ganz falsch sein kann, zeigt mir der Umstand, dass ich seit der Wiederinbetriebnahme meines Autos Anfang der 90er mit ein und dem selben Motor weder Klemm- noch KW-Probleme hatte und dieser nach mindestens 80 tsd km noch immer schnurrt wie ein Kätzchen. Als ich voriges Jahr den Auspuffkrümmer wegen eines Risses tauschen musste, waren dort so gut wie keine Ablagerungen vorhanden, ähnlich sauber sehen nach diesem Zeitraum die Brennräume und die Kolbenhemden aus, so weit man dies von außen beurteilen kann. Benutzt habe ich dabei nie die gleiche Ölsorte, sondern immer das Öl, was gerade bei den Tankstellen verfügbar war, wo ich tanken musste, meist ein teilsynthetisches Öl, manchmal auch vollsynthetisch und selten rein mineralisch (rein mineralisches scheint es an den Tanken gar nicht mehr zu geben), aber eben das jeweilig günstigstes bzw.das mittlere der zwei bis drei Sorten, welche i.d.R. zu haben sind. Mischen tue ich so ca. 1:50, so genau eben, wie man dies mit Ölflasche und Zapfpistole hinbekommt.

Und möglichst nur solches Öl verwenden, womit der Motor auch bisher schon gefüttert wurde.
Zumindest kein Vollsynthetisches in dem Motor fahren, der bisher mehrere Jahrzehnte nur
mineralisches Zweitaktöl bekam, Stichwort Ablösung von inneren Verbrennungsrückständen.

Dies gilt eher für Viertakter, wo dann ein solches Öl die alten Ablagerungen im Sumpf/Kreislauf lösen könnte, beim Zweitakter sehe ich da eher nicht die Gefahr. Die Einwirkzeit ist zu kurz und falls doch etwas gelöst wird, dann nicht in großen Brocken und diese Ablösungen sollten dann problemlos mit ausgespühlt, bzw. verbrannt werden.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

micha1061
Schleifstein
Beiträge: 114
Registriert: Dienstag 23. Februar 2016, 22:33
Mein(e) Fahrzeug(e): 353W BJ 1984

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon micha1061 » Donnerstag 21. Februar 2019, 22:11

Thema wachrütteln. Gustls Ex Motor hat es nun auch wieder hinter sich, siehe meine letzten Threads. Ich wusste gar nicht, dass hier im Forum schon so viel von dem Auto steht. Ich bekomme also bald einen neuen Rumpf, regeneriert in einer privaten Werkstatt in der Nähe von Dresden. Der Verkäufer empfiehlt ausschließlich mineralisches Öl. Was meint Ihr? Ich würde lieber auf vollsynthetisches umsteigen. Aber je mehr man liest, umso unsicherer wird man. Was meinen die Experten?

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 3760
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 22. Februar 2019, 00:04

micha1061 hat geschrieben:....würde Leber auf vollsynthetisches umsteigen....

Tja, eine vollsynthetische Leber würde wohl so manchen gefallen :shock:

An sonst weiß ich nicht so recht, was Du noch möchtest. In den vergangenen über acht Jahren hat wohl nun schon jeder, welcher meinte hier seine Meinung beitragen zu müssen, dies auch getan - ob nun Experte oder nicht (was ist in diesem Zusammenhang eigentlich Expertentum?) Neues Wissen wird kaum noch dazukommen und es bleibt also jetzt Dir überlassen, eine Entscheidung für Dich zu treffen. Ich weiß, es ist schwer, hernach niemand zu haben, welchen man die Schuld geben kann, wenn es nicht funktioniert - aber so ist nun mal das Leben [smilie=hi ya!.gif]
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

micha1061
Schleifstein
Beiträge: 114
Registriert: Dienstag 23. Februar 2016, 22:33
Mein(e) Fahrzeug(e): 353W BJ 1984

Re: die kniffelige Frage nach dem Zweitaktöl

Ungelesener Beitragvon micha1061 » Freitag 22. Februar 2019, 08:12

IOS 12 Autokorrektur gepaart mit extremer Unsicherheit ergeben solche lustigen Worte. {pcantwort} Man möge mir verzeihen. Meine Leber bekommt meistens nur organisches zum Verdauen. {dance}
Ich weiß, dass eine Öldiskussion ein heikles Thema ist. Genauso wie eine Benzindiskussion.


Zurück zu „Motor / Triebwerk“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 12 Gäste